- 11.05.2023, 11:22:20
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Arbeitsgespräch von Landeshauptfrau Mikl-Leitner mit Arbeits- und Wirtschaftsminister Kocher
Konkrete Maßnahmen gegen den Arbeitskräftemangel im Fokus
Utl.: Konkrete Maßnahmen gegen den Arbeitskräftemangel im Fokus =
St.Pölten (OTS) - Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner traf heute,
Donnerstag, im NÖ Landhaus in St. Pölten mit dem Bundesminister für
Arbeit und Wirtschaft, Martin Kocher, zu einem Arbeitsgespräch
zusammen. Im Zentrum stand dabei ganz klar das Thema
Arbeitskräftemangel, der für die heimischen Betriebe aktuell zu den
größten Herausforderungen zählt.
„Hier gilt es, konkrete Maßnahmen zu setzen“, hielt die
Landeshauptfrau im Anschluss an das Arbeitsgespräch fest. Man setze
daher zum einen weiterhin auf die Qualifizierung der
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, zum anderen wolle man aber auch
die Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte aus dem Ausland fördern.
Die ecoplus, die Wirtschaftsagentur des Landes, baue dazu ein „expat
center“ auf, so Mikl-Leitner: „Damit wollen wir eine Drehscheibe
schaffen, um qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland zu
unterstützen.“ Dazu wolle man auch verstärkt die Rot-Weiss-Rot-Karte
nutzen, ergänzte sie.
Darüber hinaus wolle man auch „jene unterstützen, die bereit sind,
mehr zu leisten“, sprach die Landeshauptfrau einen weiteren Aspekt im
Zusammenhang mit dem Arbeitsmarkt an. So sollten etwa statt zehn
künftig 20 Überstunden steuerlich begünstigt werden, weiters forderte
sie die Abschaffung des Pensionsbeitrages für jene Menschen, die in
der Pension zusätzlich arbeiten.
Auch Bundesminister Kocher sagte, man wolle am Arbeitsmarkt zum einen
„das Potenzial im Land nutzen“ und zum anderen die qualifizierte
Zuwanderung „noch besser ermöglichen“. Auch er sprach die
Überstunden-Besteuerung an: „Derzeit müssen viele Menschen
Überstunden machen, diese sollen besser kompensiert werden.“ Darüber
hinaus gelte es, „das Potenzial am Arbeitsmarkt auf allen Ebenen zu
nutzen“, etwa durch Maßnahmen, die es für in Teilzeit arbeitende
Menschen attraktiv machten, mehr Stunden zu arbeiten.
Die Reform der Rot-Weiss-Rot Karte zeige Wirkung, es gebe 50 Prozent
mehr Anträge, berichtete der Minister. Nun gelte es „Voraussetzungen
zu schaffen, dass die Zuwanderung auch in der Praxis gut
funktioniert“, Niederösterreich habe hier „Vorbildcharakter“, denn es
gebe hier bereits einige Institutionen, „die das sehr gut machen“,
betonte er.
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