- 17.02.2023, 12:27:19
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„Thema“ über den Zankapfel Tempo 100 und russischen Widerstand
Am 20. Februar um 21.10 Uhr in ORF 2
Utl.: Am 20. Februar um 21.10 Uhr in ORF 2 =
Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert „Thema“ am Montag, dem
20. Februar 2023, um 21.10 Uhr in ORF 2 mit folgenden Beiträgen:
Zankapfel Tempo 100
Die Emotionen gehen hoch, wenn das Tempo auf den Autobahnen
verringert werden soll. Dabei sind 130 km/h ohnehin nur auf 44
Prozent des österreichischen Autobahnnetzes erlaubt. Das
Umweltbundesamt beziffert die Verringerung der CO2-Emissionen bei
Tempo 100 mit 23 Prozent. „Damit ist Tempo 100 die wirksamste
Maßnahme im Verkehrssektor, die obendrein nichts kostet“, sagt Ulrich
Leth von der TU Wien. Laut ÖAMTC dauert eine 100 Kilometer lange
Fahrt bei reduziertem Tempo elf Minuten länger. Die
Verkehrspsychologin Bettina Schützhofer erklärt in „Thema“, warum die
„Spezies Autofahrer/in“ so ungern bremst. In Tirol gilt Tempo 100
seit dem Jahr 2014 auf der Hälfte der Autobahnen. Hat es sich
bewährt? Gerhard Janser und Kurt Arbeiter haben recherchiert.
Erdbebenkatastrophe – lassen wir Syrien im Stich?
„Es kommen Hilferufe und wir können einfach nicht weiter. Das ist die
schlimmste Situation, die ich je erlebt habe“, sagt Fee Baumann, von
der Organisation Kurdischer Roter Halbmond. Während Menschen um ihr
Überleben kämpfen, wird sie mit ihrem Hilfskonvoi mit Kleidung und
Zelten an der Weiterfahrt gehindert. Vor zwei Wochen hat ein
verheerendes Erdbeben das türkisch-syrische Grenzgebiet verwüstet.
Mehr als 40.000 Menschen haben ihr Leben verloren, Unzählige sind
verletzt oder obdachlos. Hilfsorganisationen geben alles, um die
Menschen zu unterstützen. Doch in den Regionen, die unter kurdischer
Selbstverwaltung stehen, kommt kaum Hilfe an, weil diese von Syriens
Machthaber Assad erschwert wird. Pia Bichara und Laura Franz haben
für „Thema“ mit betroffenen Familien aus Österreich und mit
Helferinnen und Helfern in Syrien gesprochen.
Der russische Widerstand
„Unser Ziel ist es, Putins Regime zu zerstören,“ sagt Lolja Nordic.
Die junge Russin ist Teil der feministischen Anti-Kriegs-Bewegung und
lebt mittlerweile in Wien. Denn in Russland wäre sie für viele Jahre
im Gefängnis verschwunden. Am kommenden Freitag jährt sich Putins
Angriffskrieg in der Ukraine zum ersten Mal. Lolja Nordic organisiert
Proteste in ihrer Heimat, vernetzt Aktivistinnen und klärt Menschen
über den Krieg auf. Viermal wurde sie in Russland inhaftiert, bevor
sie sich zur Flucht entschlossen hat. Auch die anarcho-kommunistische
Kampforganisation leistet in Russland Widerstand. Die
Untergrundkämpfer setzen Militärgebäude in Brand und sprengen
Zuggleise, auf denen Militärgüter an die Front gelangen sollen. „Mit
jedem falschen Schritt Putins, zum Beispiel mit weiteren
Mobilisierungen, werden mehr und mehr Menschen zu Partisaninnen und
Partisanen“, sagt einer ihrer Kämpfer. Leon Hoffmann-Ostenhof hat für
„Thema“ Russinnen und Russen getroffen, die ihre Freiheit und ihr
Leben aufs Spiel setzen, um diesen Krieg zu beenden.
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