- 02.05.2023, 10:59:44
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AMS Wien: 180 Unternehmens-Profis sind unterwegs zu 1.600 Wiener Betrieben
Erstmals seit zwei Jahren wieder mehr Jobsuchende – Gründe sind die verhaltene Konjunktur und Statistik-Effekte bei Ukraine-Vertriebenen
Utl.: Erstmals seit zwei Jahren wieder mehr Jobsuchende – Gründe
sind die verhaltene Konjunktur und Statistik-Effekte bei
Ukraine-Vertriebenen =
Wien (OTS) - Die Zahl der beim AMS Wien als arbeitslos vorgemerkten
Personen ist im April 2023 im Jahresvergleich um 1 Prozent auf
102.863 angestiegen, die der AMS-Kundinnen und -Kunden in Schulung um
0,2 Prozent auf 34.981. Die Summe beider Gruppen ist um 0,8 Prozent
(1.125 Betroffene) größer geworden.
Die Zahl der Über-50-Jährigen, die arbeitslos oder in Schulung sind,
ist um 6,6 Prozent geringer geworden.
„Nach zwei Jahren kontinuierlichen Rückgangs haben wir nun erstmals
wieder ein Plus vor der Summe der Jobsuchenden“, sagt AMS-Wien-Chefin
Petra Draxl. Das liegt zum einen an der verhaltenen
Wirtschaftsentwicklung, zum anderen aber auch an einem statistischen
Effekt: „Die bis vor kurzem nur eingeschränkt auf dem
österreichischen Arbeitsmarkt zugelassenen Vertriebenen aus der
Ukraine haben bisher nicht in der Arbeitslosen-Statistik gezählt“,
erklärt Draxl.
Das ändert sich gerade. Draxl: „Mit den mehr als 2.000 in Wien
vorgemerkten Ukrainerinnen und Ukrainern, die nun vollen
Arbeitsmarktzugang haben, vereinbaren wir derzeit in persönlichen
Gesprächen individuelle Betreuungsstrategien – und damit zählen sie
in unserer Statistik auch ganz normal als arbeitslos.“
Derzeit haben die Wiener Betriebe dem AMS Wien 17.115 offene Stellen
zur Besetzung gemeldet. Die Zahl ist zwar um 9,9 Prozent niedriger
als vor einem Jahr, zeigt aber dennoch den großen Bedarf an
Arbeitskräften. „Im Rahmen der AMS Business Tour sind die 180
Unternehmens-Profis des AMS Wien gerade zu 1.600 Wiener Betrieben
unterwegs, um bei der Personalsuche zu helfen, über Ausbildungs- und
Recruitingmöglichkeiten zu informieren und bei
Bewerber_innenmanagement und Onboarding-Prozessen zu unterstützen“,
sagt Draxl. Bis Jahresende werden sie sogar mehr als 8.000 Betriebe
persönlich besucht haben.
Nach wichtigen Branchen betrachtet, ist die Zahl der Arbeitslosen im
Einzelhandel um 4,2 Prozent gesunken. In Hotellerie und Gastronomie
ist sie um 5 Prozent, im Bau um 2 Prozent und in der Warenproduktion
um 2,6 Prozent gestiegen.
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