- 01.02.2023, 10:19:27
- /
- OTS0066
Weiterhin starker Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit in Niederösterreich
LR Eichtinger/Stv. LGF Kern: Niedrigste Winterarbeitslosigkeit seit dem Jahr 2008
Utl.: LR Eichtinger/Stv. LGF Kern: Niedrigste Winterarbeitslosigkeit
seit dem Jahr 2008 =
St. Pölten (OTS/NLK) - Der niederösterreichische Arbeitsmarkt bleibt
trotz getrübter Konjunkturerwartung äußerst stabil. Die
Arbeitslosigkeit geht bereits seit 23 Monaten in Folge zurück, die
Beschäftigung ist nach wie vor auf Rekordniveau und auch das
Stellenangebot beim AMS ist so hoch wie nie zuvor zu dieser
Jahreszeit.
Ende Jänner sind 50.658 Personen beim AMS in Niederösterreich
arbeitslos vorgemerkt. Um 4.854 oder 8,7 Prozent weniger als im
Vergleichsmonat des Vorjahres. Das ist österreichweit der stärkste
relative Rückgang (Österreich: -4,8%). Inklusive
Schulungsteilnehmerinnen und Schulungsteilnehmer befanden sich 59.599
Personen in Niederösterreich auf Jobsuche (-7,6% gegenüber dem
Vorjahr). Die Zahl der unselbständig Beschäftigten ist im Vergleich
zum Vorjahr um 1,2 Prozent auf 638.000 Personen gestiegen.
„Mit 50.658 arbeitslos vorgemerkten Personen haben wir in
Niederösterreich die niedrigste Winterarbeitslosigkeit seit 15
Jahren. Vor allem die Situation von Frauen und Älteren konnte
überproportional verbessert werden“, führen Arbeitsmarktlandesrat
Martin Eichtinger und die stellvertretende Landesgeschäftsführerin
des AMS NÖ Sandra Kern aus.
Das Gros der Regionen Niederösterreichs verzeichnet weiterhin einen
starken Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr.
Spitzenreiter sind die niederösterreichischen Bezirke Mödling
(-14,4%), Baden (-13,0%), Mistelbach (-12,9%), Bruck/Leitha (-11,7%)
und Amstetten (-11,0%).
„Niederösterreich war beim Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit im
Vorjahr Rekordhalter. Diese positive Entwicklung wollen wir auch 2023
fortsetzen. Es gilt weiterhin genau zu analysieren, mit welche
Herausforderungen oder Ursachen die Menschen, die langzeitarbeitslos
sind, zu kämpfen haben. So können wir unsere Projekte entsprechend
adaptieren und allen Landsleuten am Arbeitsmarkt eine Perspektive
geben“, so Eichtinger.
Aktuell sind 5.468 Personen in Niederösterreich langzeitarbeitslos
(rund 62% sind Männer) oder 10,8 Prozent gemessen an allen arbeitslos
vorgemerkten Personen (Ö: 11,1%). Die Zahlen waren zuletzt im Mai
2014 auf niedrigerem Niveau. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Zahl
der Langzeitarbeitslosen in Niederösterreich um 4.572 (-45,5%)
reduziert werden.
„Die Langzeitarbeitslosigkeit in Niederösterreich konnte im Vergleich
zum Niveau vor der Coronakrise um beinahe die Hälfte und damit mit
Abstand stärker als im Rest Österreichs gesenkt werden. Diese
erfreuliche Entwicklung gibt uns in unseren gesetzten Maßnahmen
recht. Trotzdem gestaltet sich unsere Vermittlungsarbeit zwischen
Arbeitskräften und offenen Jobs zunehmend schwierig. Über ein Viertel
aller Jobsuchenden haben Vermittlungseinschränkungen wie
gesundheitliche Probleme – bei den Langzeitarbeitslosen Personen sind
es gar mehr als die Hälfte. Die Bekämpfung der
Langzeitarbeitslosigkeit bleibt daher weiter ganz oben auf unserer
Agenda“, so die stellvertretende Landesgeschäftsführerin des AMS NÖ
Sandra Kern.
Die niederösterreichischen Unternehmen suchen weiterhin nach
Arbeitskräften. Ende Jänner 2023 sind mit 17.675 freie Stellen um 2,1
Prozent mehr als vor einem Jahr gemeldet. Ein so hohes Stellenangebot
wie in den letzten Monaten hat es in Niederösterreich noch nie
gegeben.
Im vergangenen Jahr 2022 haben die Beraterinnen und Berater des AMS
NÖ den arbeitsuchenden Kundinnen und Kunden bereits über 755.000
Vermittlungsvorschläge gemacht. Über 77.000 freie Stellen konnten mit
einer passenden Arbeitskraft besetzt werden. Gegenüber dem Vorjahr
bedeutet dies ein Plus von 13,2 Prozent. Insgesamt 76.435 Jobsuchende
konnten ihre Arbeitslosigkeit mit einer Arbeitsaufnahme beenden.
Auch am Lehrstellenmarkt zeigt sich zuletzt eine veränderte
Situation: Lehrstellensuchende stehen einem Überangebot an
Lehrstellen gegenüber. Auch Ende Jänner gibt es weit mehr offene
Lehrstellen als Lehrstellensuchende: Mit 1.373 gibt es um 11,4
Prozent mehr offene, sofort verfügbare Lehrstellen als im letzten
Jahr bzw. mit 920 um 6,5 Prozent weniger Lehrstellensuchende.
Weitere Informationen: Mag. Stefan Kaiser │ Pressesprecher Landesrat
Martin Eichtinger, Telefon: +43 2742-9005-13443, E-Mail:
[email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NLK






