• 23.01.2023, 09:40:03
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UNOS gegen Bagatellsteuer: Interessentenbeitrag in Niederösterreich gehört abgeschafft!

Jürgen Margetich fordert die Abschaffung der wohl kuriosesten Tourismussteuer der Welt, denn die muss zum Beispiel auch von Unternehmensberatern bezahlt werden.

"Der Interessentenbeitrag in Niederösterreich ist
kompliziert, nicht digital, eine Zumutung", kritisiert
UNOS-Landessprecher Jürgen Margetich.
St. Pölten (OTS) - 

„Kompliziert, nicht digital, eine Zumutung“, so beschreibt der UNOS-Landessprecher Niederösterreich, Jürgen Margetich den Interessentenbeitrag. Diese äußerst eigentümliche Abgabe soll der Weiterentwicklung des Tourismus in Niederösterreich dienen. Der Haken an der Sache: Sie bringt den Betrieben hohen bürokratischen Aufwand, dem Land aber nur wenig Geld.

Zudem sind nicht nur klassische Tourismusbetriebe zur Zahlung des Interessentenbeitrags verpflichtet, sondern auch eine Reihe anderer Unternehmen, die angeblich vom Tourismus profitieren. „Dass auch Optiker, Architekten und selbst Unternehmensberater diese Bagatellsteuer zahlen müssen, wenn sie in einer Tourismusregion leben, ist absurd. Der Interessentenbeitrag gehört jetzt abgeschafft und nicht nur Corona-bedingt ausgesetzt, wie es in den letzten Jahren der Fall war“, fordert Margetich als Interessenvertreter niederösterreichischer Unternehmen.  

Nächtigungstaxen an Gemeinden 

Die wohl eigenartigste Tourismussteuer der Welt wird im Promillebereich vom Umsatz berechnet und ist dabei ein echtes Bürokratiemonster: „4 Abgabengruppen, 3 Ortklassen, 5 Steuersätze. Und damit das Ganze noch komplizierter wird, werden die Einnahmen zwischen Gemeinden und Land aufgeteilt”, kritisiert der UNOS-Landessprecher. So kommen 95 Prozent der Einnahmen den Gemeinden zugute und 5 Prozent dem Land. Die Gemeinden lukrierten dadurch zuletzt rund 8,36 Millionen Euro, das Land 440.000 Euro. „Ein Betrag, den das Land sicher bei der Verwaltung einsparen könnte“, so Margetich. Für die Gemeinden fordert er eine Gegenfinanzierung: Die Nächtigungstaxen sollten gänzlich bei den Gemeinden bleiben. Aktuell erhalten sie nur 35 Prozent der Einnahmen aus der Nächtigungstaxe, während das Land mit 65 Prozent den Großteil des Abgabenertrags kassiert.

Margetich: „Interessentenbeitrag abschaffen und die Einnahmen aus der Ortstaxe gänzlich den Gemeinden zur Verfügung stellen. Das wäre für die Unternehmen ein echter Beitrag zur Entbürokratisierung und würde die Gemeinden weiter in der Tourismusentwicklung unterstützen.” 

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