• 01.09.2022, 12:25:41
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  • OTS0130

Schulstart für 200.000 Schülerinnen und Schüler in Niederösterreich

LR Teschl-Hofmeister: „Keine Schulschließungen, so wenig Klassenschließungen und so wenig Distance-Learning wie möglich“

Utl.: LR Teschl-Hofmeister: „Keine Schulschließungen, so wenig
Klassenschließungen und so wenig Distance-Learning wie
möglich“ =

St. Pölten (OTS/NLK) - Heute, Donnerstag, erläuterten
Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Bildungsdirektor
Johann Heuras Zahlen und Fakten zum neuen Schuljahr. Zu Beginn machte
Teschl-Hofmeister die Wichtigkeit und den Erfolg der heurigen
Sommerschule in Niederösterreich deutlich: „6.700 Schülerinnen und
Schüler wurden von 850 Pädagoginnen und Pädagogen und 370
Studierenden an 202 Standorten im Rahmen der Sommerschule auf das
neue Schuljahr vorbereitet“, so die Landesrätin, „und erleben dank
der Einsatzbereitschaft aller Beteiligten bestimmt einen angenehmeren
Schulstart.“

Kommenden Montag beginnt dann für rund 200.000 Schülerinnen und
Schüler, davon rund 19.000 Tafelklassler, das neue Schuljahr und
Teschl-Hofmeister bedankte sich bei Bildungsdirektor Johann Heuras
und seinen Teams für deren Einsatz, denn „wir haben es zum Glück
geschafft, alle Klassen mit Lehrpersonal zu besetzen“ und weiter:
„Mein Dank geht natürlich auch an unsere Pädagoginnen, Pädagogen und
Studierenden, weil es ihrem großen Einsatz zu verdanken ist, dass uns
dies in Niederösterreich gelungen ist – denn: jedes Kind hat das
Recht auf Unterricht.“

Überdies erklärte die Landesrätin, dass das neue Schuljahr unter dem
Motto „keine Schulschließungen, so wenig Klassenschließungen und so
wenig Distance-Learning wie möglich“ stattfinden solle und fasst die
Regeln für einen sicheren Unterricht in der Schule wie auch der
Betreuung in den Kindergärten zusammen: „Kein positiv getestetes Kind
und keine positiv getestete Begleitperson darf einen Kindergarten
betreten. Positives, aber symptomloses Personal wird beispielsweise
mit administrativen Aufgaben betraut, wird aber nicht mit den Kindern
in den Gruppen arbeiten.“ Für positiv getestetes Personal mit
Symptomen sei ganz klar, in den Krankenstand zu gehen. So würde man
es auch in den Schulen halten: „Wir wollen in den
niederösterreichischen Bildungseinrichtungen keinen Gebrauch von der
Bundesregelung machen, positiv getestetes Lehrpersonal unterrichten
zu lassen, denn es geht uns um den größtmöglichen Schutz in unseren
Schulen und Kindergärten.“
Bezüglich der Testungen seien keine flächendeckenden Tests
vorgesehen, da diese eine große Belastung für das Personal seien.
Allerdings empfehle man – besonders zum Schulstart –
eigenverantwortliche Testungen zu Hause, um reibungslos, sicher und
gesund ins neue Schuljahr starten zu können.

Dieser Empfehlung schloss sich auch Bildungsdirektor Johanne Heuras
an und übermittelte im Namen des pädagogischen Personals: „Die
Stimmung ist gut, wir haben uns intensiv auf das neue Schuljahr
vorbereitet und hoffen, dass dieses unter weitgehender Normalität
stattfinden wird.“ Heuras zeigte sich ebenfalls erfreut, dass alle
Klassen mit Lehrenden besetzt werden konnten: „Wir haben in den
Pflichtschulen etwa 14.600 Pädagoginnen und Pädagogen, zirka 7600
sind es an den mittleren und höheren Schulen und rund 700 in den
Berufsschulen – niederösterreichweit gesamt also etwa 23.000, die
unsere Schülerinnen und Schüler im kommenden Schuljahr betreuen.“

Der Bildungsdirektor räumte aber ein, dass damit die Zahl an
Lehrpersonal ausgeschöpft sei, es also keine „Reserve“ gäbe. Dies
läge auch daran, dass fast 50 Prozent aller Lehrkräfte Teilzeit
arbeiten, da diese berufsbegleitend noch ihren Master machen müssen.
Aus diesem Grund appellierte er: „Die ,Lehrerbildung Neu´ ist deshalb
dringend zu evaluieren.“

Zum Ende stellten die Landesrätin und der Bildungsdirektor noch eine
Neuerung im Lehrplan vor: die Digitale Grundbildung. „Dieses Fach
wird in der Mittelschule wie auch in der AHS Unterstufe verpflichtend
eingeführt. In der Digitalen Grundbildung wird den Schülerinnen und
Schülern digitale, mediale Kompetenz vermittelt.“ Die Digitale
Grundbildung starte in den genannten Schulstufen, da hier – dank der
Geräteinitiative im letzten Jahr – alle notwendigen Geräte bereits
zur Verfügung stünden.

Im Rahmen der Pressekonferenz zum Schulstart wurden überdies noch
einige Zahlen erläutert. Teschl-Hofmeister führte unter anderem jene
zur institutionellen Kinderbetreuung aus. „Erstmals werden in
Niederösterreichs Krippen, Kleinkinderbetreuungseinrichtungen, in
Kindergärten, Horten und altersgemischten Einrichtungen über 70.000
Kinder betreut und das ist vor allem wirtschaftlich ein großer
Faktor“. Mehr als 9.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich
in den rund 1.060 Landeskindergärten mit 3.000 Gruppen um die
bestmögliche Betreuung und Pädagogik für die Allerkleinsten. Auch in
Bezug auf die Betreuungsquoten sei das Bundesland über weite Strecken
sogar besser als der Bundesschnitt. „Bei den Drei- bis Fünfjährigen
haben wir eine Betreuungsquote von 98,3 Prozent – also fast jedes
Kind geht in Niederösterreich in eine der vorhin genannten
Betreuungseinrichtungen“ und weiter: „Wir liegen hier weit über der
Bundesquote von 93,5 Prozent, und das ist ein gutes Zeugnis für die
Qualität unserer Kindergärten und derer, die dort tätig sind.“ Auch
bei den Zwei- bis Dreijährigen sei die Tendenz mit einer Quote von
68,8 Prozent im Vergleich zum Bundesschnitt von 57,9 Prozent steigend
und den österreichweit höchsten Anstieg verzeichne mit 28,6 Prozent
die Betreuungsquote der Null- bis Zweijährigen.

Bildungsdirektor Johann Heuras erläuterte unter anderem, wie sich die
Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler auf die einzelnen Schultypen
verteilt. „Wir haben heuer 67.000 Kinder in der Volksschule, 40.600
in der Mittelschule, 2.700 Kinder in der Sonderschule.“ Weiters
würden 2.230 eine Polytechnische und 38.700 eine Allgemeinbildende
Höhere Schule (AHS) besuchen. Er hob speziell den Vergleich AHS und
Mittelschule hervor. „In der ersten Klasse AHS werden 5.950 Kinder
beginnen – das sind 38 Prozent der Schülerinnen und Schüler, die in
die fünfte Schulstufe gehen. Der Rest, also 62 Prozent, besucht eine
Mittelschule“ und weiter: „Das ist erfreulich, denn die letzten Jahre
sind die Zahlen in den AHS durchwegs gestiegen und sind nun aber
wieder stabil. Ich führe dies auf unsere Schwerpunktsetzung in den
Mittelschulen zurück – Schwerpunkte wie Musik, Sport oder auch
Sozial- und Gesundheit, die nun greifen.“

Abschließend sah Heruas eine positive Entwicklung beim Thema
häuslicher Unterricht. „Im Vorjahr waren 2.049 Kinder angemeldet, im
heurigen Schuljahr nur noch 1.056. Diesen Rückgang werte ich als
positives Zeichen.“

Zum Ende machte Teschl-Hofmeister noch einmal auf die
Unterstützungsmaßnahme „Blau-Gelbes Schulstartgeld“ aufmerksam. „Wir
helfen mit 100 Euro für jede Schülerin, jeden Schüler und jeden
Lehrling in Niederösterreich, egal in welchem Bundesland sich die
Ausbildungsstätte befindet.“ Bis dato seien 81.000 Anträge
eingegangen, das Schulstartgeld kann noch bis inklusive 4. Februar
online beantragt werden.

Alle Details zum Blau-Gelben Schulstargeld wie auch den weiteren
Unterstützungsmaßnahmen des Landes Niederösterreich online unter
www.meinlandhilft.at.

Weitere Informationen: Büro LR Teschl-Hofmeister, Mag. (FH) Dieter
Kraus, Telefon 02742/9005-12655, E-Mail [email protected]

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