- 05.01.2023, 11:54:41
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Grüne Wien/Sequenz, Stark: 3 Öffi-Kürzungen in 2 Jahren – Lösung für die Bim-Misere muss Chefsache werden!
Grüne Wien fordern Beschleunigungsprogramm, konsequente Bevorrangung von Öffis und Sofortmaßnahmen wie die Entfernung von blockierenden Parkplätzen und autofreie Gleisabschnitte
Die Wiener Linien kündigten gestern die dritte Angebotskürzung in zwei Jahren bei Bus- und Bim-Linien unter der rot-pinken Stadtregierung an. „Das ist ein Schlag ins Gesicht für alle Öffi-Nutzer:innen und die ganze Stadt: Statt dem nötigen, massiven Ausbau müssen wir einen Abbau bei den Öffis hinnehmen. Zwar sollen die Fahrplan-Kürzungen die Wiener Linien wieder verlässlicher machen, doch schon jetzt ist klar, dass das nicht reichen wird. Es wird weiterhin zu Ausfällen mit langen Wartezeiten kommen“, sagt Heidi Sequenz, Mobilitätssprecherin der Grünen Wien.
„Gerade Bewohner:innen in den Flächenbezirken, in denen das Angebot schon jetzt zu gering ist, treffen diese Maßnahmen hart. Die Stadt baut um über eine halbe Milliarde eine Autobahn und schafft es währenddessen nicht einmal, die Öffi-Fahrpläne einzuhalten. Wien braucht dringend andere Prioritäten in der Verkehrspolitik! Bürgermeister Ludwig muss die Öffis zur Chefsache erklären. Wir fordern Sofortmaßnahmen, um die Öffi-Misere endlich zu beenden“, sagt Kilian Stark, Mobilitätssprecher der Grünen Wien.
Grüne fordern Sofortmaßnahmen & Beschleunigungsprogramm
Die Grünen Wien fordern als erste Sofortmaßnahmen die Entfernung von Bim-blockierenden Parkplätzen und die Schaffung längerer, autofreier Gleisabschnitte. „Dafür braucht es nur Schilder und Bodenmarkierungen, schon im Februar könnte beides Wirkung zeigen und Wartezeiten reduzieren“, sagt Stark, und weiter:
„Durch Ampelschaltungen, mehr autofreie Gleise, die Entfernung von Öffi-blockierenden Parkplätzen und anderen Maßnahmen könnten die Fahrzeiten von Bim-Linien und damit die Wartezeiten für die Fahrgäste um bis zu einem Drittel reduziert werden. Mit einem solchen Beschleunigungsprogramm wären bis zu 50 Prozent mehr Fahrten bei gleichem Personal möglich.“
In den medial kommunizierten Maßnahmen der Wiener Linien sind auch einige Forderungen der Wiener Grünen enthalten: etwa die Verbesserung der Arbeitsbedingungen, die Erhöhung der Einstiegsgehälter, die Anpassung der Dienste und die langfristige Einführung der 35-Stunden-Woche.
Sequenz: „Endlich wird die Personalnot nicht mehr kleingeredet, sondern scheint ernstgenommen zu werden. Was jedoch fehlt, ist ein Beschleunigungsprogramm und die konsequente Bevorrangung von Öffis." Ein entsprechender Antrag der Grünen Wien wurde jedoch von SPÖ, Neos, ÖVP und FPÖ niedergestimmt. „Entsprechende Studien und Konzepte schlummern in den Schubladen der Wiener Linien, doch die Stadtregierung kommt nicht in die Gänge“, kritisieren Stark und Sequenz.
„Verlässliche, schnelle, komfortable Öffis sind das Rückgrat klimafreundlicher Mobilität. Dieser muss der Bürgermeister die höchste Priorität einräumen und den guten Ruf der Wiener Linien wiederherstellen. Dafür braucht es die politische Rückendeckung von oberster Stelle“, so Stark und Sequenz abschließend.
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