• 16.10.2022, 11:06:02
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  • OTS0013

Das Reform-Dilemma beim Landesverteidigungsministerium

Im Wesentlichen fordert das aktuelle Regierungsprogramm die Gestaltung eines zukunftsträchtigen und modernen Heeres

Wien (OTS) - 

Tatsächlich jedoch werden die Grundregeln des „Change-Managements" nicht beachtet, also jene Regeln, die zum Gelingen von zukunftsträchtigen Veränderungen erforderlich wären. Es fehlt an Kommunikation, Zeit, Geduld, Begleitung, Verantwortung, gelebte Fehlerkultur und Glaubwürdigkeit der Führungskräfte, um nur einige der fehlenden Voraussetzungen zu nennen. Viele Abläufe und Zuständigkeiten sind bis heute nicht geregelt.

"Viele Betroffene wissen nicht so recht, wer wirklich Disziplinarvorgesetzter ist, welche Zeitordnung gilt, wer letztlich weisungsbefugt ist, wer verwaltungskonform z.B. den Erholungsurlaub genehmigen darf, usw. Das wissen offensichtlich auch nicht jene, die diese Reform zu verantworten haben, denn mehrere Anfragen der Personalvertretung zur Klarstellung von Zuständigkeiten und Verwaltungsabläufen wurden bis heute nicht beantwortet", bringt es Jürgen Gruber aus praktischer Sicht auf den Punkt.

Die UGÖD fordert daher:

  • Sicherstellung der Einsatzbereitschaft des Bundesheeres
  • Eindeutige Kommandantenverantwortlichkeit und eindeutige Zuständigkeiten
  • Richtlinienkompetenz bzw. militärstrategische Aufgaben zurück in die Zentralstelle
  • Keine Abwertung von Arbeitsplätzen
  • Wehrpflicht einschließlich der Miliz in den Kontext zur gesellschaftlichen Entwicklung, zur Digitalisierung und zu modernen technischen Systemen setzen
  • Keine Wehrpflichtigen in der „Systemerhaltung“
  • Wertschätzender Umgang, Ehrlichkeit, Transparenz und Nachvollziehbarkeit von Reformmaßnahmen
  • Geeignete Infrastruktur und ein ordnungsgemäßes Dienstumfeld

Letztlich muss das Bundesheer zeitnah zum glaubwürdigen Garanten für die Aufrechterhaltung der Souveränität Österreichs werden, wie dies die Bundesverfassung fordert. Die Ressortleitung wäre jetzt gut beraten, Gestalterinnen und Gestalter einzusetzen, die einerseits das Wesen und die Kultur der Landesverteidigung verinnerlicht haben und andererseits die Regeln der Organisationslehre sowie des Change-Managements beherrschen.

Ganzer Artikel: https://www.ugoed.at/das-reform-dilemma/

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OStWm GRUBER Jürgen
Bundesvorsitzender UGÖD/BMLV
Stiftgasse 2a, 1070 Wien
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juergen.gruber@ugoed.at

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