- 18.04.2023, 18:28:08
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Rauch: “Klares Ziel ist, Situation von ME/CFS-Betroffenen zu verbessern”
Gesundheitsminister sieht Entschließungsantrag als Arbeitsauftrag
Der im heutigen Gesundheitsausschuss des Nationalrats eingebrachte Entschließungsantrag fordert ein ganzes Bündel an Maßnahmen, um die Situation von ME/CFS-Betroffenen zu verbessern. Gesundheitsminister Johannes Rauch begrüßt die Auseinandersetzung mit der Thematik und will die Forderungen des Antrags umsetzen: “Dies ist für mich ein klarer Auftrag an alle Beteiligten, die laufenden Bemühungen fortzusetzen und zu verstärken.”
In Österreich ist ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue Syndrom) eine anerkannte Krankheit. Sie wurde in der Corona-Pandemie einer breiteren Öffentlichkeit bekannt, weil typische Symptome wie Belastungsintoleranz und pathologische Fatigue auch infolge einer COVID-19-Erkrankung auftreten können. In der Erkennung und Behandlung benötigt ME/CFS ein gutes Zusammenspiel der Strukturen im Gesundheitswesen. Besonders der Weg zur ersten Diagnose ist für Betroffene aufgrund eines fehlenden klaren Biomarkers kompliziert.
“Auch in Österreich leiden viele Menschen enorm unter ME/CFS. Sie sind in allen Lebensbereichen massiv eingeschränkt. massiv ein. Wir müssen die Betroffenen bestmöglich unterstützen: vom langen Weg zur Diagnose, über die Suche nach der richtigen Behandlung hin zu den sozialen und finanziellen Folgen der Krankheit”, erklärt Gesundheitsminister Johannes Rauch.
Primärversorgung als erste Anlaufstelle
Die im Entschließungsantrag genannten Maßnahmen sieht Rauch als “Arbeitsauftrag an alle Akteure im Gesundheitssystem”. Maßnahmen für eine stärkere Aufklärung, die Schaffung eines Beratungsgremiums, eine stärkere Berücksichtigung in medizinischen Leitlinien sowie vermehrte Forschung zu ME/CFS sind teilweise bereits im Laufen. Das Gesundheitsministerium arbeitet dazu eng mit den beteiligten Entscheidungsträger:innen zusammen. So leistet die Österreichische Gesellschaft für Allgemeinmedizin einen wesentlichen Beitrag, Ärzt:innen über postvirale Syndrome wie ME/CFS zu informieren und zu vernetzen.
Durch das Aufkommen von Long-COVID und seiner ähnlichen Symptome hat auch ME/CFS mehr Aufmerksamkeit erhalten. “Wir müssen dieses Momentum zum Wohle der Betroffenen unbedingt nützen”, betont Minister Rauch.
Die Primärversorgung sieht der Gesundheitsminister weiterhin als erste Anlaufstelle zur Behandlung der ME/CFS-Betroffenen. Allgemeinmediziner:innen können die Entscheidung über nötige Untersuchungen bei Spezialist:innen treffen. Die Verdreifachung der Primärversorgungzentren bis 2025 trägt somit maßgeblich zur Verbesserung der medizinischen Versorgung der Patient:innen bei.
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