• 06.04.2023, 11:54:34
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Rotes Kreuz zum Weltgesundheitstag: Alle Menschen haben das Recht auf Gesundheitsversorgung und ausreichend Nahrung!

Lage am Horn von Afrika fordert Menschenleben. Allein in Äthiopien aktuell 12 Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen, hungernde Kinder leiden ihr Leben lang.

Wien (OTS) - 

Weltweit leiden über 800 Millionen Menschen an Hunger, betroffen sind vor allem Kinder. Schwäche, Unterentwicklung, Mangelerscheinungen und im schlimmsten Fall der Tod sind die dramatischen Folgen von Unterernährung. In der Liste der 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen liegt „Kein Hunger“ direkt nach „Keine Armut“ auf Platz zwei und lautet: Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern. An dritter Stelle folgt das Ziel „Gesundheit und Wohlergehen“, um ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters zu gewährleisten. Zum Weltgesundheitstag macht das Rote Kreuz erneut auf die sich immer weiter verschärfende Nahrungsmittelsituation am Horn von Afrika und ihre Folgen für die Gesundheit der Menschen aufmerksam.

„Mittlerweile befindet sich die Region in der sechsten Regensaison in Folge, in der es nicht regnet. Felder können nicht bewirtschaftet, Nutztiere nicht ernährt werden. Dadurch verlieren die Menschen Einkommensquellen und können sich und ihre Familie nicht mehr ernähren. Südlich der Sahara sind bereits über 146 Millionen Menschen von Hunger betroffen, am Horn von Afrika sind es über 50 Millionen Menschen. Sie sind dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen“, so Gerald Schöpfer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes.
Die Lage am Horn von Afrika ist schon seit Jahren dramatisch, doch die Hungerkrise spitzt sich durch vielschichtige und sich gegenseitig verstärkende Belastungen auf das Nahrungsmittelsystem immer weiter zu. Zu den maßgeblichen globalen Treibern gehört an erster Stelle die Klimakrise, deren wetterbedingte Gefahren immer weitreichender für Menschen und Natur werden.
Hohe Arbeitslosigkeit, erhöhte Lebenserhaltungs- sowie Transportkosten sind nur einige sekundäre Folgen, welche die Covid-19-Pandemie in den Ländern nach sich zieht. Seit dem Jahr 2022 verschärfen die Auswirkungen des Konflikts in der Ukraine die Hungerkrise am Horn von Afrika zusätzlich, da Getreide- und Düngerlieferungen aus der Ukraine und Russland ausblieben. Hinzu kommen die lokalen Treiber wie Armut, fehlende Möglichkeit auf politische und soziale Teilhabe, Konflikte und Unruhen sowie immer wiederkehrende Dürren oder Überschwemmungen als größte Gefahr für die lokale Landwirtschaft.  

Lebenslange Folgeschäden aufgrund von Hunger
„Der Großteil der Menschen am Horn von Afrika leidet an chronischem Hunger. Das bedeutet, dass die Menschen dauerhaft unterernährt sind. Für Kinder ist dies besonders dramatisch, da sie sich oft nicht normal entwickeln können und an lebenslangen Folgeschäden leiden. Die Lebenserwartung von Kindern, die jetzt in den betroffenen Regionen zur Welt kommen, ist um Jahrzehnte geringer als bei Kindern, die in Zentraleuropa geboren werden“, erklärt Primaria Dr. Katharina Pils, Chefärztin beim Österreichischen Roten Kreuz. Durch den schlechten Allgemeinzustand der Kinder können andere Krankheiten wie Covid-19, HIV, Cholera oder Masern fatale Folgen haben. Hinzu kommt, dass viele Familien kaum Zugang zu medizinischer Versorgung haben.  

Hilfe in Äthiopien
Das Österreichische Rote Kreuz ist bereits seit vielen Jahren am Horn von Afrika tätig, vorrangig in Äthiopien. Im Land sind beinahe 12 Millionen Menschen in den von der Dürre betroffenen Gebieten auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Verglichen mit Anfang 2022 entspricht das einem Anstieg von 59 Prozent. Darüber hinaus benötigen 3,8 Millionen Frauen und Kinder in diesen Gebieten Unterstützung bei der Vorbeugung und Behandlung von Unterernährung. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Äthiopischen Roten Kreuz konnten einige der am schwersten zu erreichenden Gemeinschaften unterstützt werden. Beispielsweise mit Bargeldhilfen, Hilfsgüter- und Medikamentenverteilungen, Aufbau und Instandhaltung von Wasserversorgungsstellen sowie Wiederaufbau- und Klimaanpassungsmaßnahmen.  

So können Sie helfen:
Spenden unter: www.jetzt-helfen.at/projekt/hungerkrise-ostafrika/

Weltgesundheitstag
Der Weltgesundheitstag findet jährlich am 7. April, dem Gründungstag der Weltgesundheitsorganisation, im Jahr 1948, statt und macht jeweils auf ein bestimmtes Gesundheitsthema aufmerksam, welches alle Menschen weltweit gleichermaßen betrifft.  

Fotos: Link

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Österreichisches Rotes Kreuz
Mag. Antonia Filka
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