• 22.12.2022, 14:25:47
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Klimaschutzministerium: Rekord-Umweltförderung im Inland sorgt 2022 für 803 Mio. Euro Investitionen in Klima- und Umweltschutz

Jahresabschluss mit Rekordwerten – mehr als 150 Mio. Euro für über 4.000 Umweltprojekte

Wien (OTS) - 

Im Fokus der Umweltförderung im Inland steht seit Jahren die Zielsetzung, einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der nationalen Klimaziele zu leisten. In diesem Sinne bietet sie Umsetzungsanreize für die Umstellung auf erneuerbare Energieträger, die Steigerung der Energieeffizienz, die Abwärmenutzung, das Ressourcenmanagement, aber auch für Demonstrationsprojekte. 
Insgesamt wurden im Jahr 2022 Umweltförderungen in Höhe von über 155,6 Mio. Euro an Bundesmitteln für 4.064 Projekte im Inland zugesichert. Durch die geförderten Projekte werden Investitionen von rund 803 Mio. Euro ausgelöst und 8,1 Mio. Tonnen 
CO2-Emissionen auf die Nutzungsdauer der Maßnahmen vermieden. 
Gerade in den letzten Jahren gab es eine bedeutende Steigerung bei den Förderungsbudgets wie auch bei der Anzahl der umgesetzten Maßnahmen, was für die großartige Erfolgsbilanz der Umweltförderung in Österreich steht.

Förderung für 465 Projekte in der vierten und letzten Kommissionssitzung beschlossen
In der 152. Kommissionssitzung der Umweltförderung wurden heute 465 Projekte mit einem umweltrelevanten Investitionsvolumen von 312 Mio. Euro und einem Förderungs¬barwert von rund 61 Mio. Euro genehmigt. Durch diese Projekte können rund 160.000 Tonnen CO2 und etwa 131 GWh Energie pro Jahr eingespart werden. Der Großteil der Projekte stammt aus dem Bereich der erneuerbaren Energieträger.

„Investitionen in den Klimaschutz sind immer eine Win-Win-Win-Situation. Sie schaffen Arbeitsplätze, sorgen für regionale Wertschöpfung und stellen sicher, dass wir auch in Zukunft einen Planeten haben, auf dem wir gut leben können. Die Umweltförderung im Inland ist hierbei das zentrale Förderungsinstrument des Bundes. Ich freue mich sehr, dass wir heuer 466 Projekte mit einer Rekordsumme von 57 Millionen Euro fördern“, sagt Klimaschutzministerin Leonore Gewessler. 

„Die Umweltförderung im Inland ist eines unserer wesentlichen Förderinstrumente zum Umbau unserer Industrie und Wirtschaft in Richtung Klimaneutralität. Die Zahlen können sich sehen lassen und ich freue mich, dass wir heuer mit über 150 Mio. Euro die größten jemals ausgezahlten Klimaschutzfördersummen auszahlen können. Ich bin überzeugt davon, dass mit der Innovationskraft unserer Unternehmen und den richtigen Rahmen- und Förderungsbedingungen der Umbau in die CO2-neutrale Zukunft möglich wird“, so der Vorsitzende der Umweltförderkommission Landesrat Stefan Kaineder.

Ein innovatives Projekt in Niederösterreich steht als Musterbeispiel für die erfolgreiche Bilanz:

EVN Wärme GmbH – Nahwärmenetz
Die EVN Wärme GmbH betreibt am Standort Klosterneuburg (NÖ) ein Nahwärmenetz und plant dieses im Rahmen des vorliegenden Projektes um 69 Abnehmer zu erweitern. Gemeinsam mit dem bestehenden Ausbau können dadurch 34.310 MWh/a Wärme verkauft werden.
Damit die erforderliche zusätzliche thermische Energie von rund 22.997 MWh/a aufgebracht werden kann, sollen in der Heizzentrale zwei Biomassekessel mit jeweils 4,5 MW installiert werden. Zur Spitzenlastabdeckung und als Ausfallsreserve sind zwei Erdgas-Heißwasserkessel vorgesehen. Zum Lastausgleich wird ein Pufferspeicher mit 90 m³ installiert. 
Gemäß vorgelegtem Kesselkonzept wird die Spitzenlastanlage maximal 20 % der gesamten Wärmemenge im Fernwärmesystem betragen. 
Als zusätzlicher Brennstoff kommt Waldhackgut in der Biomasse-Heizzentrale zum Einsatz. Nachdem der Waldhackgutanteil über 80 % des Gesamtbiomassebedarfs liegt und die Brennstoffanlieferung innerhalb von 50 km erfolgt, kann der Nachhaltigkeitszuschlag vergeben werden. Mit diesen Maßnahmen können 4.543 Tonnen CO2 pro Jahr vermieden werden.

Die Betriebliche Umweltförderung schafft seit 1993 wichtige Anreize für Investitionen in den Umwelt- und Klimaschutz in Österreich. Durch laufende Anpassungen an technologische Ent-wicklungen wird Unternehmen damit ein attraktives und modernes Förderungsinstrument ange-boten. Schlussendlich ist es der ausgewogene Mix an effizienten Förder¬ungs¬instrumenten und einer klar formulierten Mission, die ideale Voraussetzungen schaffen, um die gesetzten Klimaziele zu erreichen.

Rückfragen & Kontakt

BM für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie
Samson Sandrieser-Leon
Pressesprecher der Bundesministerin
+43 1 71162 658022
samson.sandrieser-leon@bmk.gv.at
www.bmk.gv.at

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