• 02.11.2022, 11:29:07
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AK Anderl: Am Arbeitsmarkt benachteiligt – Frauen entlasten und besser absichern!

Wien (OTS) - „Frauen sind nach wie vor auf dem Arbeitsmarkt
benachteiligt“, sagt AK Präsidentin Renate Anderl. „Das zeigt nicht
nur der heurige Gender Pay Gap, Frauen tragen auch noch immer die
Hauptlast für die familiäre Care-Arbeit.“ Die AK verlangt daher einen
Rechtsanspruch auf Leistungen der Kinderbetreuung und Langzeitpflege
und eine bessere Entlohnung und Arbeitsbedingungen bei Jobs im
Care-Bereich, vor allem in der Kindergärten und Horten.
Der diesjährige Gender Pay Gap, also der Einkommensunterschied
zwischen Frauen und Männern in Österreich, ist mit mehr als 17
Prozent im europäischen Vergleich sehr hoch. „Einer der Gründe ist,
dass Frauen nach wie vor die Hauptverantwortung für unbezahlte
familiäre Care-Arbeit leisten müssen“, so Anderl. „Die Corona Krise
hat für Frauen zudem sehr oft den Rückzug aus dem Arbeitsmarkt
bewirkt.“

Die aktuellen Zahlen weisen zwar auf eine deutliche Verbesserung der
Arbeitsmarktintegration hin, da im Vergleich zum Vorjahr die
Arbeitslosigkeit deutlich gesunken und die Erwerbsbeteiligung wieder
gestiegen ist. Allerdings zeigt sich, dass ein eklatanter Mangel an
Kinderbetreuungsplätzen vielen Frauen der Wiedereinstieg beinahe
unmöglich gemacht wird, da vor allem in den ländlichen Gebieten oft
nur dann ein Platz angeboten wird, wenn bereits ein Arbeitsplatz
vorhanden ist. Dadurch werden Frauen um ihre Chance auf einen
Arbeitsplatz und ein eigenes Einkommen gebracht. Sie werden aber auch
auf dem Arbeitsmarkt dringend gebraucht. Daher müssen Bund und Länder
endlich für flächendeckende ganztägige Kinderbetreuungsangebote
sorgen.

Es braucht dringend Lösungen – die AK verlangt:

+ Rechtsanspruch auf Kinderbildung und Langzeitpflege: Damit Frauen
ausreichend Zeit für Erwerbsarbeit haben, ist ein Rechtsanspruch auf
Leistungen der Kinderbetreuung und der Langzeitpflege nötig. Die
Leistungen müssen flächendeckend verfügbar, leistbar und auf die
Bedürfnisse und den Bedarf der Menschen abgestimmt sein. Frauen
müssen von der von ihnen geleisteten und unbezahlten Care-Arbeit
entlastet werden.

+ Keine Nachteile am Arbeitsmarkt: Frauen dürfen nicht benachteiligt
sein, wenn sie auf Arbeitsuche sind und noch keinen konkreten
Arbeitsplatz gefunden haben.

+ Jobs im Care-Bereich attraktiver machen: Auch bezahlte Care-Arbeit
ist meist schlecht bezahlt. Um dem Engpass bei Arbeitsplätzen im
Care-Bereich, vor allem in der Pflege, in Kindergärten und Horten,
entgegenzuwirken, braucht es eine bessere Bezahlung und bessere
Arbeitsbedingungen. Zudem ist eine verbesserte Existenzsicherung für
die Ausbildung in der Elementarpädagogik nötig, etwa durch ein
zusätzliches Ausbildungsgeld – so wie in Wien.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKW

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