- 07.02.2023, 14:22:21
- /
- OTS0109
Stromrabatt des Landes Vorarlberg ab 1. April
Alle Haushalte in Vorarlberg profitieren von Stromrabatt; Strompreise bleiben 2023 in Vorarlberg stabil
Utl.: Alle Haushalte in Vorarlberg profitieren von Stromrabatt;
Strompreise bleiben 2023 in Vorarlberg stabil =
Bregenz (OTS) - Die Vorarlberger Haushalte profitieren seit vielen
Jahren von sehr günstigen Energiepreisen. Diese vorteilhafte
Wettbewerbssituation begründet sich v.a. in der Eigenständigkeit der
Vorarlberger Energiewirtschaft. Trotzdem können sich auch die
illwerke vkw nicht von den Großhandelspreisen entkoppeln. Ab 1. April
2023 wird deshalb eine Preisanpassung erfolgen. Die Landesregierung
hat sich in dazu entschlossen, diese Anpassung zeitgleich durch einen
Vorarlberger Stromrabatt deutlich abzufedern. Der Stromrabatt sorgt
zusammen mit der Strompreisbremse des Bundes dafür, dass für rund die
Hälfte der Vorarlberger Haushalte der Strompreis ab April für ein
weiteres Jahr stabil bleibt. Auch für alle anderen werden im
kommenden Jahr die Strompreise nur moderat steigen und damit
weiterhin zu den günstigsten in Österreich gehören. Finanziert werden
die Mehrkosten in der Höhe von rund 28,5 Millionen Euro durch die zu
erwartende Dividende der illwerke vkw. „Alle Menschen in Vorarlberg
sollen vom positiven Jahresergebnis der illwerke vkw profitieren –
ein beachtlicher Teil des Gewinns fließt an die Bevölkerung zurück“,
so LH Wallner und LR Zadra im Rahmen des Pressefoyers. Eine
Antragstellung ist nicht notwendig. Der Rabatt wird schnell und
unbürokratisch direkt von der Stromrechnung in Abzug gebracht. Die
Beschlussfassung des Landesgesetzes zum Vorarlberger Stromrabatt soll
noch im März-Landtag erfolgen und mit 1. April in Kraft treten. Der
Rabatt wird vorerst bis zum 30. Juni 2024 gültig sein.
Das Jahr 2022 war in Bezug auf die Energieversorgung und die
Energiepreise außergewöhnlich und schwierig – ausgelöst durch den
Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine. Die extremen Verwerfungen
im Strommarkt haben dazu geführt, dass alle Stromanbieter
Preisanpassungen vornehmen mussten bzw. in naher Zukunft tun werden.
Auch Vorarlberg ist damit konfrontiert, dass ab 1. April 2023 höhere
Energiekosten schlagend werden, da sich die Großhandelspreise für
Strom seit 2021 in etwa vervierfacht haben.
Vorarlberger Stromrabatt - Preise bleiben trotz herausforderndem
Umfeld stabil
Während die Strompreise hierzulande im nationalen und
internationalen Vergleich seit vielen Jahren sehr niedrig sind,
können die illwerke vkw auf dem deutschen Markt durch das Liefern von
Regelenergie gute Erlöse erzielen. Die positive Ertragssituation der
illwerke vkw auf der einen Seite und die gestiegenen
Lebenserhaltungskosten auf der anderen Seite haben das Land
Vorarlberg dazu veranlasst, einen erheblichen Teil der Dividende an
die Vorarlberger Bevölkerung zurückzugeben. Für diesen Zweck wurde
ein eigenes Landesgesetz erarbeitet, in dessen Zentrum die Einführung
eines Stromrabattes für alle Vorarlberger Privatkunden steht. „Wir
garantieren damit weiterhin günstige Strompreise für die Endkunden in
Vorarlberg“, betonen Landeshauptmann Markus Wallner und Landesrat
Daniel Zadra.
Vorarlberg lehnt sich beim Stromrabatt an die vom Bund eingeführte
Strompreisbremse an. Aufgrund der Tarifanpassung per 1. April greift
diese Bundesmaßnahme dann auch in Vorarlberg und stützt den
Strompreis für alle Haushalte bis zu einem Verbrauch von 2.900 kWh
auf 10 Cent pro kWh ab.
Das Land Vorarlberg geht nun noch einen Schritt weiter und senkt
die Stromkosten für Haushalte darüberhinaus deutlich ab. Ab 1. April
profitieren alle Stromkunden im Land dann von einem Stromrabatt in
Höhe von 3 Cent pro Kilowattstunde. Im Gegensatz zur Strompreisbremse
des Bundes bietet der Vorarlberger Stromrabatt einen Vorteil: es gibt
keinen Deckel was den Verbrauch betrifft – die Ermäßigung von 3 Cent
pro kWh wirkt also auch über einen Verbrauch von 2.900 kWh hinaus.
Dadurch bleiben die Stromkosten für ca. die Hälfte aller Haushalte
mit einem Verbrauch unter 2.900 kWh auf dem aktuell niedrigen Niveau.
Für Haushalte mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 3.500 kWh
steigen die gesamten Stromkosten nach Abzug der Zuschüsse von Bund
und Land um ca. 6 Euro brutto pro Monat. Bei einem
4-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 5.000 kWh steigen die
Stromkosten nach Abzug der Förderungen um rund 16 Euro pro Monat.
Die Vorarlberger Bevölkerung profitiert damit weiterhin von
deutlich günstigeren Stromkosten als in den meisten anderen
Bundesländern
Wie erhalte ich den Stromrabatt des Landes?
Die Haushalte erhalten den Rabatt automatisch und müssen keinen
Antrag stellen – sie erhalten den Rabatt somit schnell und
unbürokratisch. Die Stromlieferanten bringen den Rabatt automatisch
in Abzug und verrechnen in weiterer Folge die Kosten direkt dem Land.
Damit profitieren nicht nur die Kunden der illwerke vkw, sondern alle
Haushalte inklusive der Regionalversorger Stadtwerke Feldkirch,
E-Werke Frastanz, Montafonerbahn und Kleinwalsertal.
Energiesparen bleibt Gebot der Stunde
Der Vorarlberger Stromrabatt entlastet auch jene Haushalte, die
ihr Heizsystem bereits auf effiziente Wärmepumpen umgestellt haben
oder elektrisch mobil sind. Vorarlberg ist Spitzenreiter bei
Wärmepumpen und bei der Neuzulassung von E-Mobilen. LH Wallner und LR
Zadra sind sich einig, dass es weiterhin wichtig bleibt, Energie zu
sparen und verweisen in diesem Zusammenhang unter anderem auch auf
die gemeinsame Initiative #vorarlbergspartenergie
Erste Erfolge sind bereits sichtbar. Der Verbrauch von Erdgas ging
bei den Haushalten um 18 Prozent, der Stromverbrauch bei Haushalten
um 2,6 Prozent zurück.
Land plant „Heizkostenzuschuss plus“
Während viele andere Energieträger bereits in den vergangenen
Monaten zum Teil deutliche Preissteigerungen erfahren haben, waren
die Erdgaspreise bisher stabil. Mit 1.4. erfolgt nun auch hier eine
Anpassung nach oben. Erdgas wird dann einen ähnlichen Preis erreichen
wie andere Brennstoffe.
„Auch hier sind wir uns in der Landesregierung einig, dass wir
einen spürbaren Entlastungsschritt setzen werden. In Kürze werden wir
einen „Heizkostenzuschuss plus“ vorstellen. Der Heizkostenzuschuss
wird ausgebaut, in dem wir die Einkommensgrenzen deutlich anheben. In
Folge werden weit mehr Haushalten die Möglichkeit haben, vom Zuschuss
zu profitieren als dies bislang der Fall war“, erklären LH Markus
Wallner und LR Daniel Zadra. Wie bisher wird der Zuschuss unabhängig
vom verwendeten Energieträger ausbezahlt werden. 20 Millionen Euro
werden der Bund dem Land Vorarlberg für die Unterstützung von
Mehrkosten von Privathaushalten im Bereich der Wohn- und
Energiekosten zur Verfügung gestellt.
Mittel aus Dividende gehen an die Bevölkerung zurück
Neben dem Vorarlberger Stromrabatt werden mit den finanziellen
Mitteln der Dividende auch die bereits im Jahr 2022 eingeführten
Anti-Teuerungsmaßnahmen weiter fortlaufend finanziert. So werden etwa
die Erhöhungen im Familienzuschuss, beim Heizkostenzuschuss, bei der
Wohnbeihilfe und bei den Kinderrichtsätzen in der Sozialhilfe auch im
Jahr 2023 erneut budgetwirksam sein. Im Sinne von
Versorgungssicherheit und Klimaschutz verstärkt die Vorarlberger
Landesregierung in der aktuellen Situation ihr Engagement zum
Vorantreiben der Energiewende. Aus der Dividende stehen im Zeitraum
2022 bis 2025 zusätzliche Mittel von 15 Millionen Euro zweckgewidmet
für Maßnahmen zur Unterstützung der Energieautonomie zur Verfügung.
Wichtiger Hinweis:
Bei der Präsentation im heutigen Pressefoyer gab es leider
technische Schwierigkeiten während der Übertragung. Wir bitten dies
zu entschuldigen!
Unter nachstehendem Link kann das Pressefoyer in voller Länge
nachgesehen werden: https://archiv.yourvideo.tv/watch?v=96c7cd2221b0
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVL






