• 03.03.2023, 08:00:04
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Teuerung stellt Österreichs Studierende vor Herausforderung

Zwei Drittel der österreichischen Studierenden leben unter der Armutsgefährdungsgrenze. Inflation und steigende Preise treiben die Verarmung der Hochschüler_innen weiter voran.

Wien (OTS) - 

Mit 1. März 2023 haben sich die Hörsäle wieder gefüllt. Doch viele Studierende in Österreich blicken dem kommenden Sommersemester mit Sorge entgegen. 
Durch die von Krisen durchzogene Zeit leiden Hochschüler_innen nicht lediglich unter psychischer Belastung. Die stetig steigende Inflation drängt viele Studierende an die Armutsgrenze.
Unleistbares Wohnen und Wocheneinkäufe, bei denen an Kassen gezittert wird – zum Semesterstart kommen dann noch Ausgaben wie Prüfungsrelevante Literatur hinzu, die aus eigener Tasche gezahlt werden müssen.

"Wieder einmal starten wir ins neue Semester ohne Lösungen für Krisen. Die Inflation steigt und so auch die psychische Belastung", so Toma Khandour (VSStÖ) aus dem Vorsitzteam.

Für viele Studierende bedeutet dies trotz Vollzeitstudium nebenbei Arbeiten müssen. „Nebenbei“ bedeutet in diesem Fall jedoch im Schnitt ca. eine 20 Wochenstunden. Dass unter dieser für viele notwendigen Erwerbstätigkeit das Studium leidet, ist abzusehen. Doch auch trotz Arbeit leben viele Studierende in prekären Situationen. 
Um Studierende zu entlasten, gibt es an der ÖH Uni Wien den Sozialtopf. Auf Antrag kann die Hochschüler_innenschaft Finanzielle Entlastung durch eine Einmalzahlung von bis zu 750€ bereitstellen.

"Diese 750 Euro sind aber nur eine Notlösung, da auch eine linke ÖH einen solidarischen Staat nicht ersetzen kann. Es ist auch unsere Aufgabe hier Druck auszuüben!", so Fridolin Tagwerker (KSV-LiLi) aus dem Vorsitzteam.

Im Juni 2022 gab es ebenso das Angebot des Psychotherapietopfes der ÖH Uni Wien, der Studierende mit ihren Therapiekosten finanziell unterstützte. Dennoch ist diese Leistung der ÖH nur Symptombekämpfung eines Problems, das größerer Handlungen bedarf. Es kann nicht sein, dass eine der wenigen Möglichkeiten für Studierende direkte finanzielle Unterstützung zu bekommen durch eine Einmalzahlung der ÖH Uni Wien erfolgt. Insbesondere Drittstaatsstudierende sind oft abhängig von der Förderung durch den Sozialtopf um sich den Studienbeitrag leisten zu können. Die ÖH Uni Wien leistet ihren Beitrag in der Krise, jedoch wo bleibt die Regierung?

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+43 (0) 676 90 25 332
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