• 01.03.2023, 10:15:38
  • /
  • OTS0084

Arbeitslosigkeit in Niederösterreich verzeichnet seit 24 Monaten einen Rückgang in Folge

LR Eichtinger/AMS NÖ-Vizechefin Kern: Arbeitslosigkeit von Frauen mehr als doppelt so stark rückläufig

Utl.: LR Eichtinger/AMS NÖ-Vizechefin Kern: Arbeitslosigkeit von
Frauen mehr als doppelt so stark rückläufig =

St. Pölten (OTS/NLK) - Die Arbeitslosigkeit in Niederösterreich geht
nun bereits seit 24 Monaten in Folge zurück. Ende Februar 2023 sind
47.053 Personen beim AMS in Niederösterreich arbeitslos vorgemerkt.
Um 2.969 oder 5,9% weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Das
ist österreichweit der stärkste relative Rückgang (Österreich:
-2,9%). Inklusive Schulungsteilnehmer und Schulungsteilnehmerinnen
befanden sich 56.507 Personen in Niederösterreich auf Jobsuche (-5,0%
gegenüber dem Vorjahr).

Der Bestand an unselbständig Beschäftigten in Niederösterreich bleibt
auf Rekordniveau. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Wert um 1,2% auf
644.000 Personen gestiegen. Davon waren 289.000 Frauen (+1,4%) und
355.00 Männer (+1,0%).
Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 6,8% und damit um 0,5%-Punkte
unter dem Niveau des Vorjahres (Ö: 7,0%).

„Die Arbeitslosigkeit geht seit 24 Monaten zurück. Auch die
Arbeitslosigkeit von Frauen konnte im Februar mit 9,2% mehr als
doppelt so stark reduziert werden wie jene der Männer.
Überproportional ist bei den Frauen der Rückgang in der Gruppe der
50+. Das ist ein erfreuliches Zeichen nach den schwierigen
vergangenen Jahren und es zeigt auch, dass wir auf die richtigen
Maßnahmen setzen“, so Arbeitsmarkt-Landesrat Martin Eichtinger und
stellvertretende Landesgeschäftsführerin des AMS NÖ Sandra Kern.

„Insbesondere der Rückgang der Gruppe über 50 von -10,9 Prozent
zeigt, dass die gemeinsamen Maßnahmen bei den Menschen angekommen
sind. Dabei waren etwa die regionalen Jobprojekte, die wir in den
vergangenen fünf Jahren noch besser auf den Bedarf in den Regionen
zugeschnitten haben, maßgebliche Stützen für Arbeitssuchende. Der
Rückgang der Arbeitslosen über 50 in den Bezirken unterstreicht das.
Spitzenreiter ist hier Baden mit -17,2 Prozent“, erklärt Arbeitsmarkt
Landesrat Martin Eichtinger. Trotz dieser erfreulichen Entwicklung
liegt die beispielsweise Erwerbsbeteiligung der Frauen weiterhin mit
80% klar unter jener der Männer (82%).

„Solange eine Gleichstellung von Männern und Frauen am Arbeitsmarkt
nicht erreicht ist, hat das Arbeitsmarktservice das Ziel, jobsuchende
Frauen verstärkt zu unterstützen. 2023 werden wir mindestens 52% an
arbeitsmarktpolitischen Fördermitteln für Frauen aufwenden. Das sind
rund 110,83 Millionen Euro“, so AMS NÖ-Vizechefin Sandra Kern.

Sowohl Frauen (-9,2% bzw. -1.937) als auch Männer (-3,6% bzw.
-1.032), Personen im Haupterwerbsalter (-3,4% bzw. -882) und auch der
Großteil der älteren Arbeitskräfte ab 50 (-10,9% bzw. -2.197)
profitieren vom Rückgang der Arbeitslosigkeit. Bei den Jugendlichen
ging die Arbeitslosigkeit hingegen im Vergleich zum Vorjahr um 110
oder 2,7% etwas nach oben. Der Rückgang betrifft alle maßgeblichen
niederösterreichischen Branchen. Im Handel (-652) und im Bereich
Gesundheits- und Sozialwesen (-494) fällt die Arbeitslosigkeit
deutlicher geringer aus. Der drittstärkste Rückgang gegenüber Februar
2022 ergibt sich in der Warenproduktion (-368), gefolgt vom Bereich
der Gebäudebetreuung und Arbeitskräfteüberlassung (-346) sowie der
Gast- und Hotellerie Gewerbe (-258).

Das Gros der Regionen Niederösterreichs verzeichnet weiterhin einen
starken Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr.
Spitzenreiter sind die niederösterreichischen Bezirke Baden (-14,4%),
Mödling (-10,8%), Hollabrunn
(-10,6%), Bruck/Leitha (-9,5%) und Gänserndorf (-9,5%).

Aktuell sind 5.241 Personen in Niederösterreich langzeitarbeitslos
(rund 63% sind Männer). Konsequente Vermittlungsarbeit und
maßgeschneiderte Förderprogramme des AMS in Kooperation mit dem Land
und den Sozialpartnern unterstützten den Rückbau der
Langzeitarbeitslosigkeit um 44,2% (-4.156) im Vergleich zum Vorjahr.
Rund jeder zehnte Kunde oder Kundin ist allerdings mehr als ein Jahr
beim AMS NÖ arbeitslos vorgemerkt. Der Kampf gegen
Langzeitarbeitslosigkeit bleibt daher ganz oben auf der Agenda des
AMS NÖ.

Die niederösterreichischen Unternehmen suchen weiterhin nach
Arbeitskräften. Ende Februar 2023 sind mit 18.997 freien Stellen um
-2,7% und damit nur geringfügig weniger als vor einem Jahr gemeldet.
Ein so hohes Stellenangebot wie in den letzten Monaten hat es in
Niederösterreich noch nie gegeben. Im heurigen Jahr haben die
Beraterinnen und Berater des AMS NÖ den arbeitsuchenden Kundinnen und
Kunden bereits 65.460 Vermittlungsvorschläge gemacht. 14.476 freie
Stellen konnten mit einer passenden Arbeitskraft besetzt werden.
Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies ein Plus von 12,1%. Insgesamt
15.986 Jobsuchende konnten ihre Arbeitslosigkeit mit einer
Arbeitsaufnahme beenden.

Weitere Informationen: Mag. Stefan Kaiser, Pressesprecher Landesrat
Martin Eichtinger, Telefon: +43 2742-9005-13443, E-Mail:
[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NLK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel