• 26.05.2023, 06:00:02
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Greenpeace zum globalen Plastikabkommen: Staaten müssen toxische Plastikproduktion weltweit einschränken

Neuer Greenpeace-Bericht zeigt toxische Gefahren von neuem und recyceltem Plastik auf und fordert ein Ende der Produktion von neuem Plastik bis 2040

Utl.: Neuer Greenpeace-Bericht zeigt toxische Gefahren von neuem und
recyceltem Plastik auf und fordert ein Ende der Produktion von
neuem Plastik bis 2040 =

Wien/Paris (OTS) - Vor den Verhandlungen zum Globalen Plastikabkommen
der UNO in Paris (29. Mai bis 2. Juni) fordert Greenpeace, dass die
Staaten Plastikverschmutzung weltweit vor allem durch Maßnahmen an
der Quelle effektiv bekämpfen. Denn Recycling oder der Umstieg auf
andere Materialien wie Papier würden Menschen und Umwelt weiter
belasten. Zudem kritisiert Greenpeace das intensive Industrielobbying
rund um die Verhandlungen und fordert, dass die
Industrielobbyist:innen von den Verhandlungen ausgeschlossen werden.
Denn die Ambitionen der Regierungsvertreter:innen dürfen nicht von
Öl- und Gaskonzernen geschwächt werden.

“Die Welt muss jetzt damit anfangen, den Plastikhahn zuzudrehen.
Plastik wird zu 99 Prozent aus Öl und Gas hergestellt und ist
umweltbelastend und schädlich. Die Regierungsvertreterinnen und
Regierungsvertreter müssen die gefährlichen Auswirkungen der
Plastikverschmutzung auf Umwelt und Menschen ernst nehmen und einen
radikalen Kurswechsel beschließen. Mini-Schritte oder freiwillige
Maßnahmen sind angesichts des Ausmaßes vollkommen unzureichend”,
fordert Lisa Panhuber, Kreislaufwirtschaftsexpertin bei Greenpeace in
Österreich, die als Beobachterin der Verhandlungen in Paris vor Ort
ist.

Ein neuer Bericht von Greenpeace USA zeigt die Belastung von neuem
und recyceltem Plastik auf. Trotz der Auswirkungen auf unsere Ozeane,
Flüsse und die betroffenen Menschen hat die weltweite
Kunststoffproduktion seit den 1950er Jahren stetig zugenommen. Die
Kunststoffindustrie möchte die Produktion bis 2040 noch einmal
verdoppeln. Nach Angaben des UN-Umweltprogramms (UNEP) enthalten
Kunststoffe mehr als 13.000 Chemikalien, von denen mehr als 3.200 als
gesundheitsgefährdend bekannt sind. Recycelte Kunststoffe enthalten
oft sogar noch höhere Mengen an Chemikalien, darunter giftige
Flammschutzmittel, krebserregende Stoffe, Umweltschadstoffe sowie
zahlreiche Umwelthormone, die den natürlichen Hormonspiegel des
Körpers verändern können.

“Die Plastikkrise ist auch eine soziale Krise. Denn die ärmsten
Bevölkerungsgruppen sind durch petrochemische Anlagen, Mülldeponien,
verschmutzte Flüsse und die Verbrennung von illegal importiertem
Plastik unverhältnismäßig hohen Gesundheitsbelastungen durch die
Plastikindustrie ausgesetzt. Das führt zum Beispiel zu höheren
Krebsraten, Asthma und beeinträchtigt das Hormonsystem. Und genau
diese Menschen sind oft besonders stark von der Klimakrise betroffen,
die auch durch die Plastikproduktion befeuert wird”, so Panhuber.
Greenpeace fordert unter anderem, dass die Staaten im Plastikabkommen
verbindliche globale Reduktionsziele und eine Ende der Produktion von
neuem Plastik bis 2040 verankern sowie besonders problematische und
unnötige Plastikarten umgehend verbieten.

Link zum Greenpeace USA Report Forever Toxic - The Science on Health
Threats from Plastic Recycling auf Englisch: https://act.gp/3BXnFcE
Link zum Greenpeace Brief an die UNEP mit den Forderungen das
Industrielobbying rund um die Verhandlungen einzuschränken:
https://act.gp/3osDfdr
Factsheet zum globalen Plastikabkommen inklusive der Greenpeace
Forderungen: https://act.gp/3MTQu0a

Passendes Bild-, Audio-, und Videomaterial finden Sie hier:
https://act.gp/434X49N
Unter Angabe der vermerkten Credits steht das Bild-, Audio-, und
Videomaterial kostenfrei zur
redaktionellen Nutzung zur Verfügung.

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