- 24.01.2023, 13:50:45
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Konkrete Schritte zur blau-gelben Energieunabhängigkeit
LH-Stv. Pernkopf: „2023 wird ein Rekordjahr für den Ausbau Erneuerbarer Energie und damit für mehr Energieunabhängigkeit und Klimaschutz“
Utl.: LH-Stv. Pernkopf: „2023 wird ein Rekordjahr für den Ausbau
Erneuerbarer Energie und damit für mehr Energieunabhängigkeit
und Klimaschutz“ =
St. Pölten (OTS/NLK) - Vor wenigen Wochen wurde der blau-gelbe Weg
zur Energieunabhängigkeit, der eine Verdreifachung des Wind- und eine
Vervierfachung des Sonnenstroms und insgesamt über 10.000
Gigawattstunden (GWh) zusätzlichen sauberen Strom beinhaltet,
vorgestellt und auch im Landtag beschlossen. In einer Pressekonferenz
am heutigen Dienstagvormittag stellte LH-Stellvertreter Stephan
Pernkopf die nächsten konkreten Schritte vor um diese Ziele zu
erreichen.
„Mit dem Ausbau von Photovoltaik, Windkraft und Biomasse wird 2023
ein Rekordjahr auf dem Weg zu Erneuerbarer Energie und damit für mehr
Energieunabhängigkeit und Klimaschutz“, sagte Pernkopf und
konkretisierte: „Wir rechnen heuer mit 15.000 neuen PV-Anlagen und
stellen dafür auch eine neue Förderung von zusätzlich vier Millionen
Euro für PV-Überdachung von bestehenden versiegelten Parkplätzen
bereit.“ Die Förderung richte sich an Gemeinden, Unternehmen, Vereine
und Kirchen und betrage bis zu 1.000 Euro pro Kilowattpeak, woraus
sich ein Mehr an rund fünf Megawattpeak sauberer Sonnenstrom ergebe.
„Das sind rund 2.500 Parkplätze, die überdacht und sinnvoll doppelt
genutzt werden“, so der LH-Stellvertreter.
Zudem werden auch Freiflächen-Anlagen auf schon beanspruchten Flächen
wie beispielsweise Kläranlagen oder Deponien gebaut, „deshalb haben
wir bereits vor Weihnachten die 1. Zonierung mit 116 Zonen und gesamt
1.00 Hektar beschlossen“, führte Pernkopf weiter aus, was einer
Verdreifachung der gesamten Dach- und Freiflächen entspreche. Weitere
von den Gemeinden vorgeschlagene Flächen werden bereits von Experten
geprüft.
Als zweiten Punkt erläuterte der LH-Stellvertreter den Ausbau der
Windkraft. Aktuell stehen rund 770 Windräder im Bundesland, 39 seien
alleine 2022 dazugekommen. „Alleine 31 Windräder werden gerade
gebaut, gehen heuer ans Netz und erhöhen die Windstromleistung um 165
Megawatt, das sind zwei Drittel des gesamten Ausbaus in Österreich.“
92 Windkraftanlagen, davon 38 Repowerings, seien derzeit im
behördlichen Verfahren, mindestens 95 weitere werden von den
Betreibern gerade geplant und sollen heuer eingereicht werden.
Pernkopf weiter: „Zusätzlich habe ich beauftragt, Standorte für
weitere 250 Windräder auszuweisen durch Erweiterung bestehender und
Schaffung gänzlich neuer Zonen.“ Diese Zonierung solle 2023 fertig
sein. Pernkopf: „Das bedeutet zusammengefasst für das Jahr 2023: 218
Anlagen im Bau, im Verfahren oder in Planung sowie neue Zonen für 250
Windräder. Damit bauen wir unseren Wind-Vorsprung massiv aus.“
Zum Punkt Ausbau der Biomasse – aktuell gäbe es in Niederösterreich
813 Nahwärmeanlagen – verkündete Pernkopf einen Beschluss aus der
heutigen Sitzung der Landesregierung: „Für den weiteren Ausbau wurden
fünf weitere Projekte um insgesamt 30,8 Millionen Euro beschlossen,
ein Drittel werde von EU, Land und Bund gefördert.“ Es handle sich
dabei um die Erweiterung der Biomasse-Werke Ternitz, Mödling,
Klosterneuburg, Krems und Gars am Kamp. Im heurigen Jahr rechne man
zudem mit neuen 20 Biomasse-Projekten und vier Pellets-Werke befänden
sich derzeit im Bau.
Als letzten Punkt führte der LH-Stellvertreter den massiven Ausbau
der Stromnetzte um 350 Millionen Euro pro Jahr an, unter anderem um
den Strom von den Produzenten zu den Verbrauchern zu bringen und
Stromschwankungen auszugleichen.
An der Pressekonferenz nahmen auch Frank Dumeier, Vorstand W.E.B.
Windenergie, Hans Christian Kirchmeier, Vorstand IG Holzkraft sowie
IMWind Geschäftsführer Georg Waldner teil, die allesamt die
Energieoffensive des Landes begrüßten. Die Entwicklungen, die man
gerade im letzten Jahr miterlebt habe, zeigen, dass man die
Energieunabhängigkeit massiv stärken müsse. „Der Ausbau der
erneuerbaren Energien erhöht die Versorgungssicherheit, reduziert die
Abhängigkeit vom Weltmarkt, stabilisiert die Preise, steigert die
Wertschöpfung im Land, schafft zusätzliche Arbeitsplätze und sorget
für saubere Umwelt und Klimaschutz.“ Die gesteckten Ziele werde man
im Miteinander von Politik, Unternehmen und der Bevölkerung
erreichen.
Weitere Informationen: Büro LH-Stv. Dr. Stephan Pernkopf,
Pressesprecher DI Jürgen Maier, Tel.: 02742/9005–12704, Mobil:
0676/81215283, E-Mail: [email protected]
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