- 19.05.2023, 13:45:47
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Die Biene ist „NÖ Tierschützling 2023“
LR Rosenkranz: Schutz der Biene notwendig, um blühendes Niederösterreich zu erhalten
Utl.: LR Rosenkranz: Schutz der Biene notwendig, um blühendes
Niederösterreich zu erhalten =
St. Pölten (OTS) - In einer Pressekonferenz am heutigen Freitag im
Landhaus St. Pölten präsentierte die für Naturschutz in
Niederösterreich zuständige Landesrätin Susanne Rosenkranz den
jährlichen „NÖ Tierschützling des Jahres“ – dabei handelt es sich
2023 um die Biene. Die Präsentation fand anlässlich des morgen am 20.
Mai stattfindenden „Tag der Biene“ statt, die Kampagne steht diesmal
unter dem Motto: „Die Bienen sind unsere Zukunft!“. Landesrätin
Rosenkranz führte aus, das Ziel der Kampagne sei, Menschen für dieses
Thema zu sensibilisieren, denn „sowohl die Honig- als auch die
Wildbiene und andere Insekten brauchen unseren Schutz.“
Man setze diverse Maßnahmen und unterschiedliche Schwerpunkte, um
verschiedene Zielgruppen anzusprechen. „Besonders unsere Kinder
müssen wieder lernen, was die Biene alles kann und macht, denn: die
Biene ist nicht nur ein Produzent von Honig“, so Rosenkranz und
weiter: „Die Biene ist entscheidend für Bestäubung, für
Artenvielfalt, für Biodiversität und somit für unsere Landschaft und
unsere Pflanzen.“ Um gerade die Kleinsten zu sensibilisieren, habe
man unter anderem das bereits bekannte Projekt ,Tierschutz macht
Schule´ weiterentwickelt und mit dem Thema Insekten und Bienen neu
aufgesetzt. In diesem Rahmen solle Kindern – in einem ersten Schritt
in den NÖ Volksschulen und Kindergärten – vermittelt werden, „woher
der Honig kommt, welche Aufgaben Bienen und Insekten haben und was
sie neben Honig noch produzieren“, so Rosenkranz, beispielsweise in
den Bereichen Kosmetik oder Hausmittel. Unter anderem werden man alle
Naturpark-Schulen und –Kindergärten mit Tierschützlings-Artikeln
(Büchlein, Stoffbienen, Folder) ausstatten, „um hier stark in die
Aufklärung der Kinder zu investieren, denn Kinder und Bienen sind
Garanten für unsere Zukunft.“
Zudem brauche es auch eine Sensibilisierung der Erwachsenen, denn die
Biene sei entscheidend für die Lebensmittelproduktion, sagte die
Landesrätin: „Bereits jetzt sind viele Landwirtinnen und Landwirte
bestrebt, Bienenvölker neben ihren Kulturen zu halten, denn der
Ertrag wird dadurch eindeutig gesteigert.“
Überdies habe man LH-Stellvertreter Udo Landbauer, zuständig für
Infrastruktur, für diese Kampagne gewinnen können und werde gemeinsam
daran arbeiten, vermehrt Nahrungsstreifen für Bienen und Insekten
neben den Straßen zu erhalten, soweit die Verkehrssicherheit es
zulässt – also erst abmähen, wenn diese Streifen auch wirklich
verblüht sind, denn Schnittgut sei für Insekten keine Nahrungsquelle.
Die Kampagne wird von Berufsimkerin Verena Hagelkruys unterstützt,
die in ihrem Betrieb rund 1.000 Bienenvölker vom Waldviertel bis in
die Steiermark unterhält und „das komplette Sortiment anbietet, das
die Biene hergibt“ – 750 Biolebensmittel bis hin zu Kosmetikartikeln.
Hagelkruys erklärte in der Pressekonferenz: „4.000 Pflanzen in
Österreich sind von Bienen und Insekten abhängig – schützen wir diese
nicht, werden immer mehr Pflanzen aussterben.“ Die Imkerin biete aus
diesem Grund unter anderem „Bestäubungsdienstleistungen an, wo
Landwirte dafür bezahlen, dass wir Imker Bienenvölker für eine
gesicherte Ernte auf ihre Felder stellen.“ Um gerade die Jugend für
dieses Thema zu interessieren, bildet Hagelkruys in ihrem Betrieb
auch Lehrlinge aus.
Zu Wort kam in der Pressekonferenz auch Karl Strasser,
Werkstattleiter der Caritas St. Pölten, die Bienenhotels für die
Kampagne produziert.
Weitere Informationen zur Kampagne „NÖ Tierschützling 2023“ im Büro
Landesrätin Susanne Rosenkranz, Tel.: 02742 9005 13733, Mail:
[email protected]
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