• 28.02.2023, 10:47:50
  • /
  • OTS0058

ORF erinnert an 90. Jahrestag der Ausschaltung des Parlaments und 85. Jahrestag des „Anschlusses“

Zeitgeschichteschwerpunkt ab 3. März in ORF 2, ORF III, 3sat, Ö1 und auf ORF.at

Utl.: Zeitgeschichteschwerpunkt ab 3. März in ORF 2, ORF III, 3sat,
Ö1 und auf ORF.at =

Wien (OTS) - Dem 90. Jahrestag der Ausschaltung des Parlaments
am 4. März 1933 und dem 85. Jahrestag der Geschehnisse rund um den
„Anschluss“ im März 1938 widmet der ORF einen ausführlichen
Zeitgeschichteschwerpunkt: ORF 2 zeigt dazu u. a. die neue „Menschen
& Mächte“-Dokumentation „Weg mit der Quatschbude! – Die Ausschaltung
des Parlaments 1933“ (3. März, 22.35 Uhr), in der Georg Ransmayr
skizziert, wie sich die österreichische Gesellschaft nach diesem
„Staatsstreich auf Raten“ verändert hat und was die Zweite Republik
aus dem Untergang der Ersten Republik gelernt hat. Am 10. März
zeichnet die von Martin Thür aus dem Bundeskanzleramt präsentierte
„ZIB 2 History: Hitlers Machtübernahme – Das Ende Österreichs 1938“
(22.30 Uhr) den Weg der Machtübernahme Hitlers nach. In ORF III
stehen zwei ausführliche „zeit.geschichte“-Themenabende auf dem
Programm: Am 4. März u. a. mit Christian Hagers Neuproduktionen
„Österreichs Weg in die Kanzlerdiktatur“ (20.15 Uhr) und „Die Jahre
der Kanzlerdiktatur“ (21.05 Uhr) über den Weg Österreichs unter
Engelbert Dollfuß und Kurt Schuschnigg, am 11. März ein sechsteiliger
„zeit.geschichte“-Abend zum „Anschluss“ mit u. a. den Doku-Premieren
„Der lange Weg zum Anschluss“ (20.15 Uhr) von Birgit Mosser-Schuöcker
und „Der Prominententransport 1938 – Mythos der Lagerstraße“ von
Wolfgang Winkler und Manuel Obermeier (21.05 Uhr).

Zum 90. Jahrestag der Ausschaltung des Parlaments: Neue
„Menschen & Mächte“-Doku „Weg mit der Quatschbude!“ (3. März) und
ORF-III-„zeit.geschichte“-Themenabend am 4. März

Am 4. März 1933 kommt es bei einer Sondersitzung des Nationalrates
zur folgenschwersten Panne der österreichischen Geschichte. Eine
Stimmzettelverwechslung lähmt das Parlament und läutet das Ende der
jungen Demokratie ein. Bundeskanzler Engelbert Dollfuß nutzt die
Gelegenheit, um die von vielen diffamierte „Quatschbude“
auszuschalten und einen diktatorischen Ständestaat zu errichten. Die
neue „Menschen & Mächte“-Dokumentation „Weg mit der Quatschbude! –
Die Ausschaltung des Parlaments 1933“ von Georg Ransmayr skizziert am
Freitag, dem 3. März, um 22.35 Uhr in ORF 2, wie sich die
österreichische Gesellschaft nach diesem „Staatsstreich auf Raten“
verändert hat und was die Zweite Republik aus dem Untergang der
Ersten Republik gelernt hat. Denn eine Frage beschäftigt mittlerweile
viele im Land: Wie krisensicher ist der österreichische
Parlamentarismus in Zeiten von Corona-Krisen, Ukraine-Krieg,
Inflation und Polit-Populismus?

Sie beginnt als Demokratie und endet in einer Diktatur. Die Erste
Republik hält sich lediglich 15 Jahre lang und ist geprägt von
tiefgreifenden Konflikten zwischen den verschiedenen politischen
Lagern. Zum Auftakt des ORF-III-„zeit.geschichte“-Themenabends am
Samstag, dem 4. März, zeigt die Neuproduktion „Österreichs Weg in die
Kanzlerdiktatur“ (20.15 Uhr) von Christian Hager die Konfliktlinien
zwischen den beiden staatstragenden Parteien dieser Zeit auf – den
Christlichsozialen auf der einen und den Sozialdemokraten auf der
anderen Seite. Diese führen zu einer zunehmenden Radikalisierung und
zur Gründung von paramilitärischen Einheiten. Im Februar 1934 gipfelt
die Eskalation in einem blutigen Bürgerkrieg mit Hunderten Toten und
Verletzten. Mit der Verfassung vom 1. Mai 1934 wird der faschistische
Ständestaat festgeschrieben. Mithilfe von seltenem Archivmaterial
werden die Hintergründe dieser verhängnisvollen Entwicklung
dokumentiert. Anschließend folgt Christian Hagers Neuproduktion „Die
Jahre der Kanzlerdiktatur“ (21.05 Uhr) über den Weg Österreichs unter
Dollfuß und Schuschnigg. Auf dem Programm stehen weiters die
Dokumentationen „Der blutige Februar 1934 – Bürgerkrieg in
Österreich“ (21.55 Uhr) von Andreas Novak und „Engelbert Dollfuß –
Diktator im Kanzleramt“ (22.50 Uhr) von Georg Ransmayr.

85. Jahrestag des „Anschlusses“ in ORF 2 mit u. a. „ZIB 2 History“
aus dem Bundeskanzleramt

Am 12. März 1938 marschiert die Wehrmacht in Österreich ein, Adolf
Hitler übernimmt die Macht und gliedert seit Heimatland in das
nationalsozialistische Reich ein. Eine von Martin Thür präsentierte
„ZIB 2 History: Hitlers Machtübernahme – Das Ende Österreichs 1938“
aus dem Bundeskanzleramt zeichnet am Freitag, dem 10. März, um 22.35
Uhr in ORF 2 den Weg der Machtübernahme Hitlers nach und bespricht
mit der Historikerin Heidemarie Uhl von der Österreichischen Akademie
der Wissenschaften, warum die Machtübernahme ohne großen Widerstand
über die Bühne gegangen ist. Mit dem Präsidenten der Israelitischen
Kultusgemeinde, Oskar Deutsch, beleuchtet die „ZIB 2 History“ den
immer noch vorherrschenden Antisemitismus in Österreich und geht
gemeinsam mit Überlebenden sowie Zeitzeuginnen und Zeitzeugen der
Frage nach, wie eine Erinnerungskultur funktionieren kann, wenn es
niemanden mehr gibt, der die Zeit miterlebt hat. Danach beschreibt
eine „Universum History“-Dokumentation von Robert Gokl den „Alltag
unterm Hakenkreuz“ (23.05 Uhr, ORF 2). Um 23.55 Uhr folgt Wolfgang
Glücks vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierter
Spielfilm „38 – Auch das war Wien“ nach dem Roman „Auch das war Wien“
von Friedrich Torberg mit u. a. Sunnyi Melles und Tobias Engel. Am
Sonntag, dem 12. März, zeigt ORF 2 das „Menschen & Mächte“-Porträt
„Kurt Schuschnigg, katholisch, diktatorisch, amerikanisch.“ (23 05
Uhr) von Andreas Novak und Gregor Stuhlpfarrer.

ORF-III-„zeit.geschichte“-Abend zum 85. Jahrestag der Geschehnisse
rund um den ‚Anschluss‘

ORF III präsentiert im Rahmen eines sechsteiligen
„zeit.geschichte“-Abends am Samstag, dem 11. März, die Neuproduktion
„Der lange Weg zum Anschluss“ (20.15 Uhr). Die Doku von Birgit
Mosser-Schuöcker zeigt, dass die sogenannte Anschlussbewegung ihre
Ursprünge bereits in der Revolutionsbewegung von 1848 hatte und in
der glücklosen Ersten Republik ihren Höhepunkt fand. Historiker/innen
wie Hannes Leidinger, Heidemarie Uhl und Monika Sommer zeichnen diese
Entwicklung nach. Außerdem sprechen Enkel ehemaliger
Nationalsozialisten über die Motive ihrer Großeltern und der Enkel
von Arthur Seyß-Inquart beleuchtet erstmals die Rolle seines
Großvaters beim Untergang Österreichs. Danach beschäftigt sich die
Neuproduktion „Der Prominententransport 1938 – Mythos der
Lagerstraße“ (21.05 Uhr) von Wolfgang Winkler und Manuel Obermeier
mit einer der ersten Deportationen, bei der nur wenige Wochen nach
dem „Anschluss“ eine Reihe prominenter politischer Gegner des
Nationalsozialismus – unter ihnen Leopold Figl, Franz Olah und Alfons
Gorbach – ins KZ Dachau gebracht wurden. Den
ORF-III-Zeitgeschichte-Abend setzen Birgit Mosser-Schuöckers Doku „30
Tage bis zum Untergang“ (21.55 Uhr) und Gerhard Jelineks „Der längste
Tag – 18 Stunden, die Österreichs Schicksal entscheiden“ (22.45 Uhr)
fort. „In Linz begann's – Der ‚Anschluss‘ 1938 in Oberösterreich“
(23.40 Uhr) und „Welttournee ins Überleben – Richard Tauber 1938“
(0.25 Uhr) von Thomas Hackl und Martina Hechenberger beschließen den
Themenabend.

3sat mit u. a. „Der lange Weg zum Anschluss“ und „Österreich I – Die
Heimsuchung Österreichs“

3sat zeigt am Donnerstag, dem 16. März, die Dokus „Der lange Weg zum
Anschluss“ (22.55 Uhr) und „30 Tage bis zum Untergang“ (23.40 Uhr).
Am Freitag, dem 17. März, folgen „In Linz begann’s – Der ‚Anschluss‘
1938 in Oberösterreich“ (13.50 Uhr), „Der längste Tag – 18 Stunden,
die Österreichs Schicksal entscheiden“ (16.05 Uhr) und „Österreich I
– Die Heimsuchung Österreichs“ (17.00 Uhr) von Hugo Portisch und Sepp
Riff.

Ö1: „Betrifft: Geschichte“: „Als aus Österreich Ostmark wurde“ und
„Die internationalen Reaktionen“

„Als aus Österreich Ostmark wurde“ ist Thema in „Betrifft:
Geschichte“ von Montag, dem 13., bis Freitag, den 17. März, jeweils
um 17.55 Uhr in Ö1. Am Montag, dem 13. März, geht es um „Hitlers
Ankunft in Linz“ – zu hören ist ein historischer Originalton aus dem
RAVAG-Archiv, kontextualisiert von Historikerin Maria Ecker-Angerer.
„Die internationalen Reaktionen“ thematisiert Historiker Arnold
Suppan von Dienstag, dem 14., bis Freitag, den 17. März.

ORF.at-Netzwerk erinnert an die Jahre 1933 und 1938

Auch das ORF.at-Netzwerk erinnert ausführlich an die Jahre 1933 mit
dem Ende der parlamentarischen Demokratie und 1938 mit dem Einmarsch
der deutschen Wehrmacht und dem Ende der Ersten Republik. Der Fokus
liegt dabei – neben der Rekapitulation der Ereignisse selbst – vor
allem darauf, deren politische und soziale Hintergründe sowie Folgen
näher zu beleuchten. Auf der ORF-TVthek werden die Sendungen des
TV-Programmschwerpunkts, sofern entsprechende Online-Lizenzrechte
vorhanden sind, als Live-Stream und Video-on-Demand zur Verfügung
gestellt. Außerdem werden die ORF-TVthek-Videoarchive „Österreichs
Zeitzeuginnen und Zeitzeugen“, „Das Schicksalsjahr 1938“ und „Der
Zweite Weltkrieg“ um neue Beiträge erweitert. Auch der ORF TELETEXT
widmet sich den schicksalshaften Jahren 1933 und 1938, erinnert an
die Geschehnisse und informiert über aktuelle Gedenkveranstaltungen.

„Geschichte erinnern“ auf Flimmit

Flimmit (flimmit.at) bietet mit der Kollektion „Geschichte erinnern“
ein umfangreiches Streamingpaket aus Zeitgeschichtedokus und
Spielfilmhighlights. Darunter „Engelbert Dollfuß – Diktator im
Kanzleramt“, „Kurt Schuschnigg – katholisch, diktatorisch,
amerikanisch.“, „Erinnerungen aus dem Widerstand“, „Wir, Geiseln der
SS“ und „Eichmanns Ende – Liebe, Verrat, Tod“.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRF

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel