• 02.09.2022, 08:02:53
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  • OTS0014

WBNÖ fordert mehr Tempo bei Maßnahmen gegen die Energiepreisexplosion

Viele Betriebe können die exorbitanten Energiepreise nicht mehr lange stemmen. Bund muss rasch Lösungen präsentieren.

Utl.: Viele Betriebe können die exorbitanten Energiepreise nicht
mehr lange stemmen. Bund muss rasch Lösungen präsentieren. =

St. Pölten (OTS) - Der NÖ Wirtschaftsbund sieht angesichts der
dramatischen Entwicklung auf den Energiemärkten die Bundesregierung
in der Pflicht und erneuert seine Forderung nach einem
Energiekostenausgleich für die Betriebe. „Die explodierenden
Energiepreise stellen die Betriebe vor existentielle
Herausforderungen. In der gesamten heimischen Wirtschaft ist die
Situation aufgrund des enormen Kostendrucks höchst angespannt“, sagt
WBNÖ Direktor Harald Servus. Von dieser Entwicklung seien nicht nur
große Industriebetriebe betroffen. „Ob Bäcker, Tischler,
Gastronomiebetrieb oder Transportunternehmen, für viele kleine und
mittlere Betriebe ist es bereits fünf nach zwölf“, so WBNÖ Direktor
Harald Servus. Es brauche daher rasches und entschlossenes Handeln
sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene.

Servus erneuert daher die Forderung des NÖ Wirtschaftsbundes eine
Energiekostenvergütung für die Betriebe umzusetzen. „Es braucht
endlich auch Maßnahmen für die Betriebe, um eine noch schlimmere
Entwicklung abzuwenden und Planungssicherheit zu geben“, so Servus.
In Niederösterreich könnten Privathaushalte bereits ab 1. September
einen Strompreisrabatt beantragen. Der Bund sei aufgefordert hier
rasch nachzuziehen, denn dies sei eine wichtige Maßnahme, um die
Kaufkraft zu stärken. Aber auch für die Unternehmen müsse nun rasch
ein, den dramatischen Entwicklungen angepasster,
Energiekostenausgleich auf den Weg gebracht werden. Darüber hinaus
sei es notwendig, dass der bereits beschlossene Energiekostenzuschuss
für alle energieintensiven Unternehmen praxistauglich gestaltet und
für alle rasch zugänglich gemacht werde.

Der NÖ Wirtschaftsbund begrüßt in dem Zusammenhang die Initiative des
Bundeskanzlers, auch auf eine gesamteuropäische Lösung zu drängen.
„Das Merit Order System sei grundsätzlich ein gutes System, in dem
Marktmechanismen greifen können. In der aktuellen Situation, in
welcher der Gaspreis praktisch der Willkür eines Mannes ausgesetzt
ist, funktioniert das aber nicht mehr“, sagt Servus. Um dieses
Marktversagen nachhaltig in den Griff zu bekommen, müssen auf
europäischer Ebene so schnell wie möglich energische Schritte gesetzt
werden. Eine zeitlich befristete Entkoppelung von Strom- und Gaspreis
und eine entsprechende Adaptierung des Merit Order Systems seien
notwendig, um die aktuelle Preisdynamik einzubremsen.

„Unsere Betriebe und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können
nicht länger warten, bis endlich etwas geschieht“ so Servus
abschließend. Es müssten nun unverzüglich Maßnahmen gesetzt werden,
um Unternehmen und Arbeitsplätze nicht zu gefährden.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | WBN

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