• 25.05.2023, 10:35:20
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  • OTS0079

EU-Mercosur: Greenpeace-Kletteraktion bei EU-Handelsrat in Brüssel - BILD & VIDEO

Aktivist:innen erklettern Ratsgebäude mit Bannern und besprühen die Fassade mit grün gefärbtem Wasser - Greenpeace fordert Stopp des EU-Mercosur-Pakts

Utl.: Aktivist:innen erklettern Ratsgebäude mit Bannern und
besprühen die Fassade mit grün gefärbtem Wasser - Greenpeace
fordert Stopp des EU-Mercosur-Pakts =

Brüssel/Wien (OTS) - Mit einer spektakulären Protestaktion bei dem
derzeit stattfindenden Rat der EU-Handelsminister:innen weist
Greenpeace auf die drohenden Gefahren durch den Giftpakt EU-Mercosur
hin. Aktivist:innen haben heute Früh das Ratsgebäude erklettert und
an der Fassade ein Banner mit der Aufschrift “Stop EU-Mercosur"
(“Stoppt EU-Mercosur”) angebracht. Ein LKW versprühte gleichzeitig
grün gefärbtes Wasser auf die Fassade. Damit soll auf die
unmoralischen Profite mit gefährlichen Pestiziden hingewiesen werden,
die sich Konzerne durch den EU-Mercosur-Pakt erhoffen. Greenpeace
fordert vom zuständigen ÖVP-Wirtschaftsminister Martin Kocher, sich
klar gegen den Giftpakt EU-Mercosur auszusprechen.

“EU-Mercosur ist ein echter Gift-Pakt! Während Großkonzerne Profite
einfahren, wird unser Essen mit Pestiziden belastet und Mensch sowie
Natur in Südamerika gefährdet”, sagt Sebastian Theissing-Matei,
Landwirtschaftsexperte bei Greenpeace in Österreich. Schon jetzt
verkaufen europäische Konzerne gefährliche Pestizide nach Südamerika,
deren Einsatz in der EU bereits verboten ist. Gründe dafür sind etwa,
dass diese extrem giftig für wichtige Bestäuber-Insekten sind oder
bei Menschen die Fortpflanzungsfähigkeit schädigen können. Mit
importiertem Obst landen Rückstände dieser Gifte dann auch wieder bei
uns am Teller, wie ein Greenpeace-Test bereits im März zeigte.
EU-Mercosur würde den Giftkreislauf zwischen der EU und Südamerika
weiter beschleunigen. Denn mit dem Abkommen sollen etwa die Zölle auf
90 Prozent der EU-Chemikalienexporte, darunter auch Pestizide,
fallen. Der Pakt würde daher unweigerlich dazu führen, dass
Ackergifte billiger zu kaufen sind und somit stärker eingesetzt
werden. Aber auch Kontrollen für in die EU importierte Lebensmittel
würden mit dem Pakt deutlich abgeschwächt. Lebensmittel mit hohen
Pestizidrückständen könnten künftig also leichter ihren Weg auf
unsere Teller finden.

EU-Staaten wie Österreich, Frankreich und die Niederlanden lehnen den
naturfeindlichen EU-Mercosur-Pakt ab. Die EU-Kommission möchte das
Abkommen mit Unterstützung von Staaten wie Spanien oder Schweden
dennoch durchboxen und bereits beim EU-Lateinamerika-Gipfel Mitte
Juli in Brüssel einen Abschluss verkünden. “Der Giftpakt EU-Mercosur
bedeutet noch fettere Profite für Agrarindustrie und
Pestizid-Konzerne auf Kosten von Mensch und Natur. Bundesminister
Kocher muss dem Giftpakt im Namen Österreichs eine klare Absage
erteilen”, fordert Theissing-Matei.

Bild- und Videomaterial von dem Greenpeace-Protest finden Sie in
Kürze hier: https://act.gp/3oqK4fv
Dieses steht unter Angabe der Photo Credits zur einmaligen Nutzung
kostenlos zur Verfügung.

Die Aussendung zum Greenpeace-Test “Verbotene Pestizide in
Südfrüchten” finden Sie hier: https://act.gp/41WOisR

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