- 10.10.2022, 14:30:02
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Bundesminister Kocher: Österreichische Halbleiterindustrie sichern und weiter stärken
Chips-Gipfel mit Wirtschaftsminister Martin Kocher - Neues Förderprogramm der FFG/aws „Lab2Fab“
Utl.: Chips-Gipfel mit Wirtschaftsminister Martin Kocher - Neues
Förderprogramm der FFG/aws „Lab2Fab“ =
Wien (OTS/BMAW) - „Österreich ist im Bereich Mikroelektronik auf
EU-Ebene einer der wichtigsten Standorte. Chips sind als Wegbereiter
für Zukunftstechnologien von strategischer Bedeutung. Jede
Investition in diesem Sektor sichert langfristig hochqualifizierte
Arbeitsplätze und generiert Wohlstand“, so Wirtschaftsminister Martin
Kocher anlässlich eines Chips-Gipfels mit den Förderagenturen FFG und
aws sowie Vertreterinnen und Vertretern von Unternehmen aus dem
Halbleiterbereich sowie von Interessenvertretungen. Ziel dieser
Expertenrunde ist es den Halbleiterschwerpunkt des BMAW fortzusetzen
und die aktive Förderpolitik in diesem Bereich zu optimieren. „Unsere
breite Förderlandschaft ist sehr aktiv in der Unterstützung des
Halbleiterbereichs“, so Kocher.
Halbleiter-Komponenten stehen am Anfang der meisten wichtigen
strategischen Wertschöpfungsketten und gelten somit als Eckpfeiler
für Innovation und die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts
Österreich und Europa. Die geopolitische Realität deutet auf eine
Re-Fokussierung der regionalen/lokalen Halbleiter-Ökosysteme zur
Reduzierung starker Abhängigkeiten hin. Insbesondere gegenüber Asien
zeigt sich eine starke Abhängigkeit. So sind etwa zwei Drittel der
globalen Kapazitäten für die Auftragsfertigung von Chips und
Prozessoren in Taiwan verankert. Auf EU-Ebene will die Europäische
Kommission durch den europäischen Chips Act den Marktanteil der
Europäischen Union an der weltweiten Chip-Produktion bis 2030 auf 20
Prozent von aktuell zehn Prozent verdoppeln.
Die österreichische Bundesregierung bekennt sich zu diesem Ziel und
hat bereits mehrere Initiativen in die Wege geleitet. So beteiligt
sich ein österreichisches Unternehmenskonsortium seit März 2021 an
einem pan-europäischen Projekt (IPCEI Mikroelektronik) mit einem
nationalen Fördervolumen von insgesamt ca. 150 Millionen Euro. Auch
bei einem zweiten wichtigen Vorhaben von gemeinsamem europäischem
Interesse im Bereich Mikroelektronik laufen die Vorbereitungen für
eine österreichische Teilnahme.
Neues Förderprogramm der FFG/aws „Lab2Fab“
Neu aufgesetzt wird nun das Programm ‚Lab2Fab‘, das aus Mitteln des
Fonds Zukunft Österreich finanziert wird. Insgesamt stehen hier zwölf
Millionen Euro zur Verfügung. Zielsetzung des neuen
Förderungsprogramms ist die Unterstützung der österreichischen
Halbleiterindustrie und verwandter Branchen bei der Durchführung
mehrjähriger Projekte der Forschung und Entwicklung, Erprobung, des
Upscalings bis hin zum Aufbau der industriellen Fertigung von
Halbleitererzeugnissen. „Bei unserem heutigen Chips-Gipfel haben wir
die Initiativen auf nationaler Ebene diskutiert und treffen hier den
Bedarf der Industrie“ zeigt sich Kocher erfreut. Auf EU-Ebene müssen
die Anstrengungen jedoch noch intensiviert werden.
„Mit dem Programm ‚Lab2Fab‘ unterstützen wir in enger Kooperation mit
der aws und im Einklang mit der europäischen
Halbleiter-Industriepolitik innovative F&E-Projekte österreichischer
Technologieführer. Als FFG fördern wir damit entlang der gesamten
Wertschöpfungskette einen hohen Innovationsgehalt und minimieren das
technische und wirtschaftliche Risiko der heimischen
Chipentwicklung“, ergänzt FFG-Geschäftsführerin Henrietta Egerth.
„Die Halbleiterindustrie steht zunehmend unter Druck. Unsichere
Marktentwicklungen, hohe Produktionskosten und eine wachsende
Technologie-Kluft zwischen den führenden Herstellern und kleineren
Industriebetrieben erschweren die Marktteilnahme. Die aws als
Förderbank des Bundes unterstützt daher österreichische Betriebe
dabei, das Zukunftsfeld der Chip-Produktion weiter auszubauen.
Gemeinsam mit der FFG wickelt die aws dazu IPCEI-Förderprojekte mit
einem Volumen von mehr als 100 Millionen Euro ab. Für kleinere
Projekte bietet das neue aws Förderungsprogramm Lab2Fab gezielt
Unterstützung. Der heimische Industriestandort wird dadurch autarker,
und Wertschöpfungsketten können geschlossen werden“, sagt die aws
Geschäftsführung, Edeltraud Stiftinger und Bernhard Sagmeister.
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