• 25.05.2023, 08:27:16
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  • OTS0021

ÖAMTC: 290 Verkehrstote an Pfingstwochenenden in den letzten 30 Jahren

Club rät zu defensiver Fahrweise und erhöhter Konzentration

Utl.: Club rät zu defensiver Fahrweise und erhöhter Konzentration =

Wien (OTS) - Pfingsten steht bevor und verspricht gutes Wetter. Das
verlängerte Wochenende war in den vergangenen Jahren jedoch immer
wieder von schweren Verkehrsunfällen überschattet: Seit 1993 starben
in Österreich 290 Menschen bei Verkehrsunfällen zu Pfingsten (Quelle:
Statistik Austria). Das schwärzeste Pfingstwochenende ereignete sich
1979 mit 45 Verkehrstoten. In den pandemiebeeinträchtigten Vorjahren
gab es mit einem (2022) bzw. zwei (2021) Verkehrstoten die bislang
geringsten Opferzahlen zu Pfingsten. Blickt man auf die
österreichische Unfallstatistik 2023, sind nach vorläufigen Zahlen
des BMI bereits 123 Personen im Straßenverkehr tödlich verunglückt
(Stand: 23. Mai).

ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nosé über die Unfallursachen und worauf
Verkehrsteilnehmende achten sollten: "Zu Pfingsten sind vermehrt
unterschiedlichste Verkehrsteilnehmergruppen unterwegs – mit Auto,
Motorrad, Moped und Fahrrad oder zu Fuß. Umso wichtiger ist es, sich
defensiv und aufmerksam fortzubewegen und mit Fehlern anderer zu
rechnen. Auch angepasste Geschwindigkeit sowie die Einhaltung des
geforderten Sicherheitsabstandes leisten einen wesentlichen Beitrag
für sichere Straßen."

Motorradfahrer:innen zu Saisonbeginn besonders unfallgefährdet

In der Vergangenheit war fast jede:r zweite Verkehrstote zu Pfingsten
mit einem Motorrad unterwegs. Aufgrund des bis dato durchwachsenen
Frühlings und verregneten Mai gab es bislang nur wenige Möglichkeiten
für Biker:innen, ausgedehnte Touren zu unternehmen. Das könnte sich
mit dem aktuellen Schönwetter nun ändern. "Gerade zu Saisonbeginn
müssen Motorradfahrer:innen darauf achten, es langsamer anzugehen.
Fast 40 Prozent aller Motorradunfälle sind Alleinunfälle – verursacht
durch nicht angepasste Geschwindigkeit, Unachtsamkeit und Ablenkung
oder missglückte Überholmanöver", erklärt Nosé und führt weiter aus:
"Biker:innen sollten die Geschwindigkeit stets an die Fahrbedingungen
anpassen, vorausschauend fahren und auch mit Unerwartetem rechnen."
Mit einer verbesserten Fahrtechnik können Unfälle verhindert werden:
"Das sollte man insbesondere nach einer längeren Fahrpause wieder
trainieren."

Verkehrsteilnehmende und Exekutive sind gefordert

Für den sicheren Verlauf des Pfingstwochenendes braucht es ein gutes
Zusammenspiel zwischen Verkehrsteilnehmer:innen und Exekutive. Eine
verstärkte Präsenz der Polizei mit zusätzlichen Kontrollen wäre
zielführend. "Die Sichtbarkeit der Exekutive auf Österreichs Straßen
ist essenziell, da nachhaltige Verkehrserziehung vor allem durch
polizeiliche Anhaltungen erzielt werden kann", erklärt der
ÖAMTC-Verkehrstechniker. Neben den Hauptverkehrsrouten sollten vor
allem stark befahrene Motorrad- und Ausflugsrouten verstärkt
überwacht werden. Nosé: "Eine sichtbare Präsenz der Polizei fördert
die Aufmerksamkeit und das korrekte Verhalten der
Verkehrsteilnehmenden am besten."

Verkehrstote und Unfälle mit Personenschaden (UPS) in
Österreich zu Pfingsten

Jahr     Verkehrstote     UPS
2007     21               497
2008      5               521
2009      9               425
2010      6               440
2011      9               424
2012      6               519
2013      4               466
2014     13               647
2015      9               333
2016      4               341
2017      6               528
2018      8               392
2019      9               582
2020      2               333
2021      1               332
2022      4               -

Quelle: Statistik Austria, BMI; Bearbeitung: ÖAMTC Unfallforschung

Verkehrstote in Österreich zu Pfingsten nach Art der
Verkehrsteilnahme

Jahr  Fahrrad  zu Fuß     Lkw  Moped  Motorrad  Pkw  Sonstige
2012  2        0          0    0      1         3    0
2013  0        1          0    1      1         1    0
2014  1        0          0    1      9         2    0
2015  0        2          1    0      0         6    0
2016  1        0          0    0      0         3    0
2017  0        0          0    0      3         2    1
2018  1        1          1    0      3         1    1
2019  1        0          0    0      6         2    0
2020  1        0          0    0      1         0    0
2021  0        0          0    0      0         1    0
2022  0        0          0    0      3         1    0

Quelle: Statistik Austria; Bearbeitung: ÖAMTC Unfallforschung

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