- 13.06.2023, 10:00:38
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Rotes Kreuz hilft nach der Flutkatastrophe in der Ukraine – Bitte helfen Sie mit!
Tausende Menschen wurden evakuiert und erstversorgt. Jetzt geht es darum, die Wasserversorgung für 250.000 Menschen wieder herzustellen.
Der Staudamm des Wasserkraftwerks Kachowka (Kachowka-Damm) in der Südukraine wurde am Dienstag, dem 6. Juni, in den frühen Morgenstunden zerstört, wodurch eine Flutwelle ausgelöst wurde.
Der 30 Meter hohe und 3,2 km lange Damm wurde 1956 am Fluss Dnipro als Teil des Wasserkraftwerks Kachowka gebaut. Der Stausee versorgt auch die Halbinsel Krim und das Kernkraftwerk Saporischschja mit Wasser.
Der Kachowka-Stausee, der durch den Kachowka-Staudamm gebildet wurde und sich über 240 Kilometer durch die Oblaste Saporischschja, Dnipropetrowska und Chersonska erstreckt, ist eine der größten Wasserquellen im Süden des Landes. Sie versorgt wichtige Industriestädte wie Kryvyi Rih, Marhanets, Nikopol und Pokrov, in denen fast 700.000 Menschen leben, mit Wasser, einschließlich Trinkwasser. Durch den Anstieg des Wasserspiegels sind Tausende von Menschen betroffen.
„Tausende Häuser in zahlreichen Orten sind von den Überflutungen nach dem Dammbruch betroffen, Infrastruktur im Unterlauf des Dnipro zerstört. Durch den Dammbruch sind zudem Hunderttausende Menschen aktuell ohne Trinkwasser. Das allein ist eine Katastrophe. Eine zusätzliche Gefahr geht allerdings von Minen und explosiven Kampfmitteln aus, die durch die Überflutungen und schnell fließendes Wasser verschwemmt wurden. Die Minen gelangen so in Gebiete, die zuvor als sicher eingestuft wurden, und bringen die Menschen erneut in Gefahr“, berichtet Rotkreuz-Einsatzleiter Jürgen Högl, der aktuell in Wien ist und für Interviews zur Verfügung steht.
Natur- und Gesundheitskatastrophe kündigen sich an
Die Zerstörung des Kachowka-Staudamms wird dazu führen, dass sich die Felder in der Südukraine über Jahre keine Ernte einbringen werden. Neben der Landwirtschaft und der Fischerei in dem Gebiet sind auch langfristige negative Umweltfolgen zu erwarten.
„Auch wenn der Wasserspiegel zur Normalität zurückkehren wird, müssen wir mit einer sehr hohen Wasserverschmutzung und möglichen Gesundheitsgefahren rechnen“, sagt Rotkreuz-Einsatzleiter Högl.
Hilfe vor Ort
„Die Einsatzkräfte vor Ort suchen noch immer nach vermissten Personen, retten – zum Teil in laufenden Angriffen - Menschen und bringen sie in sicheren Notunterkünften unter. Das Rote Kreuz versorgt Menschen in den betroffenen Regionen mit Hilfsgütern. In einem dringenden nächsten Schritt werden wir als Rotes Kreuz unsere Expertise in Sachen Wasseraufbereitung einbringen und mithelfen, die Trinkwasserversorgung möglichst rasch wieder herzustellen, bitte helfen Sie uns mit Ihrer Spende dabei!“ appelliert auch Rotkreuz-Präsident Gerald Schöpfer.
Fotos: https://medien.roteskreuz.at/?c=12125&k=241c4fa671
Das Rote Kreuz bittet dringend um Spenden:
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Kennwort: UKRAINE
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