• 15.09.2022, 11:19:16
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FP-Gruber und Graf: EU geht mit ihrer Waldstrategie einen gefährlichen Weg

Heimische Holzenergie-Erzeugung ist in Gefahr

Utl.: Heimische Holzenergie-Erzeugung ist in Gefahr =

Linz (OTS) - Landesagrarsprecher und Obmann der Freiheitlichen
Bauernschaft OÖ, LAbg. Ing. Franz Graf und FPÖ-Landesparteisekretär
LAbg. Michael Gruber kommentierten heute die jüngsten
Abstimmungsergebnisse in dieser Woche im EU-Parlament bezüglich der
EU-Waldstrategie: „Die EU-Waldstrategie wurde in der vorliegenden
Form von den EU-Parlamentariern – auch der SPÖ, der Grünen und der
ÖVP – mit Mehrheit abgenickt. Nur die FPÖ lehnte konsequent alle
Punkte ab. Weiters wurde auch die ‚RED III‘-Richtlinie beschlossen,
nach der Energie aus Holz nicht mehr zu den erneuerbaren Energien
zählen soll. Wenn die Richtlinie so hält, dann wäre das der Todesstoß
für einen ganzen Industriezweig in Österreich.“ *****

„Die energetische Nutzung von Holz macht in Österreich 60 Prozent der
erneuerbaren Energie aus. Wenn die EU nun plant, Holz als
Energieträger zu verbieten und auch nur abzusenken, dann bedeutet das
eine massive Bedrohung für die heimische Energieversorgung und für
unsere bäuerlichen Betriebe, die in dieser Branche tätig sind“, so
Graf und Gruber. „Damit geht die EU einen gefährlichen Weg und setzt
Arbeitsplätze und Energiesicherheit aufs Spiel“, erinnern Gruber und
Graf daran, dass in Österreich mehr Holz jährlich nachwächst, als
genutzt wird. „Es ist traurig, dass die EU in vielen Politikfeldern
alles über einen Kamm schert und nationale Besonderheiten nicht
berücksichtigt“, sind sich Graf und Gruber einig.

Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang natürlich das
Abstimmungsverhalten der österreichischen Vertreter im EU-Parlament.
Während die Freiheitlichen alle Aspekte der EU-Waldstrategie und der
„RED III“-Richtlinie abgelehnt haben, hat die ÖVP wieder ihr
ambivalentes Gesicht gezeigt und nur bei dem Verbot von Holz als
Energieträger teilweise ablehnend abgestimmt. „Das ist die typische
ÖVP-Taktik auf EU-Ebene, sich wieder alle Türchen offen zu halten und
bloß nirgendwo eindeutig Stellung zu beziehen. Die heimischen Bauern
und Betreiber von Holzkraftwerken werden aber diese Haltung der ÖVP
nicht akzeptieren können und so hoffen wir, dass sich vor allem der
Bauernbund und die Landesorganisationen der ÖVP gegen diesen
energiepolitischen Wahnsinn gemeinsam mit uns stark machen“, so Graf
und Gruber weiter. „Der Einzige, der die Änderung der Richtlinie ‚RED
III‘ – und damit das Ende der energetischen Nutzung von Holz – mit
einem Veto noch aufhalten kann, ist nun noch Landwirtschaftsminister
Totschnig. Wir hoffen daher, dass er seiner Verpflichtung, zum Wohle
Österreichs zu handeln, gegenüber der EU nachkommt und diesen Irrsinn
umgehend stoppt!“, so die beiden freiheitlichen Politiker
abschließend.

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