- 14.06.2023, 11:37:17
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„Eco Spezial“: Die Russland-Connection – Wie die OMV sich selbst und Österreich vom russischen Gas abhängig gemacht hat
Am 15. Juni um 22.30 Uhr in ORF 2
Utl.: Am 15. Juni um 22.30 Uhr in ORF 2 =
Wien (OTS) - Dieter Bornemann präsentiert am Donnerstag, dem 15. Juni
2023, um 22.30 Uhr in ORF 2 ein von Johannes Schwitzer-Fürnsinn
gestaltetes „Eco Spezial“ zum Thema „Die Russland-Connection: Wie die
OMV sich selbst und Österreich vom russischen Gas abhängig gemacht
hat“:
Die österreichische OMV – und die russische Gazprom. Das ist eine
Schicksalsgemeinschaft seit Jahrzehnten. Oder fast schon eine Ehe.
Zumindest wurde 2018 nach 50 Jahren geschäftlicher Beziehungen
„Goldene Hochzeit“ gefeiert. Wladimir Putin war in Wien und es wurden
neue Gaslieferverträge bis 2040 abgeschlossen. Weder die Gaskrise
2009 noch die Annexion der Krim durch Russland im Jahr 2014 konnten
der Beziehung nachhaltig schaden. Im Gegenteil: Es floss immer mehr
russisches Gas nach Österreich. Erst seit Beginn des Kriegs in der
Ukraine werden öffentlich Fragen gestellt. Warum haben sich die
OMV-Manager darauf eingelassen und warum hat die Politik nichts
dagegen unternommen?
Österreich ist nach wie vor einer der besten Kunden der Gazprom in
Westeuropa, mehr als ein Jahr nach Kriegsausbruch werden noch immer
mehr als 70 Prozent des heimischen Gases aus Russland importiert. Zum
Vergleich: In Deutschland sind es null Prozent. Die EU-Kommission hat
vor Kurzem kritisiert, dass Österreich nach wie vor keinen klar
definierten, kurzfristigen Plan zur vollständigen Abkoppelung von
russischen Gasimporten vorgelegt hat. Man tut sich hierzulande
schwer, die lange gewachsene Beziehung zu beenden.
Natürlich hat Österreich auch davon profitiert. Jahrzehntelang galt
die Versorgung mit russischem Gas als sicher und günstig. Das war ein
Segen für die heimische Industrie und die vielen Haushalte, die von
Kohle- oder Ölheizungen auf Gas umgestellt haben. Ein Blick zurück
bis ins Jahr 1968, als erstmals russisches Gas nach Österreich
gebracht wurde – und ein Blick nach vorne, wo sich mehr denn je die
Frage stellt: Wie kann Österreich aus dieser Lage herauskommen?
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