• 01.02.2023, 09:07:53
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  • OTS0024

Bundesminister Kocher: Arbeitslosigkeit Ende Jänner um 3,7 Prozent geringer als noch 2022

Ende Jänner waren 390.059 Personen beim AMS arbeitslos oder in Schulung gemeldet. Rückgang im Vergleich zum Jänner 2022 von 14.884 Personen.

Utl.: Ende Jänner waren 390.059 Personen beim AMS arbeitslos oder in
Schulung gemeldet. Rückgang im Vergleich zum Jänner 2022 von
14.884 Personen. =

Wien (OTS) - Ende Jänner sind 390.059 Personen beim AMS arbeitslos
oder in Schulung gemeldet. 317.131 davon befinden sich auf
Arbeitssuche und 72.928 nehmen an Schulungsmaßnahmen des AMS teil.
„Wir haben bereits ab dem 2. Quartal 2022 gesehen, dass der
Arbeitsmarkt trotz mehrerer Krisen robust geblieben ist. Dieser Trend
setzt sich auch Anfang 2023 fort, und wir beobachten weiterhin eine
positive Entwicklung am Arbeitsmarkt. Doch muss auch berücksichtigt
werden, dass nicht alle arbeitslos gemeldeten Personen sofort
vermittelbar sind. Deshalb setzen wir im Rahmen unseres
Stabilitätspakets für den Arbeitsmarkt mit einem Volumen von 120
Millionen Euro 2023 weiter einen Schwerpunkt auf Qualifizierung und
Ausbildung von Fachkräften“, so Arbeits- und Wirtschaftsminister
Martin Kocher über die Entwicklung des Arbeitsmarkts. Auch die Zahl
der älteren Arbeitslosen ab 50 ist mit -7,9 Prozent gegenüber dem
Vorjahr besonders stark zurückgegangen (Jänner 2022:119.789 ALSC;
Jänner 2023: 110.371 ALSC).

Die Arbeitslosenquote beträgt Ende Jänner 2023 7,6 Prozent. „Damit
ist die Arbeitslosenquote auf dem niedrigsten Wert seit 2008. Der
Vorjahresvergleich fällt auch sehr gut aus: Letztes Jahr lag sie noch
bei 8 Prozent, 2021 sogar bei 11,4 Prozent und vor der Pandemie 2020
bei 8,6 Prozent. Mit dem Ende der Corona-bedingten Einschränkungen
der Wirtschaft haben wir 2022 einen deutlichen Aufschwung erlebt;
andererseits haben wir mit erfolgreichen Programmen wie
beispielsweise der Corona-Joboffensive und dem Programm Sprungbrett
auch als Bundesregierung zur Senkung der Arbeitslosenquote
beigetragen“, so Kocher weiter.

Der Vergleich zu den letzten drei Jahren bei der Arbeitslosigkeit –
als absolute Zahl arbeitsloser bzw. in Schulung gemeldeter Personen –
zeugt von einer guten Entwicklung. Gleichzeitig wird das erste
Halbjahr 2023 am Arbeitsmarkt wohl herausfordernder als das
„Aufholjahr“ 2022. Ende Jänner 2020, also vor der Corona-Pandemie,
waren 30.642 Personen mehr beim AMS arbeitslos oder in Schulung
gemeldet als aktuell. Im selben Zeitraum des Jahres 2021 war die
Arbeitslosigkeit um 145.411 Personen höher als dieses Jahr. Auch Ende
Jänner 2022 war die Zahl um 14.884 Personen höher als heuer (ALQ: 7,6
Prozent; 2020: 420.701 ALSC, ALQ: 8,6 Prozent; 2021: 535.470ALSC,
ALQ: 11,4 Prozent; 2022: 404.943 ALSC; ALQ: 8 Prozent).

Zur Kurzarbeit waren Ende Jänner 2023 1.214 Personen vorangemeldet.
Ende Jänner 2022 wurden noch 150.230 Personen in Kurzarbeit
abgerechnet. Aufgrund der guten Arbeitsmarktlage und vieler offener
Stellen österreichweit kommt die Kurzarbeit derzeit nur noch sehr
punktuell zum Einsatz. „Diese Entwicklung lässt erkennen, dass die
Kurzarbeit aufgrund der nach wie vor guten Arbeitsmarktlage zur
Beschäftigungssicherung keine erhebliche Rolle mehr spielt.
Gleichzeitig ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass die Kurzarbeit
als Kriseninstrument rasch zur Verfügung steht, falls es notwendig
werden sollte“, so Kocher.

Auch die Lehrlingszahlen sind wieder erfreulich: Gegenüber dem
Vorjahr zeigt sich mit einem Zuwachs von 7,2 Prozent bei den
Lehranfängerinnen und Lehranfänger in Unternehmen (ohne ÜBA)
weiterhin ein deutlicher Aufwärtstrend. Anstiege gibt es vor allem in
den Sparten Bank und Versicherung (31,3 Prozent), Tourismus und
Freizeitwirtschaft (26,1 Prozent), Information und Consulting (24,6
Prozent) sowie Industrie (16,3 Prozent). Auch insgesamt steigt die
Zahl von Lehrlingen in Unternehmen mit 1,2 Prozent. Derzeit befinden
sich 101.171 Lehrlinge in einem Unternehmen. 31.885 davon sind im 1.
Lehrjahr.

Der BIP-Indikator der OECD wird wöchentlich veröffentlicht und setzt
die aktuelle wirtschaftliche Aktivität in Relation zur Aktivität der
Vergleichswoche im Vorjahr. Laut OECD war das BIP in der vorletzten
Woche vom 15. - 21. Jänner 2023 um 5 Prozent höher als in der
entsprechenden Woche des Vorjahres 2022. Trotz der geopolitischen
Unsicherheit und der Herausforderungen bei der Energieversorgung ist
das Wirtschaftswachstum im Vorjahresvergleich in der betreffenden
Woche relativ hoch.

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