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Oö. Volksblatt: "Weiterwurschtln?" (von Herbert SCHICHO)
Ausgabe vom 16. Mai 2023
Es ist ein Treppenwitz zum Weinen: Die ÖH veranstaltet eine Wahl und keiner geht hin – als ob die Studenten geahnt hätten, dass die Organisatoren schon mit einer geringen Zahl von Teilnehmern überfordert ist. Aber zumindest gibt es ein Endergebnis und die linke ÖH-Führung musste zwar Verluste hinnehmen, hat allerdings eine knappe Mehrheit ins Ziel gerettet – und damit das Recht zum Weiterwurschtln. Nur zur Erinnerung: Bei der Wahl vor zwei Jahren pfiffen sechs von sieben Studenten auf die Mitsprache über ihre Vertretung. Nun, nach Corona, sind es zwar nur mehr vier von fünf – aber ein Ruhmesblatt ist die Beteiligung wahrlich nicht. Hinzu kommen viele Ungereimtheiten bei der Wahl, fehlerhafte Wählerregister, Serverausfälle während der Abstimmung und von den etwa 6000 beantragten Wahlkarten wurden nur 2870 für das Ergebnis gezählt. Die rotgrüne Führung sieht es aber schon als Erfolg, dass man die gesetzliche Frist für ein Endergebnis nicht ausschöpfen musste und die Schuld bei der Druckerei, bei den ehrenamtlichen Kommissionen vor Ort und überhaupt sei die ÖH-Wahl „die komplexeste Wahl in Österreich“. Vielleicht sollte man es wirklich vereinfachen und künftig die ÖH-Vertreter per Los bestimmen — das wäre zumindest deutlich billiger als das derzeitige Verfahren.
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