- 08.03.2023, 09:38:52
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BM Polaschek zum Internationalen Frauentag: Gleichstellungsagenda nicht nur am 8. März in den Vordergrund rücken
Mit Maßnahmen entlang der gesamten Bildungskette – vom Kindergarten bis hin zum Spitzenforschungsbereich – verfolgt das BMBWF die Gleichstellungsthematik seit Jahren proaktiv.
Utl.: Mit Maßnahmen entlang der gesamten Bildungskette – vom
Kindergarten bis hin zum Spitzenforschungsbereich – verfolgt
das BMBWF die Gleichstellungsthematik seit Jahren proaktiv. =
Wien (OTS) - Im Bildungsbereich liegt der Fokus der Aktivitäten auf
der Umsetzung des BMBWF-Grundsatzerlasses „Reflexive
Geschlechterpädagogik und Gleichstellung“. Mit klaren Zielsetzungen
wie dem Abbau von Vorurteilen und geschlechterstereotypen
Zuweisungen, der Auseinandersetzung mit Rollennormierungen und
geschlechterbezogenen Ungleichbehandlungen (z.B. Sexismus in der
Werbung) und der Aktivierung vorhandener Potentiale bei allen
Schülerinnen und Schülern gleichermaßen. Dazu Bundesminister Martin
Polaschek: „Geschlechterstereotypen prägen Selbstkonzepte und damit
auch die Ausbildungs- und Berufsorientierungen von Mädchen und Buben.
Um globale Herausforderungen der Gegenwart wie Digitalisierung,
Fachkräftemangel im MINT- und CARE-Bereich oder etwa den Klimawandel
aufzugreifen, ist es für uns zentral, Geschlechterstereotype
abzubauen und die vorhandenen Potenziale bei Mädchen und Buben
breiter zu aktivieren. Nur so können wir auf eine echte
Gleichstellung hinwirken.“
Die konkrete Umsetzung des Grundsatzerlasses erfolgt unter enger
Einbeziehung der Bildungsdirektionen und Pädagogischen Hochschulen
direkt in den Schulen, bspw. durch Gender- und
Diversitätskompetenzaufbau bei den Schulleitungen und Pädagoginnen
und Pädagogen, durch eigens entwickelte Lehrgänge und
Schulungsformate, aber auch durch die Integration der
Gleichstellungsthematik in die neuen Lehrpläne und ins
Schulqualitätsmanagement.
Sichtbarkeit und Bewusstsein schaffen – nicht nur am 8. März
Ein zentrales Anliegen für den Bundesminister ist auch die
Sichtbarmachung der Gleichstellungsthematik. Dahingehend setzt das
BMBWF eine Reihe an Initiativen wie beispielsweise den Tag der
Geschlechterforschung, der heuer für den 5. Dezember geplant ist und
an dem sich letztes Jahr knapp 50 Hochschulen beteiligten. Höhepunkt
der BMBWF-Aktivitäten ist dabei die Verleihung der
Gabriele-Possanner-Preise für herausragende Leistungen auf dem Gebiet
der Geschlechterforschung. Dabei werden neben einem Staatspreis,
einem Würdigungspreis und zwei Förderungspreisen im
Wissenschaftsbereich auch die possanner@school-Preise für
buchstäblich ausgezeichnete VWA- und Diplomarbeiten verliehen.
Außerdem verleiht das BMBWF seit 2016 alle zwei Jahre auch den
Diversitätsmanagement-Preis Diversitas und stiftet zudem einen der
von Frauenministerin Susanne Raab ausgeschriebenen Frauenpreise in
der Kategorie „Gesellschaft, Bildung und Arbeitswelt“.
Noch genügend Themen auf der Agenda
Eine weitere Initiative des Ressorts ist die Initiierung und
Förderung eines Gleichstellungsdialogs. Diesbezüglich wird aktuell
die Publikation „Von der Geschlechterpolitik zur
diversitätsorientierten Gleichstellungspolitik im österreichischen
Hochschul- und Forschungsraum“ finalisiert. Darin werden in knapp 40
Beiträgen ausgewählte Konzepte und Entwicklungen der
Gleichstellungspolitik des BMBWF seit dem Jahr 2000 durch
Textbeiträge relevanter Akteurinnen und Akteure dokumentiert und
reflektiert. Ziel ist es, so das bestehende Wissen zu sichern und für
aktuelle und künftige Politikgestaltung heranzuziehen.
Die proaktive Auseinandersetzung des BMBWF mit dem Thema
Gleichstellung wird aufgrund der Vielfältigkeit des Themenbereichs
auch in Zukunft relevant bleiben, wie Bundesminister Polaschek
abschließend betont: „Ja, es konnte Vieles erreicht werden, aber es
gibt auch Themen wie Vereinbarkeit, Vielfalt an wissenschaftlichen
Karrierewegen oder auch geschlechterspezifische Gewalt, um nur einige
wenige exemplarisch zu nennen, die wir weiterhin auf der Agenda haben
und konsequent verfolgen werden. Und das nicht nur am 8.März!“
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