- 05.01.2023, 14:27:46
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FPÖ – Deimek: Vorstoß der WK-Präsidentin Hummer zur einseitigen Bevorzugung von Vollzeitarbeitskräften geht an der Realität vorbei
„Grundsätzlich unterstütze ich die Absenkung der Steuerbelastung der Arbeitnehmer in Österreich vollumfänglich. Allerdings ist der Vorschlag der Wirtschaftskammerpräsidentin, nur Vollzeitarbeit zu entlasten, nicht nur unzeitgemäß, sondern geht an den Bedürfnissen der Menschen vorbei“, so der freiheitliche Technologiesprecher NAbg. Dipl.-Ing. Gerhard Deimek. „In Österreich arbeitet etwa jede zweite Frau in Teilzeit, viele davon, weil sie familiären Verpflichtungen nachkommen müssen. Sie erfüllen damit eine für unsere Gesellschaft enorm wichtige Aufgabe, die vom Staat auch entsprechend belohnt werden muss. Wenn man nun die einseitige Förderung von Vollzeit anstrebt, bleiben viele Frauen und auch deren Familien auf der Strecke“, so Deimek.
Dabei gäbe es technologiebasierte Lösungen, die sowohl der Teilzeitkraft als auch der heimischen Wirtschaft im Kampf gegen den Arbeitskräftemangel helfen würden. „Frauen arbeiten nach der Karenz in Teilzeit und müssen damit oft enorme Abstriche in ihrer Karriere hinnehmen. Die Schlechterstellung von Teilzeit schließt systematisch eine große Gruppe von qualifizierten MitarbeiterInnen vom Arbeitsmarkt aus. Mittels neuer Konzepte wie ‚Jobsharing‘ kann sichergestellt werden, dass die teilweise sehr gut ausgebildeten Frauen weiterhin einen hochwertigen Arbeitsplatz gemeinsam mit einer anderen Person in Teilzeit ausfüllen können. Damit wird auch der Einstieg in die Vollzeit wieder attraktiver, weil man während der Teilzeitarbeit keine Abstriche im Tätigkeitsprofil hinnehmen muss“, so Deimek. Gleichzeitig würde man damit auch dem eklatanten Fachkräftemangel entgegenwirken. „Jobsharing kann sicherstellen, dass Unternehmen ohne Verluste weiterhin die entsprechenden Stellen besetzt halten können, und zwar mit zwei Teilzeit- statt mit keiner Vollzeitkraft.“, so der oberösterreichische Abgeordnete. Technologien zur Etablierung und Umsetzung von Jobsharing und der Suche nach passenden Arbeitskräften gäbe es im In- und Ausland, viele davon sind bereits erprobt und werden in der Wirtschaft mit Freude angenommen.
„Wie so oft sind es keine Regulatorien, sondern technologische Ansätze, welche die drängendsten Probleme unserer Zeit lösen. Ich hoffe, dass das auch in der Wirtschaftskammer erkannt wird und man sich auch im Sinne der Mitglieder gegenüber der Zukunft nicht verschließt“, so Deimek.
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