• 31.05.2023, 11:46:45
  • /
  • OTS0094

Reitschule Grafenegg wird zum Rudolf Buchbinder Saal

LH Mikl-Leitner: „Eine internationale Visitenkarte Niederösterreichs“

Utl.: LH Mikl-Leitner: „Eine internationale Visitenkarte
Niederösterreichs“ =

St. Pölten (OTS/NLK) - Die historische Reitschule am Festivalstandort
Grafenegg wird zum Rudolf Buchbinder Saal weiterentwickelt. 15
Millionen Euro werden investiert, am heutigen Mittwoch wurde das
Siegerprojekt der Architekten Maurer & Partner präsentiert. Dabei am
Podium: Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, der künstlerische
Leiter von Grafenegg Rudolf Buchbinder, Grafenegg-Geschäftsführer
Philipp Stein, der Jury-Vorsitzende des Architekturwettbewerbes Ernst
Fuchs, Ernst Maurer als Architekt des Gewinnerprojektes sowie
Raiffeisen-Generalanwalt Erwin Hameseder.

Für die Landeshauptfrau ist die Sanierung der Reitschule mit der
Schaffung des Rudolf Buchbinder Saales „ein Meilenstein für
Grafenegg, für die gesamte Region und für unseren Weg, das Profil
Niederösterreichs als Kulturland weiter zu stärken“. Grafenegg sei
„eine internationale Visitenkarte Niederösterreichs in die Welt
hinaus“, zeigte sie sich überzeugt: „Mit diesem Projekt schaffen wir
die Grundlage, dass Kunst und Kultur hier auch in Zukunft auf
höchstem Niveau stattfinden können.“

In ihrem Statement hob die Landeshauptfrau auch die Verdienste von
Rudolf Buchbinder für den Standort Grafenegg hervor: „Ein großes
Danke für all das, was er für Grafenegg und für Niederösterreich
geleistet hat. Er hat Grafenegg zu einem der besten
Festival-Standorte in ganz Europa gemacht.“ Im Blick auf das neue
Projekt zeigte sie sich überzeugt: „Es wird ein Meisterwerk – sowohl
architektonisch und vor allem auch akustisch.“

Die Reitschule sei für Grafenegg eine ganz wichtige und zentrale
Spielstätte, sagte Geschäftsführer Stein: „Wir freuen uns sehr, dass
wir auch dort neue Möglichkeiten bekommen werden.“ Der Baubeginn sei
mit Ende des Festivals im Jahr 2024 geplant, die Fertigstellung im
Sommer 2026, informierte er.

Architekt Ernst Maurer berichtete von dem Vorhaben, den Saal im
ersten Obergeschoß anzusiedeln, so könne man aus dem Inneren des
Saales heraus „das Zusammenwirken von Parklandschaft, Schloss und
Wolkenturm“ erleben.

Es habe sich um einen zweistufigen, EU-offenen Wettbewerb gehandelt,
informierte der Juryvorsitzende des Architekturwettbewerbes, Ernst
Fuchs. Dabei habe es 26 Einreichungen gegeben, darunter auch aus
Deutschland und der Schweiz.

Rudolf Buchbinder sieht in dem neuen Saal „eine ideale Ergänzung und
Vervollständigung“ von Grafenegg. Dass der Saal nach ihm benannt
wird, erfülle ihn mit „Demut und Freude“, sagte er: „Es rührt mich
zutiefst, dass so etwas bereits zu Lebzeiten geschieht, das ist ein
unglaubliches Glück“.

Raiffeisen sei „weit mehr als eine Bank“, betonte Generalanwalt
Hameseder: „Uns liegt die Weiterentwicklung unseres Landes am
Herzen“. Raiffeisen sei seit dem Jahr 2006 Generalsponsor von
Grafenegg, so Hameseder: „In dieser Zeit ist Grafenegg zu einem
Kultur-Hotspot in Europa geworden.“

Kulturelle Veranstaltungen auf dem Schlossareal Grafenegg gibt es
seit 1971, mit der Gründung des Grafenegg Festivals unter der Leitung
von Rudolf Buchbinder ist Grafenegg in die Liga der großen
Musik-Hotspots in Europa aufgestiegen. Austragungsorte sind dabei die
Open-Air-Bühne Wolkenturm und der Konzertsaal Auditorium. Als dritte
Spielstätte kommt der ehemaligen Reitschule große Bedeutung zu. Dort,
wo früher Pferde trabten, finden heute u. a. Konzerteinführungen,
Kammermusik-Konzerte oder Late Night Sessions statt. Errichtet wurde
der Gebäudekomplex 1841 bis 1845, als maßgeblicher Planer wird
Leopold Ernst genannt. Im Zweiten Weltkrieg beschädigt, erhielt die
Reitschule 1978 ihr heutiges Aussehen. Nun wird eine vollständige
Erneuerung der Dachkonstruktion notwendig, was die Chance bietet, in
enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt eine Neuinterpretation der
historischen Dachform herbeizuführen. Im Zuge der Renovierung soll
dabei einerseits ein multifunktionaler Veranstaltungssaal entstehen,
auf der anderen Seite soll die modernisierte Reitschule auch einen
perfekten Rahmen für die Probier- und Experimentier-Situation des
Grafenegg Campus bieten.

Der Entwurf der Architekten Maurer & Partner sieht vor, den
Kammermusiksaal in den ersten Stock zu heben und auf den neuesten
technischen Stand zu bringen. Der bestehende, ebenerdige Saal wird
durch Verbindungstüren stärker mit dem Auditorium und dem Park
verbunden und damit dem Publikum als erweitertes Foyer zugänglich
sein. Ein Highlight stellen auch die großzügigen Fensterflächen dar,
die mit Blick auf Wolkenturm, Schloss und Park das akustische mit dem
optischen Erlebnis verbinden. Ein westseitiger Zubau soll Platz
bieten für weitere Zimmer für Künstlerinnen und Künstler sowie für
weitere technische Ausstattung.

Das gesamte Bauvolumen wird 15 Millionen Euro umfassen, je ein
Drittel werden von der Grafenegg Kulturbetriebsgesellschaft, vom Land
Niederösterreich und vom Bund übernommen.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NLK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel