- 06.06.2023, 13:58:18
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Konzept zur pädagogischen Assistenz präsentiert
Polaschek, Teschl-Hofmeister, Riedl: Der Bedarf an qualitativem Personal wächst
Utl.: Polaschek, Teschl-Hofmeister, Riedl: Der Bedarf an
qualitativem Personal wächst =
St. Pölten (OTS) - Im letzten Jahrzehnt ist es österreichweit
gelungen, die Plätze in Schulen, die ganztägig geführt werden, von
109.000 auf zuletzt 211.000 im Schuljahr 2022/23 zu steigern.
Gleichzeitig sind durch diesen starken Ausbau auch die
organisatorischen und strukturellen Herausforderungen gewachsen.
Deshalb soll künftig das Personal an den Schulen durch weitere
sogenannte Assistenz- und Freizeitpädagogen bzw. Assistenz- und
Freizeitpädagoginnen erweitert werden. Dabei erhalten die Assistenz-
und Freizeitpädagogen die Möglichkeit einer Vollanstellung am
jeweiligen Schulstandort und übernehmen Bereiche wie
Lernunterstützung, Unterstützung in digitalen Belangen und die
Freizeitpädagogik. Die bisherige kompetenzrechtliche Zersplitterung
zwischen Lehrkräften und Freizeitpädagogen, die bei Gemeinden oder
Vereinen angestellt sind, wird damit beendet. Dieses Konzept zur
pädagogischen Assistenz präsentierten Landesrätin Christiane
Teschl-Hofmeister, Bundesminister Martin Polaschek,
Gemeindebundpräsident Alfred Riedl und Sektionschef Andreas Thaller
am heutigen Dienstag bei einer Pressekonferenz in St. Pölten.
Martin Polaschek, Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und
Forschung, sagte: „Wir schaffen erstmalig die Möglichkeit einer
vollen Anstellung in allen nicht verschränkt geführten Schulen. Sie
können so zeitlich flexibel in individuellen pädagogischen Angeboten
der Schule engagiert sein. Die Pädagoginnen und Pädagogen am Standort
erhalten flexible Unterstützung während des gesamten Schulalltags.
Zeigen sich bei Kindern Förderbedarfe am Vormittag, können diese nun
auch am Nachmittag ohne umständliche Übergaben vom selben Personal
unterstützt werden. Damit können die speziellen Bedürfnisse der
jeweiligen Schule in Zukunft wesentlich besser abgedeckt werden.
Gleichzeitig vereinfachen wir die Organisation und klären die
Finanzierung der ganztägigen Schulformen.“
Christiane Teschl-Hofmeister, Landesrätin für Bildung, betonte: „Mit
dem stetig wachsenden Bedarf an schulischer Tagesbetreuung an den
Schulstandorten in Niederösterreich wächst natürlich auch der Bedarf
an qualitativem Personal. Und dazu braucht es attraktive
Rahmenbedingungen. Ich denke, mit der vorliegenden Initiative von
Bundesminister Polaschek ist ein erster wichtiger Schritt zur
Neugestaltung des Betreuungsangebots an ganztägigen Schulen
eingeleitet. In einigen Themenbereichen des Konzeptes erkennen wir
als Bundesland Niederösterreich aber auch noch Gesprächsbedarf. Daher
bedanke ich mich für diesen wichtigen Schritt und freue mich auf
finalisierende Verhandlungen und Gespräche unter anderem mit den
Ländern und Gemeinden.“
Aktuell würden knapp 24.000 Schülerinnen und Schüler in über 1.200
Gruppen an über 500 Schulstandorten eine Nachmittagsbetreuung in
Niederösterreich besuchen, sprach die Landesrätin einen weiteren
Aspekt an. Das Land Niederösterreich sei bestrebt, das
freizeitpädagogische Personal aus- und weiterzubilden und in ihrer
täglichen Arbeit zu unterstützen, hob sie hervor. Die NÖ Familienland
GmbH nehme hier als aktiver Kooperationspartner von Gemeinden und
Dienstgeber von Freizeitpädagoginnen und Freizeitpädagogen eine
Schlüsselfunktion ein, so Teschl-Hofmeister.
Alfred Riedl, Präsident des österreichischen Gemeindebundes, meinte:
„Die österreichischen Städte und Gemeinden mit ihren 4.250
Pflichtschulen werden mit diesem Vorhaben von ihren pädagogischen
Aufgaben entbunden. Diese Kompetenzbereinigung ist ein wichtiger
Schritt und ein Meilenstein, weil das Personal einer Schule dann in
eine Hand gelegt wird. Die verschiedenen Zuständigkeiten zu klären,
wird den Schulbetrieb qualitativ ganz besonders aufwerten.
Gleichzeitig werden auch die österreichischen Städte und Gemeinden
von der organisatorischen und finanziellen Verantwortung entlastet.“
Andreas Thaller, Sektionschef BMBWF, informierte über OECD-Studien
und führte aus: „In Österreich besteht ein Mangel an pädagogischem
Unterstützungspersonal. Qualifizierte Pädagoginnen und Pädagogen
können sich zu wenig den Kernaufgaben im Unterricht widmen, was eine
Gefahr für die Unterrichtsqualität ist.“
Weitere Informationen beim Büro LR Teschl-Hofmeister unter
02742/9005-12655, Mag. (FH) Dieter Kraus, und E-Mail
[email protected], bzw. Bundesministerium für Bildung,
Wissenschaft und Forschung, Pressesprecher Andreas Jilly, Telefon
01/53120-5025, E-Mail [email protected]
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