- 30.03.2023, 12:47:21
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Bundesminister Polaschek gratuliert vier Spitzenforscherinnen und Spitzenforschern zu ERC Advanced Grants
Wien (OTS) - Der Europäische Forschungsrat (European Research Council
– ERC) hat bekannt gegeben, dass in der Advanced-Grant-Ausschreibung
2022 insgesamt 218 Projekte in 20 Staaten in Europa gefördert werden.
Mit den themenoffenen Advanced Grants fördert der ERC etablierte
Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher, um ambitionierte und
potentiell bahnbrechende Forschungsvorhaben verfolgen zu können. Vier
dieser prestigeträchtigen Auszeichnungen mit einem Fördervolumen von
je rund 2,5 Millionen Euro gehen an Forschende an österreichischen
Wissenschafts-Institutionen. Der Bundesminister für Bildung,
Wissenschaft und Forschung Martin Polaschek gratuliert den
erfolgreichen Antragsstellerinnen und Antragsstellern zu diesem
großartigen Erfolg.
Für Elly Tanaka von vom Forschungsinstitut für molekulare Pathologie
(IMP) handelt es sich bei der heurigen Auszeichnung bereits um den
dritten ERC Advanced Grant. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich
mit Axolotln, die die bemerkenswerte Fähigkeit besitzen, ihre
Gliedmaßen und Organe wiederherzustellen. Anhand dieser hochgradig
regenerativen Organismen erforscht Elly Tanaka die Regeneration von
Neuronen sowie Arten der Plastizität und ihre Grenzen.
Auch der Quantenphysiker Jörg Schmiedmayer von der Technischen
Universität Wien ist bereits ein Mehrfach-ERC-Grantee, er hatte 2012
seinen ersten ERC Advanced Grant eingeworben. In seinem zweiten
ERC-Forschungsprojekt geht es um Emergenz in der Quantenphysik, also
die Frage, wie eine scheinbar unbegrenzte Vielfalt aus einer kleinen
Anzahl einfacher Bestandteile entstanden ist. Das Hauptanliegen ist
die experimentelle Untersuchung der Emergenz in der Quantenwelt in
allen Einzelheiten, von der mikroskopischen Physik der elementaren
(atomaren) Bestandteile bis hin zu einer Hierarchie wirksamer Modelle
im Großen.
Ein weiterer ERC Advanced Grant geht heuer an den
Experimentalphysiker Leonard Grill von der Universität Graz. Er
untersucht, wie sich einzelne Moleküle auf einer Oberfläche bewegen
lassen. Die Erkenntnisse aus seinem Forschungsvorhaben könnten
beispielsweise dazu beitragen, winzige Elektronik-Bausteine oder
molekulare Maschinen zu entwickeln.
Der vierte ERC Advanced Grant geht an die Kultur- und
Sozialanthropologin Manuela Ciotti von der Universität Wien, die zum
Thema Anthropologie der Zukunft arbeiten wird. Ihr konkretes
Forschungsfeld wird dabei die Welt der Kunst sein, ein Bereich, der
sich durch ein hohes Maß an Experimentierfreudigkeit,
Zukunftsorientierung und Risikobereitschaft auszeichnet und während
der Pandemie schnell innovative digitale Lösungen entwickeln musste,
um physische Veranstaltungen zu ersetzen. Der Fokus ihrer Arbeit wird
auf dem neuen, vollständig integrierten physischen und digitalen
System der Kunstwelt nach der Pandemie liegen, wobei sie sich
insbesondere mit den Entwicklungen im globalen Süden beschäftigen
wird, am Beispiel Indien und Pakistan.
Insgesamt wurden in dieser Ausschreibungsrunde 1650 Anträge vom ERC
begutachtet, davon werden nun 13,2% mit einem Budget von insgesamt
544 Mio. Euro gefördert. 23% der geförderten Projekte wurden dieses
Mal von Frauen eingereicht. Dies entspricht der höchsten bisherigen
Frauenquote bei einer Advanced-Grant-Ausschreibung.
Bei Interesse an den verschiedenen Ausschreibungen des ERC bietet die
FFG als Nationale Kontaktstelle (National Contact Point, NCP) ein
breites Unterstützungsangebot, das neben Informationsveranstaltungen
und Trainings zur Antragstellung auch Feedback zu Projektanträgen und
Interview-Trainings umfasst. Horizon Europe:
https://www.ffg.at/europa/heu/erc
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