- 30.11.2022, 10:18:06
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ORF-Programmschwerpunkt zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen
Ab 28. November in ORF 2 und ORF III, in den ORF-Radios, im ORF.at-Netzwerk, auf der ORF-TVthek und im ORF TELETEXT
Utl.: Ab 28. November in ORF 2 und ORF III, in den ORF-Radios, im
ORF.at-Netzwerk, auf der ORF-TVthek und im ORF TELETEXT =
Wien (OTS) - Anlässlich des Internationalen Tags der Menschen mit
Behinderungen, der jährlich am 3. Dezember stattfindet, stellt der
ORF in Dokumentationen, Magazinbeiträgen und Reportagen das Leben und
Arbeiten, die Freizeit und den Alltag von Frauen und Männern mit
Behinderung in den Mittelpunkt. Mit dem Ziel, die Öffentlichkeit zu
sensibilisieren, nehmen sich ORF 2, ORF III, die ORF-Radios, das
ORF.at-Netzwerk, die ORF-TVthek und der ORF TELETEXT ab 28. November
2022 dieses Themas an. Das Programm zum Internationalen Tag der
Menschen mit Behinderungen wird umfassend barrierefrei ausgestrahlt.
Für gehörlose und hörbehinderte Zuschauer/innen stehen im ORF
TELETEXT auf Seite 777 sowie auf der ORF-TVthek Live-Untertitel zur
Verfügung. Zudem werden ausgewählte Sendungen für das gehörlose
Publikum mit Österreichischer Gebärdensprache (auf ORF 2 Europe,
DVB-T 2 SD, auf der ORF-TVthek via Live-Stream und Video-on-Demand)
sowie für das blinde und sehbehinderte Publikum angeboten. Sendungen
wie etwa „Die Rosenheim-Cops“, das Achtelfinale der Fußball-WM und
die Komödie „Das Glück ist ein Vogerl“ werden mit akustischer
Bildbeschreibung versehen, die durch Umschalten mit der Fernbedienung
auf den zweiten Tonkanal sowie live und zum Nachsehen auf der
ORF-TVthek hörbar wird.
ORF-Generaldirektor Roland Weißmann: „ORF-Programm barrierefrei
auszustrahlen gehört zum ureigensten öffentlich-rechtlichen Auftrag.
Der ORF unternimmt seit Jahren mit Freude große Anstrengungen, um
dieses Angebot stetig auszubauen. Im jährlichen ORF-Schwerpunkt zum
Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen machen wir nicht
nur unsere Initiativen für diesen wichtigen Teil der
ORF-Konsumentinnen und -Konsumenten in TV, Radio und online besonders
sichtbar, sondern fokussieren darauf, worum es wirklich geht:
Menschen mit Behinderungen zuzuhören und ihren Anliegen eine Stimme
zu geben.“
Die Sendungen im chronologischen Überblick:
In einer Beitragsserie stellt „Studio 2“ täglich ab 29. November bis
inklusive 23. Dezember um 17.30 Uhr in ORF 2 verschiedenste von LICHT
INS DUNKEL unterstütze Projekte vor. In der ersten Woche geht es
unter anderem um den „Lebensladen“ in St. Michael in der
Obersteiermark, die „Meierei“ in Treffen in Kärnten, „Lifetool“ in
Linz und „Soforthilfe Lara“ im niederösterreichischen Böheimkirchen.
ORF III zeigt anlässlich des Tages der Menschen mit Behinderung am
Mittwoch, dem 30. November, im Rahmen von „Kultur Heute“ (19.45 Uhr)
eine neue Folge der Beitragsreihe „we proudly present“. Diesmal
werden die Musikerinnen und Musiker von „Mundwerk“ porträtiert.
Am Freitag, dem 2. Dezember, führt Miriam Labus durch das
Vormittagsprogramm in ORF 2: „Guten Morgen Österreich“ berichtet ab
6.30 Uhr in ORF 2 über Blindenfußball und spricht dazu mit Kapitänin
Bettina Sulyok und ihrem Trainer live im Studio.
Hansjörg Hofer war seit 2017 Anwalt für Gleichbehandlungsfragen für
Menschen mit Behinderungen. Als solcher hat er sich für die Inklusion
von Menschen mit Behinderungen eingesetzt und maßgeblich am
Behindertengleichstellungsrecht und den Verhandlungen für die
UN-Behindertenrechtskonvention mitgewirkt. Im Rahmen der Sendereihe
„Gipfel-Sieg: Der Wille versetzt Berge“ sprach Barbara Stöckl mit dem
mittlerweile verstorbenen Anwalt – ORF 2 zeigt das Gespräch am 2.
Dezember um 9.55 Uhr. In einem starken und berührenden Dialog
präsentiert Barbara Stöckl auch die Musikerin Zabine Kapfinger: Zwei
Menschen, die auf unterschiedlichste Weise schwere und ehrgeizige
Lebensabschnitte zu ihrem persönlichen „Gipfel-Sieg“ gemacht haben.
Danach steht um 10.40 Uhr „OHNE GRENZEN Spezial – Das
Behindertensport-Magazin“ auf dem ORF-2-Programm (ORF SPORT + zeigt
diese Ausgabe am 4. Dezember um 20.15 Uhr): Miriam Labus begrüßt als
Studiogast den Paraschwimmer Andreas Ernhofer. Der Vize-Weltmeister
spricht über seine jüngste Auszeichnung – er wurde von „Forbes“ auf
die „30 unter 30“-Liste gesetzt. Weitere Themen sind:
Inklusiver Fußball: Beim „Herbert Pichler Cup“ sind Spieler aller
Behinderungsarten dabei
Gehörlosensport: Evgenia Guenova im Porträt
Inklusiver Kampfsport: Para-Taekwondo
Blinden- & Sehbehindertensport: Para-Ruderer David Erkinger beim
Training auf der Donau
Talente im Fokus: Österreichs Nachwuchs-Parasportlerinnen und
-sportler bei den Talent Days und den SchooolGames
Emotionale Momente: Rückblick auf die Paralympics 2022 –
Freudentränen, Edelmetall und große Gefühle bei Carina Edlinger &
Familie Aigner
Im Spielfilm „So wie du bist“ (11.20 Uhr, ORF 2) verliert die im
Beruf so beinharte Richterin Helene ihr Herz an ein Mädchen mit
Down-Syndrom: Als die Richterin ihren Ruhestand antritt, sind viele
Kolleginnen und Kollegen erleichtert. Dann passiert ein Unglück:
Helene verursacht einen Autounfall und kümmert sich ab sofort um das
junge Mädchen, deren Vater dabei verletzt wurde. Michalina, die das
Down-Syndrom hat, spricht nach anfänglichen Schwierigkeiten mit ihrer
Herzlichkeit eine Seite Helenes an, die sie selbst gar nicht mehr
kennt. In der Koproduktion von ORF und MDR spielen unter der Regie
von Wolfgang Murnberger und nach einem Drehbuch von Uli Brée Gisela
Schneeberger (Helene), Juliana Götze (Michalina), Sebastian Urbanski
(Sebastian), Cornelius Obonya (Charly), Lukas Resetarits (Bruno
Sedlacek / Vater von Michalina), Petra Morzé (Sophia Mück), Karlheinz
Hackl (Edgar Mück), Christopher Schärf (Rupert), August Schmölzer
(Herbert Eichner), Peter Turrini (Bischof) u. a.
„Aktuell nach eins“ und „Aktuell nach fünf“ (13.00 und 17.05 Uhr, ORF
2) planen für ihre Ausgaben ebenfalls aktuelle Beiträge zum Thema.
Um 19.30 Uhr zeigt ORF III den „DisAbility Confidence Day 2022“:
Heuer geht es um die Herausforderungen von gesellschaftlicher
Veränderung und technologischem Fortschritt. Führende CEOs und
internationale Expertinnen und Experten diskutieren dabei über
Barrierefreiheit als Erfolgsfaktor, neue Ideen für die
Inklusionsarbeit und soziale Nachhaltigkeit als neue Herausforderung
für Unternehmen.
Am Samstag, dem 3. Dezember, berichtet „Tirol heute“ (19.00 Uhr, ORF
T) über ein inklusives Festival im Freien Theater BRUX, das von 1.
bis 3. Dezember stattfindet und bei dem unter anderem die Tiroler
Tangogruppe „InnTango“ auftritt. Die Gruppe besteht aus Menschen mit
und ohne Behinderungen und zeigt, wie Inklusion im Theater
funktionieren kann. „Tirol heute“ geht der Frage nach, was die
Betroffenen anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit
Behinderungen zu sagen haben. Wo sehen sie Schwachstellen im System
sowie in der gesamten Gesellschaft und was können wir von ihnen
lernen? Im Studio zu Gast ist Mag. Isolde Kafka,
Gleichbehandlungsbeauftragte Land Tirol. „Wien heute“ (19.00 Uhr, ORF
W) plant einen Beitrag über ein Inklusionsprojekt im Amateur-Fußball:
Der gemeinnützige Verein „Spielerpass“ bietet Fußballtrainings für
Menschen mit Beeinträchtigungen. Wie kann Fußball beim Thema
Inklusion im Alltag hilfreich sein?
„Heimat Fremde Heimat“ startet am Sonntag, dem 4. Dezember, um 13.30
Uhr in ORF 2 mit der zweiten Staffel der ausgezeichneten Doku-Reihe
„Erklär mir wie du lebst“: Kinder mit Behinderungen gewähren
Einblicke in ihren Alltag und zeigen, wie Selbstbestimmung und
gelebte Inklusion möglich sein können. In jeder Ausgabe trifft ein
Kind mit Behinderungen auf ein Kind ohne Behinderungen – und bekommt
Einblick in das Leben des anderen.
Das Programm zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen
in den ORF-Radios
„Wut, Lust und Inklusion“ lautet der Titel des „Radiokolleg“ von
Montag, dem 28. November, bis Donnerstag, den 1. Dezember, jeweils ab
9.05 Uhr in Ö1. Gemeinsam mit den inklusiven Redaktionen „Freak
Radio“, „andererseits“ und der inklusiven Lehrredaktion im ORF
gestalten Journalistinnen und Journalisten mit und ohne Behinderungen
die vierteilige Reihe. Der erste Teil geht der Frage nach, warum Wut
am Weg zur Inklusion notwendig und sogar unverzichtbar ist. Essen,
ein kleiner Spaziergang oder Sex: All das macht Lust aufs Leben. Dass
mit einer Behinderung diese Lust unter Umständen jedoch gut geplant
werden muss, ist Thema am 29. November. Am 30. November geht es
darum, dass das Thema Geld für Menschen mit Behinderungen zentral
ist. Denn ohne finanzielle Mittel keine Assistenz, keine Hilfsmittel
und noch mehr Barrieren. Am 1. Dezember reflektieren die
Journalistinnen und Journalisten über Kommunikation und ihre eigene
Arbeit in und mit Medien.
„Praxis – Religion und Gesellschaft“ (16.05 Uhr) berichtet am
Mittwoch, dem 30. November, im Beitrag „Gehörlos glauben“ über die
24-jährige Fatema Hamidi, die seit ihrer Geburt gehörlos ist. Nach
ihrer Flucht aus Afghanistan lernte sie erst mit neun Jahren in
Österreich Gebärdensprache. In Graz hat sie eine Lehre zur
Goldschmiedin gemacht.
Inklusives Musizieren ist Thema in „Intrada“ am Freitag, dem 2.
Dezember, ab 10.05 Uhr. Das Feature „Das blöde Down-Syndrom. Bilanz
und Pläne eines Paares.“ steht am Programm der Ö1-„Hörbilder“ (9.05
Uhr) am Samstag, dem 3. Dezember: Christiane und Volker sind seit 18
Jahren verheiratet. Es geht ihnen gut. Und der „Mist“ mit ihrem
Down-Syndrom, wie sie sagen – damit kommen sie zurecht. Aber jetzt
werden sie älter. „Wir müssen gute Nerven haben“, resümieren sie.
Am Sonntag, dem 4. Dezember, spricht Franz-Joseph Huainigg über das
Leben mit persönlicher Assistenz: „Ich führe ein Leben inmitten der
Gesellschaft“ ist in „Lebenskunst“ ab 7.05 Uhr zu hören: Seit vielen
Jahren engagiert sich Franz-Joseph Huainigg für Menschen mit
Behinderungen. Und er weiß sehr genau, was es damit auf sich hat,
sitzt er doch selbst im Rollstuhl, lebt mit einem Beatmungsgerät und
nimmt für (vermeintlich) so alltägliche Tätigkeiten wie Zähne putzen
die Unterstützung durch persönliche Assistentinnen und Assistenten in
Anspruch. Wie das alles funktioniert, welche Ausnahmesituationen und
Krisen es geben kann – aber auch, wie gesellschaftliche Teilhabe mit
Behinderung möglich ist, davon handelt Huainiggs jüngstes Buch mit
dem Titel „Selbstbestimmt leben“. Er gibt darin sehr persönliche
Einblicke, und auch der feine Humor kommt nicht zu kurz.
Ab 9.05 Uhr spricht Wissenschaftskommunikatorin Karin Chladek in den
„Gedanken“ darüber, dass Inklusion das Schätzen menschlicher Vielfalt
bedeutet. Das Programm im Detail ist abrufbar unter
https://oe1.orf.at/inklusion.
Hitradio Ö3 wird am Samstag, dem 3. Dezember, hörbar machen, wie
durch Klischees und Vorurteile aus einer Beeinträchtigung tatsächlich
eine Behinderung wird – und so das Land für sichtbare und vor allem
auch gedankliche Barrieren sensibilisieren.
Inklusion und Barrierefreiheit im ORF
Dem ORF ist Inklusion und Barrierefreiheit ein selbstverständliches
gesellschaftliches Anliegen. Daher wird durch Audiodeskription für
sehbehinderte und blinde Menschen, Gebärdensprachdolmetschung und
Untertitelung für schwerhörige und gehörlose Menschen sowie Einfache
Sprache für Menschen mit Lernbehinderungen der Zugang zum
ORF-Programm ermöglicht. Ziel des ORF ist es, das barrierefreie
Angebot im Dialog mit Behindertenorganisationen in den nächsten
Jahren weiter auszubauen. Ebenso versucht der ORF durch regelmäßige
Schwerpunktsetzungen in seinem Programm, Themen rund um Inklusion,
selbstbestimmtes Leben und gleichberechtigte Teilhabe, insbesondere
im Bereich Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen, in den Fokus
zu setzen, um ein breites Bewusstsein zu schaffen und Barrieren in
den Köpfen abzubauen.
ORF.at-Netzwerk, ORF-TVthek und ORF TELETEXT
Auch in den Online- und TELETEXT-Angeboten des ORF ist
Barrierefreiheit ein zentrales Thema. So orientieret sich das
ORF.at-Netzwerk an der Version 2.1 der WCAG-Richtlinien und bietet
außerdem täglich Nachrichten in Einfacher Sprache auf seiner
Startseite. Auf der ORF-TVthek werden zahlreiche Sendungen mit
Untertiteln (Live-Streams und Video-on-Demand-Angebote), ÖGS,
Audiodeskription und Transkripten bereitgestellt. Das Videorachiv
„Selbstbestimmung und Vielfalt“ informiert darüber hinaus in ca. 50
Videos über unterschiedliche Aspekte und Probleme von gelebter
Inklusion in der Gesellschaft.
Zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen wird das
ORF.at-Netzwerk im Rahmen der aktuellen Berichterstattung außerdem
unterschiedlichste Aspekte des Themas – etwa positive Beispiele für
gelebte Inklusion in der Gesellschaft – beleuchten, aber auch auf
Problemfelder aufmerksam machen. Die Sendungen des
Programmschwerpunkts, sofern lizenzrechtlich verfügbar, werden
darüber hinaus auf der ORF-TVthek live und on Demand angeboten.
Der ORF TELETEXT wird zusätzlich zu seinen ständigen barrierefreien
Angeboten (Untertitelung, Nachrichten in Einfacher Sprache, Magazin
„Lesen statt Hören“) im Rahmen der tageaktuellen Berichterstattung
über den Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung
informieren.
Vorschau: Die Para-Ski-WM 2023 im ORF
Von 19. bis 30. Jänner findet die Para-Ski-WM 2023 in Spanien – an
den Austragungsorten La Molina und Espot – statt. Der ORF zeigt die
Ski-alpin-Bewerbe live in ORF SPORT + und täglich eine rund
25-minütige Zusammenfassung in ORF 1.
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