• 08.03.2023, 09:31:37
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  • OTS0052

Wiener Bauernbund: Wiener Landwirtschaft wird weiblicher: Schon 50 Prozent Betriebsführerinnen

Weibliche Betriebsführerinnen: Durchschnitt EU 28%, Durchschnitt Österreich 33%

Utl.: Weibliche Betriebsführerinnen: Durchschnitt EU 28%,
Durchschnitt Österreich 33% =

Wien (OTS) - Die Wiener Landwirtschaft wird immer weiblicher. Der
Anteil der Frauen als Betriebsführerinnen hat in der Wiener
Stadtlandwirtschaft in den letzten zehn Jahren stetig zugenommen und
liegt bereits bei 50 Prozent. In der Altersgruppe zwischen 25 und 35
Jahren erreicht er sogar zwei Drittel. Nimmt man den EU-Durchschnitt
als Vergleich, zeigt sich, wie weiblich Wiens mehr als 600
Gartenbau-, Weinbau-, Ackerbau-, Gemüse-, Obst- und
Zierpflanzenbau-Betriebe bereits geworden sind. Im EU-Schnitt liegt
nämlich der Anteil weiblicher Betriebsführerinnen bei 28 Prozent, im
Durchschnitt aller österreichischen Bundesländer bei 33 Prozent.

„Einen Ackerbau-, einen Gartenbau- oder einen Weinbaubetrieb zu
führen, ist seit jeher eine gemeinsame Aufgabe einer ganzen
Bauernfamilie, bei der die Bäuerinnen schon immer eine bedeutende
Rolle eingenommen haben. Erfreulicherweise übernehmen bei uns in Wien
nun immer mehr Bäuerinnen, Gärtnerinnen oder Winzerinnen auch
Führungsaufgaben in den Betrieben und machen dadurch die Betriebe
krisenfester. Denn Frauen und Männer haben unterschiedliche
Perspektiven und Herangehensweisen, wie man einen Betrieb führt.
Gerade diese Vielfalt führt zu innovativen und kreativen Prozessen
und stärkt die bäuerlichen Unternehmen. Und angesichts der
riesengroßen Herausforderungen, vor der unsere Wiener
Stadtlandwirtschaft steht, brauchen wir erfolgreiche, starke,
krisensichere Ackerbau-, Gartenbau- und Weinbaubetriebe, die
tagtäglich die Bundeshauptstadt mit einer breiten Vielfalt regionaler
Spezialitäten versorgen können“ freut sich Norbert Walter,
Spitzenkandidat des Wiener Bauernbundes für die Wiener LK-Wahl, die
am 19. März stattfinden wird.

Große Herausforderungen: Energie, Preise, Verwaltung

„Unsere Betriebe brauchen Sicherheit. Sicherheit in Energiefragen,
Sicherheit über die künftigen Rahmenbedingungen beim Pflanzenschutz
und bei den Düngemitteln und Sicherheit, in Zukunft mit weniger und
nicht mit mehr Verwaltungsaufwand konfrontiert zu sein“, fasste
Walter die Forderungen des Wiener Bauernbundes kurz zusammen.

Energiekostenzuschuss, Fernwärme-Verträge, Geothermie

„Bund und Land Wien haben uns, als die Preise für Energie förmlich
explodiert sind, dankenswerterweise rasch und umfassend unterstützt.
Doch die Krise ist noch nicht vorbei und wir erwarten uns daher
weitere Hilfen. Wir brauchen eine Neuauflage des
Energiekostenzuschusses und wirtschaftlich tragbare verlängerte
Verträge für die Fernwärme von der Stadt Wien. Und damit wir in
Zukunft von importierter Energie unabhängiger werden, muss Wien den
Ausbau der Geothermie noch rascher vorantreiben“, so der
Bauernbund-Spitzenkandidat Walter.

Pflanzenschutz und Dünger: Reduktion mit Augenmaß

„Die auf EU-Ebene diskutierte radikale Einschränkung bei
Pflanzenschutz- und Düngemitteln macht unseren Betrieben
Kopfzerbrechen. Niemand verschließt sich Reduktionen, doch die müssen
mit Augenmaß erfolgen. Keine Betriebsführerin und kein Betriebsführer
setzen diese kostenintensiven Mittel aus Jux und Tollerei ein. Unsere
Mitglieder arbeiten alle nach dem Motto: So wenig wie möglich, aber
so viel wie nötig“, stellte Walter weiter fest.

Dringende Forderung: Verwaltung reduzieren

„Eine weitere Forderung betrifft den immer weiter wuchernden
Verwaltungsaufwand. Hier sollte auch die Digitalisierung mithelfen,
die mehr als 600 Gartenbau-, Weinbau-, Ackerbau-, Gemüse-, Obst- und
Zierpflanzenbau-Betriebe von unzeitgemäßer Bürokratie zu entlasten“,
fordert Walter von allen verantwortlichen Stellen auf EU-, Bundes-
und Landesebene eine spürbare Reduktion des Verwaltungsaufwandes.

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