• 03.11.2022, 10:56:20
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  • OTS0077

Weitere Standorte für Akutpflege-Sanitäter-Teams in Niederösterreich

LR Eichtinger/Fidler/Chwojka: „Acute Community Nurse“-Pilotprojekt wird aufgrund des Erfolgs in die zweite Phase geführt

Utl.: LR Eichtinger/Fidler/Chwojka: „Acute Community
Nurse“-Pilotprojekt wird aufgrund des Erfolgs in die zweite
Phase geführt =

St. Pölten (OTS) - Am heutigen Donnerstagvormittag informierten
Landesrat Martin Eichtinger, der Vorsitzende des
ÖGK-Landesstellenausschusses Norbert Fidler und Notruf NÖ
Geschäftsführer Christof Constantin Chwojka über den Ausbau des
Akutpflege-Sanitäter-Teams in Niederösterreich. Bei diesem
Pilotprojekt versorgen diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger,
die auch über eine Notfallsanitäter-Ausbildung verfügen, Patientinnen
und Patienten vor Ort.

Die Idee hinter dem im Mai 2020 im Bezirk Bruck an der Leitha
gestarteten Pilotprojekt „Acute Community Nurse (ACN)“ ist es,
erfahrene diplomierte Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger, die
eine Notfallsanitäter-Ausbildung abgeschlossen haben, in den Einsatz
zu bringen und damit nicht-notwendige Hospitalisierungen den
Patientinnen und Patienten zu ersparen. Viele der Interventionen
betrafen vor allem akute pflegerische Maßnahmen zu Hause. Darunter
fallen Tätigkeiten, die sonst im Krankenhaus erledigt werden hätten
müssen, wie das Wechseln von Kathetern oder Verbänden. Die
evaluierten Zahlen zeigen nun, dass es positive Effekte für die
Patientinnen und Patienten gibt und diese kombinierte Dienstleistung
viele Vorteile für das Gesundheitssystem bringt.

„Diese besondere Kombination aus Pflege und Rettungsdienst kann eine
Erweiterung der niedergelassenen Versorgung zu Tagesrandzeiten und an
Wochenenden bewirken“, sagte Landesrat Eichtinger, der auch betonte:
„‘Acute Community Nursing‘ ist dazu geeignet, zeitliche Lücken in der
Versorgung zu schließen und das Hausarztsystem bei ihrem Dienst für
die Patientinnen und Patienten zu unterstützen.“ Daher erfolge für
die Akutpflege-Sanitäter-Teams in den nächsten Monaten und Jahren
eine schrittweise Ausweitung auf bis zu zehn weitere Standorte in
Niederösterreich, führte er weiter aus. „Derzeit laufen bereits die
Aufnahmen weiterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Akquise
der neuen Standorte. Diese werden nach regionalen Bedürfnissen
sorgfältig ausgewählt. Damit schaffen wir ein zusätzliches Plus bei
der Gesundheitsversorgung für die Menschen in der Region. Aber auch
die Unterstützung für die pflegenden Angehörigen steht hier auf der
Tagesordnung. Viel mehr Patientinnen und Patienten können dann zu
Hause versorgt werden“, so Eichtinger.

Norbert Fidler, Vorsitzender des Landesstellenausschusses der
Österreichischen Gesundheitskasse in Niederösterreich, hob hervor:
„Acute Community Nurses vereinen das Beste aus zwei Welten und
fungieren gleichzeitig als Lotsinnen und Lotsen durch das
Gesundheitssystem“. Das kann erreicht werden, indem rund um die Uhr
eine akute Versorgung am Wohnort durchgeführt wird. Vor allem zu
jenen Uhrzeiten, wo reguläre Gesundheitsdienstleister wie mobile
Pflege- oder Hospizdienste, aber auch niedergelassene Ärztinnen und
Ärzte nicht zur Verfügung stehen. Das zeigt auch, dass die meisten
pflegerischen Interventionen am Freitag, Samstag und Sonntag und hier
vor allem zwischen 15 und 23 Uhr notwendig waren. Ein weiterer
Vorteil ist, dass nach den meisten Akutmaßnahmen die Mehrzahl der
Patientinnen und Patienten im niedergelassenen Bereich weiterversorgt
werden können.

„Die Kontaktaufnahme der ‚Acute Community Nurses‘ mit mobilen
Pflegediensten oder behandelnden Ärztinnen und Ärzten sind wichtige
Bausteine des Versorgungsablaufes. Es erfolgt ein
Informationsaustausch während oder nach einer Intervention, es werden
von den Regelversorgern aber auch Anordnungen eingeholt,“ erklärte
Christof Constantin Chwojka, Geschäftsführer Notruf NÖ. Die
Kombination beider Berufsbilder stellt ein enormes Potential dar.
Damit werden ambulante Behandlungen in den Kliniken reduziert, der
niedergelassene Bereich entlastet und die Verfügbarkeit des regulären
Rettungsdienstes verbessert. Diese Ergebnisse, überprüft durch ein
intensives Dokumentationssystem, zeigen, dass dieses Projekt eine
zusätzliche Stütze in der Gesundheitsversorgung ist.

Nähere Informationen beim Büro Eichtinger unter
02742-9005-1230902742/9005-13443, Tanja Kapusta, BA, und E-Mail
[email protected]

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