• 22.08.2022, 11:40:02
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  • OTS0064

AMS-Programm „Frauen in Technik und Handwerk“: 82% der Absolventinnen in Zielbranche

Studie bestätigt Wirksamkeit des AMS-Programms „Frauen in Technik und Handwerk“ (FiT). 82% der Absolventinnen sind in handwerklich-technischen Berufen beschäftigt.

Utl.: Studie bestätigt Wirksamkeit des AMS-Programms „Frauen in
Technik und Handwerk“ (FiT). 82% der Absolventinnen sind in
handwerklich-technischen Berufen beschäftigt. =

Wien (OTS) - Bei einem Besuch im Burgenländischen Schulungszentrum
BUZ im Neutal präsentierten Dr. Johannes Kopf, Vorstand des AMS
Österreich, und DI (FH) Karin Steiner, stellvertretende
Landesgeschäftsführerin AMS Burgenland, die erfreulichen Ergebnisse
der Studie „Evaluierung der Erwerbskarrieren von FiT-Absolventinnen
in Österreich“, die vom L&R Sozialforschung angefertigt wurde.
Evaluiert wurde die Beschäftigung von Fit-Absolventinnen aus den
Jahren 2015 bis 2020.

Die wichtigsten Ergebnisse:
• 82 Prozent der FiT-Absolventinnen waren bzw. sind im
handwerklich-technischen Berufsbereich beschäftigt.

• Der langfristige Arbeitsmarkterfolg ist gegeben: Die Beschäftigung
(in Zeitanteilen) im zweiten Jahr nach der Angebotsteilnahme liegt
österreichweit bei 65%.

• Die nachhaltige Erwerbsintegration hat auch einen positiven Effekt
auf finanzieller Ebene: Zuwächse beim Bruttolohn zwischen Vorjahr
und 2. Jahr nach der Teilnahme lagen je nach Kohorte zwischen 26% und
36%, beim Ausbildungsjahrgang 2017 etwa € 507 pro Monat.

• Die Teilnahme am FiT-Programm geht zu hohen Anteilen (45%
insgesamt) mit einer beruflichen Höherqualifizierung einher.

• Die Ergebnisse sind vor dem Hintergrund der vielfach schwierigen
Ausgangssituation der Frauen zusätzlich positiv zu werten: 37% der
FiT-Absolventinnen waren vor dem Eintritt in das FiT-Programm
langzeitarbeitslos, 42% verfügten über max. Pflichtschulabschluss.

Traditionelle Rollenbilder durchbrechen und Aufstiegschancen
ermöglichen

Johannes Kopf, Vorstand des AMS Österreich, betont die Bedeutung des
FiT-Programms für die Förderung von Frauen in
handwerklich-technischen Berufen: „Frauen sind nach wie vor in
einigen – in der Regel besserbezahlten - Bereichen der Arbeitswelt
stark unterrepräsentiert. Mit unserem FiT-Programm möchten wir diesem
Ungleichgewicht gegensteuern und es freut uns, dass die heute
präsentierte Studie die Effektivität dieses wichtigen Instruments der
aktiven Arbeitsmarktpolitik belegt.“

„Eine gute Ausbildung ist der Schlüssel zum Erfolg und ebnet den Weg
aus der Arbeitslosigkeit. Im Idealfall lösen die FiT-Absolventinnen
ihre Eintrittskarte für einen zukunftsträchtigen und
existenzsichernden Job, denn die Höherqualifizierung verspricht eine
verbesserte Einkommenssituation.
Das AMS hat mit dem FiT-Programm nicht nur nachhaltige Strukturen
geschaffen, um Gleichstellung am Arbeitsmarkt zu fördern, wir machen
damit auch der Wirtschaft in Zeiten des Fachkräftemangels ein sehr
attraktives Angebot“, freut sich Karin Steiner, die stellvertretende
Landesgeschäftsführerin des AMS Burgenland über die FiT-Erfolge.

„Das Burgenländische Schulungszentrum als Ausbildungszentrum des AMS
setzt im Burgenland eine ganze Reihe an Maßnahmen, um mehr Frauen für
technische Berufe zu begeistern. Leider herrschen bei der Berufswahl
heute noch immer die gängigen Geschlechterklischees vor. Angesichts
der fortschreitenden Technisierung & Digitalisierung der Berufswelt
und des Arbeitskräftemangels quer durch alle Branchen ist es deshalb
umso wichtiger, Frauen die große Vielfalt an Berufsmöglichkeiten
aufzuzeigen. Eine Facharbeiter_innenintensivausbildung ist aufgrund
der derzeitigen Arbeitsmarktsituation eine Jobgarantie. Viele
Kursteilnehmer_innen haben es in der Vergangenheit bewiesen, dass es
trotz der Schwierigkeiten (wie Kinderbetreuung und Mobilität), die
eine Langzeitausbildung von rund 1,5 Jahren mit sich bringt, möglich
ist, mit der Unterstützung des BUZ die Lehrabschlussprüfung zu
meistern und den Eintritt in den ersten Arbeitsmarkt zu schaffen.“,
so der Geschäftsführer Mag. (FH) Christian Vlasich

Knapp 9.500 FiT-Teilnehmerinnen im Jahr 2021

FiT (Frauen in Handwerk und Technik) ist ein Qualifizierungsprogramm
des AMS, welches Frauen in nachgefragten handwerklich-technischen
Berufen mit guten Einkommens- und Aufstiegschancen ausbildet. Es
umfasst eine Berufsorientierung, eine handwerklich-technische
Vorqualifizierung und schließlich eine Fachausbildung mit einem
Lehrabschluss oder dem Besuch einer Fachhochschule oder HTL (Höhere
Technische Lehranstalt). Damit trägt FiT dazu bei, die horizontale
Segregation am Arbeitsmarkt zu lindern, Frauen den Zugang in besser
bezahlte Berufe mit Aufstiegschancen zu ermöglichen und gleichzeitig
traditionelle Rollenbilder zu durchbrechen. Das FiT-Programm wurde in
seiner jetzigen Form 2006 ins Leben gerufen. Im Programmjahr 2021
haben insgesamt 9.494 Frauen an einer FiT-Maßnahme teilgenommen oder
sie absolviert.

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