• 25.10.2022, 09:20:52
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  • OTS0034

„Welcome on Board“ neue Landeslehrerinnen und Landeslehrer

LH Mikl-Leitner: „Es braucht nicht die gleiche Bildung für jeden, sondern die richtige Bildung für jedes Kind“

Utl.: LH Mikl-Leitner: „Es braucht nicht die gleiche Bildung für
jeden, sondern die richtige Bildung für jedes Kind“ =

St. Pölten (OTS/NLK) - Am gestrigen Montagnachmittag begrüßten
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, der scheidende Bildungsdirektor
Johann Heuras, sein Nachfolger Karl Fritthum und weitere
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Bereich Schule und Bildung
des Landes Niederösterreich die neuen Pädagoginnen und Pädagogen, die
seit September an einer niederösterreichischen Schule unterrichten,
im Festspielhaus St. Pölten.

Mikl-Leitner: „Sie sind erste und wichtige Ansprechstelle für unsere
Kinder direkt vor Ort, in der Klasse, in der Schule.“ Es gehe in der
Schule nicht nur um Wissensvermittlung, sondern auch darum, den
jungen Menschen Orientierung und Richtung zu geben, denn, so die
Landeshautfrau: „Es braucht nicht die gleiche Bildung für jeden,
sondern die richtige Bildung für jedes Kind.“ Jedes Kind habe
unterschiedliche Talente und es sei das Wichtigste, gemäß diesen
Talenten die richtigen Entscheidungen über die weitere schulische
Karriere, sei es Gymnasium, Mittelschule, Lehre oder eine
weiterführende Schule, zu treffen. „Deshalb sehe ich es als eine
zentrale Aufgabe der Lehrkräfte, die Schülerinnen, Schüler, aber auch
deren Eltern zu begleiten und umfassend zu informieren“. Mikl-Leitner
betonte, dass der Weg einer Karriere als Facharbeiter und
Facharbeiterin oder als Akademiker und Akademikerin gleichwertig sei,
„weil mittlerweile in vielen Facharbeiterberufen die
Lebensverdienstsumme die gleiche ist wie mit einem akademischen
Abschluss.“

Die Landeshauptfrau sah im Bildungsbereich vor allem auch die Politik
gefordert, etwa bei der neuen Lehrerausbildung, die gerade evaluiert
werde. Sie wünschte sich Diskussion, beispielsweise zur Länge des
Studiums, zum Zeitpunkt des Einstieges in die Praxis, aber vor allem
bei der Frage, welches Maß an pädagogischer Ausbildung Quereinsteiger
als praktische Lehrer in den Berufsbildenden Schulen brauchen, „denn
das, was derzeit verlangt ist, ist meines Erachtens zu viel – hier
laufen wir Gefahr, keine Praktiker mehr in die Schulen zu bekommen.“
Mikl-Leitner forderte die jungen Pädagoginnen und Pädagogen auf,
mitzureden, der Politik zu sagen, was es an Änderungen und Korrektiv
brauche, „denn Sie sind die Expertinnen und Experten vor Ort, die das
am besten beurteilen können.“ Sie wünschte den Lehrerinnen und
Lehrern alles Gute auf Ihrem Weg und war sich sicher: „Sie werden
ihren Job gut machen, wenn Sie ihn mit Herz, Hirn und Kompetenz
machen und Sie werden viel investieren, aber auch viel von den jungen
Menschen, den Schülerinnen und Schülern, zurückbekommen.“

Die Landeshauptfrau hob besonders Bildungsdirektor Heuras und sein
Team der Bildungsdirektion hervor, die es mit ihrem Engagement
geschafft haben, auch im heurigen Schuljahr alle Posten zu besetzen,
so dass keine Klasse ohne fixen Lehrer bleibt. Abschließend
verabschiedete sie Johann Heuras, bedankte sich für sein „jahrelanges
Handeln im Schulwesen, immer mit Herz und Seele“, und hieß den neuen
Bildungsdirektor Karl Fritthum herzlich willkommen.

Der scheidende Bildungsdirektor Johann Heuras wandte sich in seiner
letzten Ansprache in seiner Funktion an die neuen Landeslehrerinnen
und –lehrer mit den Worten: „Ich danke Ihnen, dass Sie angeheuert
haben, am Schiff, dass sich Bildungsdirektion für Niederösterreich
nennt und dass Sie uns unterstützen.“ Er gab den jungen Lehrkräften
mit, dass es etwas Schönes sei, junge Menschen zu Persönlichkeiten zu
formen, die in der Lage sind, Krisen zu meistern und die Zukunft zu
bestehen. Heuras erklärte, dass es für ihn drei „Zauberwörter“ gäbe,
die er für gewinnende Bildung und Pädagogik als entscheidend erachte:
„Erstens Verantwortung übernehmen in der Klasse und für die Kinder,
aber der Jugend auch lernen, verantwortungsvoll zu handeln.“ Zweitens
sei Motivation die richtige Antriebsfeder, denn nur Lehrerinnen und
Lehrer, die Begeisterung zeigen, können Kinder begeistern und
motivieren. „Und drittens“, so Heuras, „Wertschätzung - unseren
Mitmenschen, den Kindern, den Eltern, den Kolleginnen und Kollegen
gegenüber.“

Abgerundet wurde die On-Boarding-Veranstaltung durch ein
Impulsreferat von Markus Hengstschläger zum Thema „Wie fördert man
Lösungsbegabung?“, für die musikalische Umrahmung sorgte die BORG Big
Band Krems unter der Leitung von Christof Gigacher.

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