- 16.01.2023, 12:17:54
- /
- OTS0105
„Blau-gelbe Radoffensive“ präsentiert
LR Schleritzko: „Wir wollen, dass Niederösterreich noch mehr zum ‚Radland Niederösterreich‘ wird“
Utl.: LR Schleritzko: „Wir wollen, dass Niederösterreich noch mehr
zum ‚Radland Niederösterreich‘ wird“ =
St. Pölten (OTS/NLK) - „40 Prozent der Wege, die heute mit dem PKW
zurückgelegt werden, sind kürzer als fünf Kilometer und damit perfekt
für den Umstieg auf das Rad geeignet“, sagte Landesrat Ludwig
Schleritzko am heutigen Montag bei der Präsentation der „blau-gelben
Radoffensive“ bei einer Pressekonferenz im Landhaus. Ein
Maßnahmenbündel, das Infrastrukturausbau, moderne Leihräder mit
einheitlicher Tarifstruktur und E-Scooter-Verleih in drei
Pilotregionen vorsieht.
„Das Potential ist also riesig. Unser Ziel ist klar, wir wollen die
aktive Mobilität noch weiter in den Mittelpunkt rücken. Wir wollen,
dass Niederösterreich noch mehr zum ‚Radland Niederösterreich‘ wird.
In Zahlen ausgedrückt wollen wir den Anteil aktiver Mobilität von
aktuell 22 Prozent auf 40 Prozent heben“, sagte der Landesrat. In den
letzten beiden Jahren seien 143 Radwegprojekte umgesetzt worden.
Dabei haben Land und Gemeinden in Summe rund 35 Millionen Euro
investiert. „Heute stehen wir am Beginn eines neuen Jahres. Und ich
kann Ihnen sagen, wir wollen 2023 das Radfahren noch weiter und
intensiver vorantreiben. In Summe werden wir gemeinsam mit den
Gemeinden mehr als 20 Millionen Euro in die Radinfrastruktur
investieren.“
2023 werden unter anderem die Planungsarbeiten für die ersten
Radschnellwegverbindungen in Niederösterreich begonnen. Dies betrifft
Strecken von Stockerau, Korneuburg über Bisamberg Richtung Wien, von
Gänserndorf, Straßhof über Deutsch Wagram Richtung Wien und entlang
der Südbahnlinie Richtung Wien. Neben Infrastrukturmaßnahmen wird das
Leihfahrradsystem „nextbike“ auf neue Beine gestellt. „Von Seiten des
Landes werden wir 330.000 Euro in die Hand nehmen und stocken unsere
Leihradflotte von 980 auf 1050 Räder auf“, unterstrich Schleritzko
und ergänzte: „Wir modernisieren die gesamte nextbike-Flotte und
rüsten auf sogenannte Smart-Bikes um. Das heißt alle Räder werden mit
einem neuen elektronischen Schloss ausgestattet.“ Alte Räder werden
ausgeschieden. Zudem werde die Tarifgestaltung des Leihsystems
reformiert. „Erstmalig wird es in allen 17 Verleihregionen
Niederösterreichs einen einheitlichen Tarif geben. Als Land
übernehmen wir die Kosten für die ersten 30 Minuten jeder Ausleihe.
Das heißt in ganz Niederösterreich ist man flächendeckend die erste
halbe Stunde immer gratis unterwegs“, führte Landesrat Schleritzko
aus. Weiters werde in drei Gemeinden in Niederösterreich ein
E-Scooter-Verleih ins Leben gerufen. In den Gemeinden Gänserndorf,
Stockerau und Kirchberg am Wagram werden künftig 120 E-Scooter im
Rahmen eines Pilotprojekts zur Verfügung stehen.
Dass die Modernisierung zum richtigen Zeitpunkt erfolgt und ein
wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist, beweisen die Zahlen.
Im Detail wurden in der heurigen Radsaison rund 83.000 Fahrten
unternommen, dies entspricht einem Zuwachs von über 47 Prozent im
Vergleich zu 2021. „Wir sind stolz, dass im erwähnten Zeitraum knapp
55,2 Tonnen CO2 eingespart werden konnten. Das macht deutlich,
welchen wichtigen Beitrag nextbike leisten kann, wenn es darum geht,
kurze Wege innerorts aktiv zurückzulegen“, so Susanna Hauptmann,
Geschäftsführerin von Radland NÖ. Da sich nextbike auch sonst
kontinuierlich weiterentwickelt, startet Radland NÖ heuer auch ein
Pilotprojekt rund um die klimaneutrale An- und Abreise zu Events.
Dabei soll das Leihradsystem in Verbindung mit dem öffentlichen
Verkehr, eine umweltfreundliche Anreise zu Veranstaltungen
ermöglichen. „Wir schaffen Bewusstsein fürs Radfahren und Zufußgehen
und haben rückblickend auf 2022 sehr schöne Erfolge erzielt“,
erklärte Hauptmann. Radland Niederösterreich finanzierte bzw.
förderte die Kurse, Workshops und Mitmach-Aktionen mit über einer
Viertelmillion Euro. Informationen zu Radweg-Projekten, welche mit
Fördermitteln des Landes Niederösterreich errichtet wurden, finden
interessierte Bürgerinnen und Bürger ab jetzt auf der Website von
Radland Niederösterreich unter www.radland.at/radwegfoerderungt.
Weitere Informationen: Büro LR Schleritzko, Pressesprecher Jan Teubl,
Tel.: 0676/81212345, E-Mail: jan.teubl@noel.gv.at bzw. Radland GmbH –
Agentur für Aktive Mobilität, Mag. Susanne Pohlert, Leitung Marketing
& Kommunikation, Tel: 0664 827 1060, Susanne.Pohlert@radland.at,
www.radland.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NLK






