- 11.11.2022, 09:00:04
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BMBWF verleiht Danubius Awards 2022
Danubius Award 2022, Mid-Career Award und Danubius Young Scientist Awards an 13 aufstrebende Forschende aus dem Donauraum wurde in Maribor vergeben
Utl.: Danubius Award 2022, Mid-Career Award und Danubius Young
Scientist Awards an 13 aufstrebende Forschende aus dem
Donauraum wurde in Maribor vergeben =
Maribor/Wien (OTS) - Der “Danubius Award“ 2022 geht an die
bulgarische Wissenschaftlerin Prof. Dr. Diana Mishkova, Professorin
für Geschichte und Direktorin des Centre for Advanced Study (CAS) in
Sofia, Bulgarien. Mit ihren Arbeiten zu Schwerpunkten der modernen
und Zeitgeschichte Osteuropas, der Modernisierung Südosteuropas, der
europäischen Gesellschaften und europäischen Peripherien sowie der
nationalen Identitäten hat sie entscheidend zur Forschungen über den
Balkan beigetragen. Sie ist zudem Gründungsdirektorin des CAS Sofia,
das von zahlreichen internationalen Förderern finanziert wird, wie
dem Wissenschaftskolleg Berlin. Prof. Dr. Mishkova wurde für ihre
wissenschaftlichen Arbeiten bereits mehrfach ausgezeichnet und wirkt
an zahlreichen internationalen Projekten mit – aktuell am Horizon
2020 Projekt „PREVEX - Preventing Violent Extremism in the Balkans“.
Mit dem „Danubius Mid-Carreer Award“ 2022 wird die ukrainische
Wissenschaftlerin Assoc. Prof. Dr. Tamara Martsenyuk ausgezeichnet.
Sie ist Associate Professor an der National University of Kyiv-Mohyla
Academy. Ihre Schwerpunktbereiche sind Gender-Forschung, Fragen
sozialer Ungleichheit, gender policies, soziale Bewegungen sowie
Empowerment. Neben zahlreichen Aufenthalten im Ausland und der
Beteiligung an internationalen Forschungsprojekten, bringt sie ihre
Expertise auch in nationale Politikforen und NGO´s ein. Aktuell
forscht sie am Thema „Women’s inlvolvement in Russia’s War against
Ukraine“.
Darüber hinaus werden 13 Nachwuchswissenschaftler und
Nachwuchswissenschaftlerinnen aus dem Donauraum für ihre
wissenschaftliche Arbeit mit den Danubius Young Scientist Awards
geehrt.
Mit der Vergabe dieser Awards leistet das BMBWF einen Beitrag zur
Umsetzung der 2011 vom Europäischen Rat beschlossenen EU-Strategie
für den Donauraum (EUSDR). Durch die Auszeichnung herausragender
wissenschaftlicher Leistungen wird die Donauregion als Forschungsraum
sichtbar gemacht, und die Wahrnehmung ihrer multidisziplinär
gelagerten Herausforderungen und Potenziale verstärkt.
„Der Donauraum bietet viele Möglichkeiten für die
grenzüberschreitende und regionale Zusammenarbeit zwischen
Universitäten und Forschungseinrichtungen. Und in der Tat gibt es
viele gemeinsame Herausforderungen entlang der Donau und darüber
hinaus, die wir gemeinsam angehen und Lösungen entwickeln müssen“ so
der Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung Ao.
Univ.-Prof. Martin Polaschek anlässlich der Verleihung der Preise am
10.11.2022 an der Universität Maribor.
„Die Rolle der Forscher und Forscherinnen hat sich in den letzten
Jahren grundlegend verändert. Sie sind einerseits stark gefragt, um
schnelle Ergebnisse zu liefern, wichtige politische Entscheidungen zu
fundieren und den aktuellen Wissensstand zu erklären. Auf der anderen
Seite sehen wir eine besorgniserregende Zunahme der Skepsis gegenüber
Wissenschaft und Forschung sowie gegenüber der Demokratie im
Allgemeinen, was vielfältige Probleme für und in unseren
Gesellschaften schafft. Dieser Skepsis gilt es gemeinsam
entgegenzuwirken und ich bin zuversichtlich, dass die
Preisträgerinnen und Preisträger von heute mit ihrer Arbeit dazu
beitragen“, so Polaschek weiter.
Die Verleihung in Maribor wurde durch Sektionschefin Barbara
Weitgruber aus dem BMBWF sowie dem Vorstandsvorsitzenden des
Instituts für den Donauraum und Mitteleuropa Friedrich Faulhammer
vorgenommen.
Dabei betonte Barbara Weitgruber mit Bezug auf die Solidarität mit
der Ukraine als Partnerland der EUSDR: „Wir werden unsere
Unterstützung für die ukrainischen Forschenden, die in die EU
gekommen sind oder kommen wollen, sowie für diejenigen, die in der
Ukraine verblieben sind, fortsetzen. Außerdem hoffen wir auf einen
baldigen Start zum Wiederaufbau und bereiten uns auf entsprechende
Unterstützungsmaßnahmen vor“.
Friedrich Faulhammer ergänzend: „Ich freue mich sehr, dass wir
gemeinsam mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung
erneut Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auszeichnen, die auf
ihren verschiedenen Forschungsgebieten maßgeblich zur Entwicklung von
Wissen und Verständnis im Donauraum beitragen. In diesem Jahr freut
es mich besonders, dass wir auch die wissenschaftliche Arbeit
ukrainischer Forscherinnen hervorheben können, da sie derzeit
gezwungen sind, unter den durch den ungerechtfertigten russischen
Angriff auf ihr Land geschaffenen Bedingungen zu arbeiten“.
Der “Danubius Award" wurde 2011 zur Auszeichnung von Personen ins
Leben gerufen, die sich in ihrem wissenschaftlichen Werk oder
Schaffen in hervorragender Weise mit dem Donauraum auseinandergesetzt
haben. Der Preis wird jährlich im Rotationsprinzip für Leistungen in
den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften (2022) oder in den
Lebenswissenschaften vergeben und ist mit € 5.000,- dotiert.
Der „Danubius Mid-Career Award“ ist mit 2.200,- Euro dotiert und wird
seit 2017 an Forschende vergeben, die 5 bis maximal 15 Jahre nach
ihrem letzten formalen wissenschaftlichen Abschluss stehen bzw. über
entsprechend gleichwertige wissenschaftliche Erfahrung verfügen. Die
Preisträgerinnen wurden von einer unabhängigen Fachjury unter dem
Vorsitz von Univ.-Prof. Dr. Stefan M. Newerkla (Universität Wien)
ausgewählt.
Seit 2014 werden auch spezielle Nachwuchsförderpreise, die “Danubius
Young Scientist Awards“ vergeben. Die Preise, die für alle
Disziplinen offenstehen, heben die wissenschaftliche Arbeit und das
Talent junger Forscher und Forscherinnen hervor und steigern die
Sichtbarkeit der Exzellenz der Forschungsgemeinschaft im Donauraum.
Dadurch tragen die Preise auch dazu bei, dass sich die
Nachwuchsforschenden mit dem Fluss und der Region auf vielfältige
Weise beschäftigen. Die Nachwuchs-Preise sind mit € 1.350,- je
Preisträger/Preisträgerin dotiert. Die Auswahl erfolgte durch eine
internationale Fachjury, wobei die Kandidaten/Kandidatinnen für den
Award von ihren jeweiligen wissenschaftlichen Institutionen nominiert
wurden.
Preisträger/Preisträgerinnen des “Danubius Young Scientist Award“:
Bosnien und Herzegowina: Djukanović Marko
Deutschland: Schmitt Jan
Kroatien: Kranjec Orlović Jelena
Moldawien: Arnaut Nicolae
Montenegro: Brajović Miloš
Österreich: Apaydin Daniela
Rumänien: Cudalbeanu Mihaela
Serbien: Miletić Zorana
Slowakei: Zsigmond Tibor
Slowenien: Temova Rakuša Žane
Tschechische Republik: Grimes Adela
Ukraine: Diahovchenko Illia
Ungarn: Bartos Blanka
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