• 22.11.2022, 14:33:24
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  • OTS0148

Bundesminister Martin Polaschek gratuliert Forschenden zu 17 ERC Starting Grants

Wien (OTS) - Der Europäische Forschungsrat (European Research Council
– ERC) hat die Ergebnisse der Starting Grant Ausschreibung 2022
bekannt gegeben. In diesem Jahr haben sich in einem strengen
Auswahlverfahren gleich 17 Forschende unter fast 3.000
Mitbewerberinnen und Mitbewerbern durchsetzen können und mehr als €
28,3 Mio. an Fördermitteln für den österreichischen
Forschungsstandort eingeworben. ERC Starting Grants bieten jungen
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die noch weitestgehend am
Beginn ihrer Karrieren stehen, die Möglichkeit sich mit einem Thema
ihrer Wahl zu beschäftigen, um sich in eigenständigen Projekten als
exzellente Forschende zu etablieren. Hierzu wird ihnen für einen
Zeitraum von fünf Jahren ein Budget von bis zu € 1,5 Mio. zur
Verfügung gestellt.

Mit gleich sieben Starting Grants kommen heuer besonders viele
geförderte Projekte aus dem Bereich der Physik- und
Ingenieurswissenschaften. Sechs weitere Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler beschäftigen sich mit sozial- und
gesellschaftswissenschaftlichen Themen und vier der Antragsstellenden
kommen aus dem Bereich der Life Sciences. Vier Grants gehen dieses
Jahr an die Österreichische Akademie der Wissenschaften, wovon zwei
Projekte an den GmbHs der ÖAW angesiedelt sind: eines am Gregor
Mendel Institut für Molekulare Pflanzenbiologie (GMI) und eines am
Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA). Je drei Grants gehen
an das Institute of Science and Technology Austria (ISTA) sowie an
die Universität Wien. An der Technischen Universität Graz konnten
zwei Grants eingeworben werden und je ein weiterer Grant geht an die
Wirtschaftsuniversität Wien, die Universität Linz, die Universität
Salzburg, die Montanuniversität Leoben und die Medizinische
Universität Graz.

So unterschiedlich die Einrichtungen sind, so unterschiedlich und
vielseitig sind auch die Themen: So erforscht etwa die Biologin Kelly
Swarts vom Gregor Mendel Institut für Molekulare Pflanzenbiologie,
wie sich der Klimawandel auf heimische Nadelbäume auswirkt und welche
genetischen Eigenschaften sie bräuchten, um resilienter für die neuen
Umwelteinflüsse gewappnet zu sein. Die Informatikerin Kimberly Modic
vom Institute of Science and Technology Austria (ISTA) hingegen hat
sich das Ziel gesteckt, das Quantum Computing zu revolutionieren,
während der Religionswissenschaftler und Philosoph Rafal Stepien von
der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, der zur
buddhistischen Philosophie in China forscht, die Frage stellt, ob es
eigentlich ethisch ist, gläubig zu sein.

Der Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Martin
Polaschek, zeigt sich erfreut von dem hervorragenden Ergebnis: „Ich
bin sehr beeindruckt, dass sich am österreichischen
Forschungsstandort gleich 17 Antragstellerinnen und Antragssteller im
strengen Auswahlprozess des Europäischen Forschungsrats bewähren
konnten. Dass sie sich unter den exzellenten Mitbewerberinnen und
Mitbewerbern aus aller Welt durchsetzen konnten, zeichnet sie schon
jetzt zu Forschenden von Weltrang aus, von denen wir sicher noch viel
hören werden. Es stimmt mich hoffnungsvoll, wie viele kluge und
neugierige Menschen in Österreich nach innovativen Lösungen für die
Herausforderungen unserer Zeit suchen. Ich gratuliere allen Grantees,
wünsche ihnen viel Erfolg für ihre Forschung und danke ihnen für
ihren wichtigen Beitrag für den Forschungsstandort Österreich und
darüber hinaus.“

Der Europäische Forschungsrat stellte für die
Starting-Grant-Ausschreibung 2022 insgesamt € 636 Mio. zur Verfügung.
Daraus werden nun 408 exzellente Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler an Forschungseinrichtungen in 26 europäischen Ländern
gefördert – dies entspricht einer Erfolgsquote von 14,2 %. Insgesamt
werden aus den geförderten Starting Grant Projekten europaweit etwa
2.000 Arbeitsplätze für Post-Docs sowie Dissertantinnen und
Dissertanten entstehen. Die meisten Projekte sind heuer in
Deutschland (81) angesiedelt, gefolgt von Großbritannien (70), den
Niederlanden (40) und Frankreich (39).

Bei Interesse an den verschiedenen Ausschreibungen des ERC bietet die
FFG als Nationale Kontaktstelle (National Contact Point, NCP) ein
breites Unterstützungsangebot, das neben Informationsveranstaltungen
und Trainings zur Antragstellung auch Feedback zu Projektanträgen und
Interview-Trainings umfasst. Horizon Europe: European Research
Council | FFG

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