• 15.06.2023, 08:00:33
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  • OTS0009

Greenpeace begrüßt Vorstoß der Grünen gegen Bodenzerstörung

Umweltschutzorganisation kritisiert ÖVP-Blockade und fordert nationale Bodenstrategie mit klarem und verbindlichem Reduktionsziel

Utl.: Umweltschutzorganisation kritisiert ÖVP-Blockade und fordert
nationale Bodenstrategie mit klarem und verbindlichem
Reduktionsziel =

Wien (OTS) - Greenpeace begrüßt die klare Ansage der Grünen
Umweltsprecherin Astrid Rössler in der heutigen Kronen Zeitung der
Bodenzerstörung einen Riegel vorzuschieben. Im Regierungsprogramm
wurde das Ziel für einen maximalen Bodenverbrauch von 2,5 Hektar
täglich bis 2030 in Österreich festgelegt, doch blockiert hier
bislang die Koalitionspartei ÖVP. Bei der Österreichischen
Raumordnungskonferenz (ÖROK) kommenden Dienstag soll nun über eine
nationale Bodenstrategie abgestimmt werden. Den vorliegenden Entwurf
kritisiert Greenpeace als Totalversagen, da damit die Betonpolitik
der ÖVP fortgeführt wird. Die Umweltschutzorganisation fordert den
zuständigen ÖVP-Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig auf, die
Blockadehaltung aufzugeben und das im Regierungsprogramm versprochene
Reduktionsziel von 2,5 Hektar pro Tag bis 2030 in der Bodenstrategie
verbindlich festzuschreiben.

“Die Betonlawine rollt mit voller Wucht über Österreich hinweg. Die
ÖVP hat in den letzten Jahrzehnten nichts unternommen, um die
Bodenzerstörung zu stoppen, sondern diese befeuert. Die
Regierungspartei muss endlich ihre Blockadehaltung aufgeben und die
Bodenstrategie mit einem fest verankerten Reduktionsziel von
mindestens 2,5 Hektar pro Tag bis spätestens 2030 auf den Weg
bringen”, fordert Olivia Herzog, Biodiversitätsexpertin bei
Greenpeace. Um den Bodenverbrauch einzudämmen, fordert Greenpeace die
Regierung sowie die Landeshauptleute zudem auf, schnell effektive
Maßnahmen zu beschließen. Dazu gehören etwa eine wirksame,
flächendeckende Leerstandsabgabe. Diese soll dabei helfen, ungenutzte
Gebäude rasch wiederzuverwenden. Zusätzlich muss die Anpassung
steuerlicher Instrumente (wie etwa Kommunal- und Grundsteuer) jetzt
im Finanzausgleich umgesetzt werden, um finanzielle Anreize zur
Bodenverschwendung zu stoppen. Die Zeit zum Handeln drängt: Laut den
letzten Daten wurden 2022 in Österreich täglich 13 Hektar Boden
inklusive Forststraßen verbaut. Um die Klimakrise abzufedern sowie
die Ernährungssicherheit und Naturräume zu erhalten, ist es jedoch
dringend notwendig, echten Bodenschutz zu forcieren.

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