• 11.11.2022, 12:47:49
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  • OTS0111

Mutter-Kind-Pass: AK fordert, dass Untersuchungen bundesweit Kassenleistung bleiben

Die Arbeiterkammer begrüßt die Ankündigung von Gesundheitsminister Rauch, dass es den Mutter-Kind-Pass auch in Zukunft geben wird. Jetzt muss die Ärztekammer verhandeln!

Utl.: Die Arbeiterkammer begrüßt die Ankündigung von
Gesundheitsminister Rauch, dass es den Mutter-Kind-Pass auch
in Zukunft geben wird. Jetzt muss die Ärztekammer verhandeln! =

Wien (OTS) - „Die Mutter-Kind-Pass Untersuchung und die verbesserten
Leistungen müssen auch weiterhin für alle Betroffenen bundesweit eine
Kassenleistungen sein“, fordert AK Direktorin Silvia Hruška-Frank.
Die Arbeiterkammer begrüßt die gestrige Ankündigung von
Gesundheitsminister Rauch, dass es den Mutter-Kind-Pass auch in
Zukunft geben wird. „Eine gemeinsame schnelle Verhandlungslösung muss
das Ziel sein! Es kann nicht sein, dass die Ärztekammer in diesen
ohnehin unsicheren Zeiten, wo viele Menschen existenziell stark unter
Druck sind, die Ängste von Eltern schürt“, so Hruška-Frank.

Ärztekammer, Gesundheitsministerium und Familienministerium
verhandeln derzeit die Ausweitung des Angebots im Mutter-Kind-Pass
und eine Anhebung der Honorartarife für Ärztinnen und Ärzte, die die
Untersuchungen durchführen. Sollte es keine Einigung geben, droht die
Ärztekammer mit Ende des Jahres die Kündigung des Mutter-Kind-Passes
als Kassenleistung an. Die Untersuchungen würden künftig nur mehr als
private Leistungen angeboten.

„Wir haben keinen Ärzt:innenmangel, sondern einen Versorgungsmangel
für Kinder – und zwar nicht erst seit gestern, wie die schon lange
fehlenden Kassenordinationen für Kinder sowie Plätze für Psycho- und
Ergotherapie zeigen“, so Hruška-Frank. Es brauche dringend mehr
Kassenstellen, damit Familien gesicherten Zugang zu Leistungen wie
den Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen haben.

Gesundheitspolitische Erfolgsgeschichte
Der Mutter-Kind-Pass ist eine österreichische Erfolgsgeschichte: Eine
Vorsorgemaßnahme, die unabhängig von Stand und Einkommen der Eltern
allen Kindern in den ersten Lebensjahren optimale
Gesundheitsversorgung garantiert. 1974 eingeführt, war das Hauptziel
des Mutter-Kind-Passes zunächst, die Säuglings- und
Müttersterblichkeit zu senken – was höchst erfolgreich gelang.

Heute werden im Rahmen der Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen vor allem
Gesundheitsrisiken, Erkrankungen und Entwicklungsstörungen von
kleinen Kindern früh erkannt. So kann möglichst rasch gegengesteuert
werden, Fördermaßnahmen können sehr früh ansetzen. Dass für den Bezug
des Kinderbetreuungsgeldes die Durchführung der Untersuchungen nötig
ist, unterstreicht, wie wichtig diese Gesundheitsmaßnahme ist.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKW

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