• 13.12.2022, 11:53:33
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  • OTS0092

Bundesminister Martin Polaschek verleiht Diversitätsmanagementpreise „Diversitas“

Wissenschaftsminister Martin Polaschek zeichnete am Montag, 12. Dezember, sieben Hochschulen mit dem Diversitas-Preis aus.

Utl.: Wissenschaftsminister Martin Polaschek zeichnete am Montag,
12. Dezember, sieben Hochschulen mit dem Diversitas-Preis aus. =

Wien (OTS) - Groß war die Freude bei den Vertretungen der
Fachhochschule Technikum Wien, der Pädagogischen Hochschule
Steiermark, der Universität Klagenfurt, der Universität Wien sowie
der Wirtschaftsuniversität Wien, die allesamt mit einem der insgesamt
fünf mit je € 25.000,- dotierten Diversitas-Hauptpreise ausgezeichnet
wurden. Die zwei Anerkennungspreise zu je € 12.500.- gingen an die
Montanuniversität Leoben sowie die Universität Innsbruck.
Die ausgeschütteten Preisgelder sind zweckgebunden und für den
Bereich des Diversitätsmanagements zu verwenden.

Diversität als Chance

Zur Teilnahme am Diversitas-Preis wurden die öffentlichen und
privaten Universitäten, die Fachhochschulen, die Pädagogischen
Hochschulen, das Institute of Science and Technology Austria (IST
Austria), die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) sowie
die Ludwig Boltzmann-Gesellschaft vom BMBWF eingeladen. Eine
internationale Fachjury wählte aus insgesamt 15 Einreichungen die
Preisträgerinnen und Preisträger aus. Bei der Beurteilung der
Einreichungen wurde besonderes Augenmerk auf die Strategie- und
Strukturverankerung der Aktivität in der jeweiligen
Hochschulorganisation, auf das kulturverändernde, innovative
Potenzial der Aktivität sowie auf die Übertragbarkeit auf andere
Hochschulen im Sinne eines voneinander Lernens gelegt. „Vielfalt und
Diversität stellen essentielle Potenziale dar und geben uns eine
Chance für Weiterentwicklung. Die Diversitäts-Aktivitäten unserer
Hochschulen unterstreichen sehr schön, dass sie diese Chance proaktiv
aufgreifen und essentielle Beiträge für den eine gedeihliche
gesellschaftliche Weiterentwicklung leisten“, so BM Martin Polaschek
in seinen Begrüßungsworten.

Struktur und Technik im Fokus

An den Hochschulen und Forschungseinrichtungen kristallisierten sich
bei den heurigen Einreichungen zwei Schwerpunkte heraus: Strukturelle
Maßnahmen, die auf Organisationskulturen abzielen und technikbasierte
Maßnahmen, die etwa durch digitale Innovationen einen wichtigen
Beitrag für das Diversitäts-Management leisten.

Erstere finden sich bei der Universität Klagenfurt wieder, die sowohl
beim Recruiting als auch beim Onboarding auf diversitätskompetentes
Handeln setzt oder bei der Universität Wien, die in konsequenter
Weiterführung ihrer bisherigen Diversitäts-Aktivtäten ein umfassendes
Diversitäts-Netzwerk mit vielfältigen Maßnahmen unter dem Titel
„Multiply Diversity!“ strukturell etabliert hat. Ebenfalls in die
Organisationskultur eingreifend ist die Maßnahme „Diversity@MUL“ der
Montanuniversität Leoben, die damit erstmals einen Diversitas-Preis
zugesprochen bekam.

Der zweite Fokus „Diversität und Technik“ findet sich bei der
Pädagogischen Hochschule Steiermark, die auf „Digitalisierung und
Inklusion“ setzt, der Wirtschaftsuniversität Wien, die ein
interaktives Gleichstellungsmonitoring umgesetzt hat und auch bei der
Universität Innsbruck, die ein Online-Tool entwickelt hat, mit dem
Stelleninserate auf diskriminierungsfreie Sprache hin untersucht
werden können. Auch die bereits mehrfach mit dem Diversitas-Preis
ausgezeichnete Fachhochschule Technikum Wien setzt mit ihrem Programm
„WeCanTech – Maßnahmen zur Genderequality“ Schwerpunkte in diesem
Bereich, um unter anderem die Anzahl der Frauen im MINT-Bereich zu
erhöhen.

„Die Themenpalette der Einreichungen verdeutlicht eindrücklich, dass
die Bearbeitung von Wandlungsprozessen unter Berücksichtigung von
Diversität ein vordringliches Thema in den Bereichen der
Wissensgenerierung sowie des Wissenstransfers für unsere Hochschulen
ist, schließlich geht es auch darum, sich als moderne, innovative
Ausbildungs-, Forschungs- und Arbeitsstätte zu positionieren. Da sehe
ich unsere Hochschulen auf einem sehr guten Weg.“, zeigt sich BM
Polaschek zuversichtlich.

Schon im Jahr 2024 werden die Hochschulen wieder zeigen können, wie
sie ihre Diversitäts-Aktivitäten weiter- bzw. neu-entwickelt und
etabliert haben, denn dann folgt die fünften Auflage des
Diversitätsmanagement-Preises „Diversitas“ wie Sektionschefin Barbara
Weitgruber, unter deren Agenden auch Gleichstellung und
Diversitätsmanagement fallen, ankündigte.
Kunstkooperation mit Universität für künstlerische und industrielle
Gestaltung Linz

Eine weitere Besonderheit des Diversitas-Preises: Zusätzlich zu den
Urkunden und dem Preisgeld wird ein haptischer Preis verliehen, der
jeweils individuell im Rahmen einer Kunstkooperation mit einer
österreichischen künstlerischen Hochschule von Studierenden gestaltet
wird. 2022 wurden die Preise von Eva-Maria Zangerle, Studierende an
der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz,
gestaltet. Sie erarbeitete Glastrophäen, die den Preisträgerinnen und
Preisträgern feierlich vom Bundesminister überreicht wurden.

Übersicht Preisträger/innen

5 Hauptpreise zu je € 25.000,- (alphabetisch)
• Fachhochschule Technikum Wien: WeCanTech – Maßnahmen zur
Genderequality
• Pädagogische Hochschule Steiermark: Fokus Digitalisierung und
Inklusion
• Universität Klagenfurt: WelcomeDiversity@aau: Gender- und
Diversitätskompetentes Handeln in Recruiting und Onboarding für eine
diversitätsinklusive Hochschulkultur
• Universität Wien: Multiply Diversity! Multiplikator*innen im Fokus
gelebter Diversität an der Universität Wien
• Wirtschaftsuniversität Wien: Gender Monitoring: der digitale und
interaktive Gleichstellungsbericht der WU
2 Anerkennungspreise zu je € 12.500,-
• Montanuniversität Leoben: Diversity@MUL
• Universität Innsbruck: Job-Ad-Decoder (JADE) – ein digitales Tool
zur Identifikation diskriminierender Sprachcodes in Stelleninseraten

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