- 07.04.2023, 10:44:37
- /
- OTS0034
„Gefiederte Nachbarn“: „Universum“ dokumentiert „die bunte Welt der Gartenvögel“ – am 11. April um 20.15 Uhr in ORF 2
Wien (OTS) - In der Natur spielen sich die aufregendsten Geschichten
manchmal unmittelbar vor des Menschen Augen ab – und doch bleiben sie
verborgen. „Universum“ zeigt ein solch verborgenes Naturjuwel:
„Gefiederte Nachbarn – Die bunte Welt der Gartenvögel“ ist das
erstaunliche Porträt eines heimischen Gartens und seiner tierischen
Bewohner. Diese aufwendig produzierte Dokumentation von Mario Kreuzer
und Leander Khil zeigt am Dienstag, dem 11. April 2023, um 20.15 Uhr
in ORF 2 die ausgeklügelten Verhaltensweisen von Gartenvögeln, deren
perfekte Anpassungsfähigkeit und den täglichen Überlebenskampf.
Das Kamerateam rund um die Filmemacher Mario Kreuzer und Leander Khil
konnte bislang unbekannte Verhaltensweisen von Gartenvögeln
dokumentieren. Mit einer Spezialkonstruktion ist es gelungen, die
Brut des Mauerseglers aus der Nähe mit der Kamera zu verfolgen.
Abgesehen davon wurde für die „Universum“-Produktion modernste
Technik eingesetzt: Neben Kameras mit 5K-Auflösung und hochwertigen
Kamera-Drohnen wurden stark vergrößernde Teleskop-Objektive benutzt.
Diese erlauben detaillierte Nahaufnahmen, selbst von kleinsten
Vogelarten.
Im Fokus stehen etwa der kleinste Vogel Europas, das
Wintergoldhähnchen, der Vogel mit der größten Beißkraft der Welt, der
Kernbeißer, oder der wendigste aller Jäger, der Sperber. Zum ersten
Mal überhaupt konnten die Naturfilmer dokumentieren, wie eine
Kohlmeise eine nahe verwandte Vogelart frisst. Etwa zwei Jahre lang
hat das Kamerateam gedreht – das Resultat sind spektakuläre und teils
überraschende Aufnahmen.
Schauplatz des Naturfilms ist ein großzügiger Garten am Stadtrand von
Klagenfurt. Rund 70 Vogelarten können in vergleichbaren Gärten im
Lauf des Jahres vorkommen. Der Winter stellt die Vögel vor zahlreiche
Herausforderungen. Ihr hoher Stoffwechsel zwingt sie, ständig Nahrung
aufzunehmen. Aber das im Garten für die Vögel angebrachte Futterhaus
ist nicht sicher: Der Sperber besucht den Garten, um Jagd auf sie zu
machen. Und wenn der Nahrungsmangel die kleineren Vögel an ihre
körperlichen Grenzen bringt, wird sogar einer der Singvögel zum
fleischfressenden Räuber.
Im Frühling finden sich die Paare zusammen und ziehen ferner ihren
Nachwuchs groß. Die Rotkehlchen haben einen schweren Start in die
Brutsaison. Die Hauskatze stellt sich ihrem Liebesglück in den Weg.
Und auch die Feldsperlinge haben mit dem gefährlichsten Räuber im
Garten zu kämpfen. Aber das Paar lässt nicht locker und bringt dem
Katzenterror zum Trotz doch noch eine Brut zum Ausfliegen. Und auch
andere Jäger nutzen das Angebot an Eiern und Küken – sogar eine
Äskulapnatter macht sich in den Bäumen auf die Suche nach
Vogelnestern.
Selbst den erfahrenen Ornithologen Leander Khil hat das – während der
Dreharbeiten – beobachtete tierische Verhalten überrascht: „Als das
Buchfinken-Weibchen sein Nest fertig gebaut hatte, verschlechterte
sich das Wetter. Das Nest war exponiert und dem Regen ausgesetzt. Das
Weibchen beschloss kurzerhand, das ganze Nest wieder abzutragen und
an einer überdachten Stelle wiederaufzubauen. Das habe ich noch nie
beobachtet.“
Im Sommer verlassen viele Jungvögel fast zeitgleich ihre Nester. Die
unerfahrenen Jungen sind speziell in den ersten Tagen leichte Beute
für andere Arten. Um die Sommerhitze zu überstehen, weichen Vögel in
nahegelegene Parks aus. Manche nutzen den sprudelnden Trinkbrunnen
auch für ein ausgiebiges Bad und vergessen dabei völlig auf die
Gefahren um sich herum – etwa den Sperber, den wendigsten aller
Vogeljäger.
„Gefiederte Nachbarn – Die bunte Welt der Gartenvögel“ entstand als
Koproduktion von ORF und PKM Film in Zusammenarbeit mit ORF
Enterprise, gefördert von der Carinthian Filmcommission.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRF