- 19.08.2022, 09:59:47
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- OTS0026
Langzeitarbeitslosigkeit auf niedrigstem Stand seit 2014
Kocher: Programm Sprungbrett reduzierte Langzeitarbeitslosigkeit seit pandemiebedingtem Höhepunkt um über 64.000 Personen
Utl.: Kocher: Programm Sprungbrett reduzierte
Langzeitarbeitslosigkeit seit pandemiebedingtem Höhepunkt um
über 64.000 Personen =
Wien (OTS) - Das Programm Sprungbrett ist mit Juli 2021 gestartet,
mit dem Ziel die Langzeitarbeitslosigkeit von ihrem Höchststand im
April 2021 (damals waren 148.436 Personen langzeitarbeitslos) bis
Ende 2022 auf das Vorkrisenniveau, also um rund 50.000 Personen zu
senken. Die Zwischenbilanz nach einem Jahr zeigt: das Programm
erfüllt seine Aufgabe, Langzeitarbeitslose beim Wiedereinstieg in den
Arbeitsmarkt zu unterstützen noch besser als ursprünglich erwartet.
Konkret waren Ende Juli 2022 84.208 Personen als langzeitarbeitslos
vorgemerkt. Im Vergleich zum Höchststand im April 2021 ist die
Langzeitarbeitslosigkeit damit um 64.228 Personen gesunken.
„Trotz der aktuellen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem
russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und der Corona-Pandemie, die
nach wie vor Effekte am Arbeitsmarkt zeigt, haben wir in den letzten
Monaten eine starke Dynamik am Arbeitsmarkt beobachtet. Wir
verzeichnen in weiten Teilen des Arbeitsmarkts hohe
Beschäftigungsquoten bei verhältnismäßig geringer Arbeitslosigkeit
und vielen offenen Stellen. Die Langzeitarbeitslosigkeit ist
erfahrungsgemäß jener Teil der Arbeitslosigkeit, der sich besonders
verfestigt und der daher besonders schwer zu bekämpfen ist. Es ist
daher umso erfreulicher, dass es mit dem Programm Sprungbrett
gelungen ist, die Langzeitarbeitslosigkeit seit ihrem Höchststand im
April 2021 um über 64.000 Personen zu reduzieren. Wir haben damit
unser ursprüngliches Ziel, die Langzeitarbeitslosigkeit von ihrem
Höchststand im April 2021 bis Ende 2022 um 50.000 Personen zu senken,
bereits jetzt übertroffen. Die Langzeitarbeitslosigkeit ist Ende Juli
2022 auf dem niedrigsten Stand seit 2014 (damals lag die Anzahl der
langzeitarbeitslosen Personen bei 82.589). Ein erheblicher Teil der
Reduktion, der natürlich vor allem für die Betroffenen erfreulich
ist, ist auf geförderte Beschäftigungsaufnahmen durch das Programm
Sprungbrett zurückzuführen“, so Arbeitsminister Martin Kocher.
Bis Ende Juli 2022, also nach einem Jahr Laufzeit, wurden mit dem
Programm Sprungbrett 267,39 Millionen Euro für Förderinstrumente
ausbezahlt. Der Schwerpunkt des Programms liegt bei der betrieblichen
Eingliederungsbeihilfe. Mehr als die Hälfte der
Programmteilnehmerinnen und -teilnehmer (56 Prozent) wurde im Zuge
der betrieblichen Eingliederungsbeihilfe gefördert, also einem
zeitlich befristeten Lohnkostenzuschuss mit dem Ziel einer nicht
geförderten Weiterbeschäftigung. Weitere Förderinstrumente, die im
Rahmen des Programms Sprungbrett angeboten werden, sind
Kombilohnbeihilfen sowie die Integration in gemeinnützige
Beschäftigungsprojekte sowie sozialökonomische Betriebe.
„Die Teilnehmerinnen- und Teilnehmerstruktur des Programms zeigt,
dass gerade benachteiligte Gruppen am Arbeitsmarkt gut erreicht
werden und von den zur Verfügung stehenden Förderungen profitieren“,
so Kocher weiter. 35 Prozent der geförderten Teilnehmerinnen und
Teilnehmer waren über 50 Jahre alt, 30 Prozent der Teilnehmerinnen
und Teilnehmer wiesen gesundheitliche Einschränkungen auf. „Zudem
beträgt der Anteil der Personen, die vor der Teilnahme am Programm
über zwei Jahre arbeitslos waren und durch die angebotene
arbeitsmarktpolitische Begleitung und Betreuung wieder in
Beschäftigung finden konnten, 42 Prozent. Besonders in Wien, wo die
Langzeitarbeitslosigkeit relativ hoch ist, wurde das Programm bisher
sehr gut angenommen. In Wien konnten seit dem Start des Programms
bisher knapp 18.000 geförderte Beschäftigungen mit Hilfe von
Sprungbrett vermittelt werden. Das Programm Sprungbrett ist ein
Beispiel dafür, dass wir unser Ziel, allen Menschen eine Chance am
Arbeitsmarkt zu geben, konsequent verfolgen und unsere Bemühungen
auch Wirkung zeigen“, betont der Arbeitsminister abschließend.
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