- 14.04.2023, 14:43:06
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„kulturMontag“: Neues Safier-Buch, 75 Jahre Israel, Sargnagel bei „Archive des Schreibens“
Danach: Doku „CineKino – Italien“ zum 85. Geburtstag von Claudia Cardinale – ab 22.30 Uhr in ORF 2
Utl.: Danach: Doku „CineKino – Italien“ zum 85. Geburtstag von
Claudia Cardinale – ab 22.30 Uhr in ORF 2 =
Wien (OTS) - Clarissa Stadler begrüßt zum „kulturMontag“ am 17. April
2023 um 22.30 Uhr in ORF 2, der u. a. das neue Buch des deutschen
Bestsellerautors David Safier vorstellt: Für die ergreifende
Geschichte seiner Eltern, die in Wien ihren Ausgang nahm, begibt sich
das Magazin mit dem Schriftsteller auf Spurensuche. Weiters Thema der
Sendung ist u. a. die aktuelle gesellschafts- und kulturpolitische
Situation Israels, das heuer das 75-Jahr-Jubiläum seiner Gründung
begeht. Außerdem: ein Porträt der Wiener Autorin und Cartoonistin
Stefanie Sargnagel, die vor der Abreise zur Leipziger Buchmesse noch
im Rahmen der „kulturMontag“-Serie „Archive des Schreibens“ Rede und
Antwort steht.
Anschließend an das Magazin ist eine Ausgabe der Reihe „CineKino“
(23.30 Uhr) über die Geschichte des europäischen Kinos zu sehen, die
– anlässlich des 85. Geburtstags von Schauspielerin Claudia Cardinale
– dem Filmland Italien gewidmet ist.
Zurück zu den Wurzeln – Bestseller-Autor David Safier auf Spurensuche
in Wien
Er schickte Angela Merkel auf Mörderjagd, verwandelte eine
Liebeskranke plötzlich in Shakespeare oder verpasste einer
knallharten Politmoderatorin ein ziemlich mieses Karma – der deutsche
Bestsellerautor David Safier zählt mit seinem unverwechselbaren
Humor, pointierter Scharfzüngigkeit, atemberaubendem Erzähltempo und
originellen Geschichten zu den meistverkaufenden Bestsellerautoren
Deutschlands. Literarisch katapultierte sich der gebürtige Bremer,
der nach seiner Journalistenausbildung als Redakteur beim deutschen
Fernsehen u. a. erfolgreich Drehbücher entwickelte, schon mit seinem
ersten Roman „Mieses Karma“ 2007 in die Liga der Millionenauflagen.
Seine Bücher sind großes Kino: schräge Komödien mit einem
treffsicheren Mix aus Alltagsbeobachtungen und klug kalkulierten
Fiktionselementen. Stoffe, die daher nicht selten auf der Leinwand
landen. Für sein neues demnächst erscheinendes Buchprojekt begibt er
sich auf Spurensuche nach den eigenen Wurzeln. „Solange wir leben“
heißt sein jüngster Wurf, in dem er die dramatische Lebensgeschichte
seiner Eltern aufgeschrieben hat. Im Wien der späten 1930er Jahre
nimmt sie ihren Anfang, führt durch die Gefängnisse der Gestapo bis
nach Palästina, wo sein Vater Joschi als Barmann und Spion arbeitet
und irgendwann auf seine Mutter Waltraud trifft. Eltern, die die
Kriegszeit, den Antisemitismus, die Trümmerjahre und das
Wirtschaftswunder hautnah erlebt haben. Der „kulturMontag“ trifft
David Safier in Wien und begleitet ihn auf seiner Spurensuche.
Alles auf Anfang? Zum 75-Jahr-Jubiläum Israels
Seit seiner Gründung vor 75 Jahren durch David Ben-Gurion war der
Staat Israel eine liberale Demokratie mit einer lebhaften Kultur des
Widerspruchs. Und die zeigt sich jetzt in ihrer ganzen Vielfalt. Seit
Monaten geht Israels Volk auf die Barrikaden, ein ganzes Land ist im
Ausnahmezustand: Zehntausende protestieren gegen die drohende
umstrittene Justizreform, die der rechten Regierung unter Benjamin
Netanjahu absolute Macht verschaffen soll. Kritiker sehen dadurch die
Gewaltenteilung in Gefahr und warnen, dass sich Israel in eine
Diktatur verwandeln könnte. Die Regierung argumentiert dagegen, das
Höchste Gericht übe derzeit zu viel politischen Einfluss aus. Laut
Umfragen sind mehr als 60 Prozent der Bürger/innen gegen die Reform,
jedoch spalten die Entwicklungen die Gesellschaft zunehmend. Wie
beurteilen Kulturschaffende des Landes die Situation, gerade in einem
Jahr, in dem man stolz auf die Gründung Israels sein will? Wie
vielfältig, kontrastreich und divers der Staat ist, weiß Tom Segev,
der einer der besten Kenner des Landes ist. Der renommierte
Historiker ist mit Büchern wie „Die siebte Million“, „Es war einmal
ein Palästina“ oder „Simon Wiesenthal“ international bekannt
geworden. In seinem neuen, sehr persönlichen Werk „Jerusalem Ecke
Berlin“ beleuchtet er seine Geschichte – und damit auch die
Geschichte seiner Heimat. Anlässlich des Jüdischen Filmfestivals
Wien, das er am 19. April eröffnet wird, ist Tom Segev live zu Gast
im „kulturMontag“.
Eine Wiener Original – Stefanie Sargnagel in der Serie „Archive des
Schreibens“
Bekannt wurde sie in den sozialen Medien durch dosenbiergetränkte
Anekdoten aus dem Callcenter und dem Wiener Nachtleben. Stefanie
Sargnagel, die mit bürgerlichem Namen Sprengnagel heißt, ist ein
Wiener Original, das es mit dem Bürgerlichen nicht so hat.
Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek lobt die von manchen
Medien als „Anarchopoetin“ Bezeichnete als neue wichtige Stimme in
der heimischen Literatur, während sie mit ihren frechen Posts schon
ordentliche politische Shitstorms auslöste. Stefanie Sargnagel ist
mittlerweile 37 Jahre alt und als Autorin wie Cartoonistin
erfolgreich sowie längst im klassischen Literaturbetrieb angekommen.
2020 erschien ihr autofiktionaler Debütroman „Dicht – Aufzeichnungen
einer Tagediebin“. Mit der Ode an die Outsider, in der sie sich kein
Blatt vor den Mund nimmt, katapultierte sie sich gleich auf Platz 2
der Bestsellerliste des österreichischen Buchhandels. Einen Namen
machte sich Sargnagel schon vor ihrem Erstlingsroman, sie
veröffentlichte Texte und Cartoons in heimischen und internationalen
Zeitungen. 2016 wurde sie zu den Deutschsprachigen Tagen der
Literatur, dem international bekannten Bachmann-Wettbewerb,
eingeladen und prompt mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Sargnagel
ist auch Mitglied der Burschenschaft Hysteria, einer feministischen
Gruppe, die Studentenverbindungen humorvoll aufs Korn nimmt. Bevor
sich die Wienerin Ende April auf den Weg zur Leipziger Buchmesse
macht, deren Gastlandauftritt heuer Österreich absolviert, steht sie
dem „kulturMontag“ für die Serie „Archive des Schreibens“ noch
ausführlich Rede und Antwort.
Dokumentation „CineKino – Italien“ (23.30 Uhr)
Europäisches Kino, das sind mehr als 125 Jahre Filmgeschichte und
mehr als 1.000 neue Produktionen jährlich: Die von Matthias Luthardt
und Laurent Heynemann gestaltete Dokureihe „CineKino“ präsentiert
Höhepunkte, Schlüsselszenen und filmische Kostbarkeiten aus zehn
Ländern. Zahlreiche Filmausschnitte, Interviews mit Filmschaffenden
über ihre Favoriten und Archivmaterial verschaffen einen lebendigen
Eindruck der Besonderheiten des jeweiligen Filmlandes. Diese Ausgabe
beleuchtet das italienische Kino, das fast so alt ist wie das Kino
selbst und mit seinen Stars – wie Claudia Cardinale, die am 15. April
ihren 85. Geburtstag feiert – und herausragenden Filmen
jahrzehntelang das internationale Filmschaffen beflügelte. In zehn
Schlaglichtern lässt die Doku wichtige Momente der italienischen
Filmgeschichte Revue passieren: Von der Geburtsstunde des
Italo-Westerns mit Sergio Leones „Für eine Handvoll Dollar“ über
Italiens ersten Kinofilm „La presa di Roma“ bis zum politisch
engagierten Kino des Roberto Rossellini.
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