• 30.05.2023, 06:00:02
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Greenpeace-Marktcheck: 80% der getesteten Küchenkräuter mit Pestiziden belastet - BILD VIDEO

In EU verbotene Pestizide gefunden – Greenpeace fordert Verbot von bienenschädlichen Spritzmitteln und strengen Grenzwert für Mehrfachbelastungen

Utl.: In EU verbotene Pestizide gefunden – Greenpeace fordert Verbot
von bienenschädlichen Spritzmitteln und strengen Grenzwert für
Mehrfachbelastungen =

Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat im
Marktcheck das Sortiment der fünf gängigsten Küchenkräuter in
Supermärkten, Baumärkten und Gartencentern unter die Lupe genommen.
Dazu wurden auch 20 verschiedene Küchenkräuter konventioneller und
biologischer Landwirtschaft im Labor auf Pestizide untersucht. Das
Ergebnis ist erschreckend: In den 20 Proben wurden Rückstände von 23
verschiedenen Spritzmitteln nachgewiesen. Darunter auch der
Bienenkiller Deltamethrin sowie die in der EU nicht zugelassenen
Pestizide Carbendazim und Chloridazon. Auch wenn alle
Pestizid-Konzentrationen unter den jeweiligen Grenzwerten lagen, ist
die hohe Mehrfachbelastung alarmierend: Auf mehr als 20 Prozent der
Proben wurden Rückstände von fünf oder mehr Pestiziden gefunden.
Greenpeace fordert von Landwirtschaftsminister Totschnig, den Einsatz
von Pestiziden in der Landwirtschaft deutlich zu reduzieren und seine
Blockadehaltung gegen die geplante EU-Verordnung aufzugeben.

“Es ist schockierend, dass sogar bienenschädliche Pflanzengifte auf
Topfkräutern gefunden wurden. Denn blühende Kräuter ziehen Bienen,
Hummeln und Co. an, die sie dann mit Spritzmitteln vergiften.” sagt
Melanie Ebner, Landwirtschaftssprecherin bei Greenpeace. Auch die
Gesamtbelastung durch die hohe Anzahl unterschiedlicher Pestizide
stuft Greenpeace als sehr bedenklich ein, denn Wechselwirkungen von
Pestizidwirkstoffen sind noch nicht ausreichend erforscht.
Um sicher zu gehen, empfiehlt Greenpeace deshalb, zu Bio-Kräutern zu
greifen. Hier kann man sich darauf verlassen, dass keine
chemisch-synthetischen Pestizide eingesetzt werden. Wie der
Greenpeace-Marktcheck zeigt, liegt das Bio-Angebot im Handel bei
Kräutern immerhin bei 43 Prozent. Enttäuschend ist, dass frische,
geschnittene Kräuter in Bio-Qualität in keiner der geprüften
Handelsketten erhältlich sind und zumeist auch nicht aus regionaler
Herkunft stammen. Beim Sortimentsvergleich von Schnittlauch,
Petersilie, Minze, Basilikum, Rosmarin bzw. Thymian schneiden im
Lebensmittelhandel Hofer und Interspar am besten ab. Während bei den
Baumärkten Hornbach vorne liegt, schneidet bei den Gartencentern
Starkl am besten ab.

Die Europäische Kommission legt mit der “Sustainable Use Regulation”
nun einen Gesetzesvorschlag vor, der unter anderem eine EU-weite
Verringerung des Einsatzes und der Risiken chemischer Pestizide um 50
Prozent bis 2030 vorsieht. "Die EU-Kommission setzt mit diesem
Gesetzesvorschlag einen wichtigen ersten Schritt.
Landwirtschaftsminister Totschnig muss seine Blockadehaltung ablegen
und aufhören, den Schutz unserer Artenvielfalt und die Landwirtschaft
gegeneinander auszuspielen. Denn zukunftsfähige Landwirtschaft geht
nur mit der Natur, nicht gegen sie”, fordert Ebner.

Weiterführende Informationen finden Sie hier: https://act.gp/44unwul
Passendes Video-, Bild und Audiomaterial finden Sie unter diesem
Link: https://act.gp/3HCp9fT
Unter Angabe der Credits © Mitja Kobal / Greenpeace stehen die Fotos
kostenfrei zur redaktionellen Nutzung zur Verfügung. Videos können
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