- 12.08.2022, 10:00:18
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Kocher: Hälfte aller Anträge zur Investitionsprämie abgeschlossen und ausbezahlt
Von 242.357 zugesagten Anträgen wurden 123.151 Anträge abgeschlossen – Zuschuss von 673,3 Millionen an Unternehmen ausbezahlt
Utl.: Von 242.357 zugesagten Anträgen wurden 123.151 Anträge
abgeschlossen – Zuschuss von 673,3 Millionen an Unternehmen
ausbezahlt =
Wien (OTS/BMAW) - Die Investitionstätigkeit der Unternehmen ist ein
wichtiger Faktor für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung eines
Landes. In der Hochphase der Pandemie prognostizierten die
Wirtschaftsforschungsinstitute einen Rückgang der
Unternehmensinvestitionen. Daher hat die Bundesregierung die
Investitionsprämie aufgelegt. Mit der Prämie werden Neuinvestitionen
eines Unternehmens an österreichischen Standorten gefördert.
Unternehmen konnten die Prämie vom 1. September 2020 bis 28. Februar
2021 beantragen. Je nach Projekthöhe haben die Unternehmen bis
Februar 2023 (unter 20 Millionen Euro) bzw. bis Februar 2025 (über 20
Millionen Euro) Zeit, ihre Projekte abzuschließen. Die Auszahlung der
Förderung erfolgt nachdem die Unternehmen abgerechnet haben. Die
Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft wickelt die Anträge ab.
Trotz der aktuellen Unsicherheiten haben mehr als die Hälfte (50,8
Prozent) aller Unternehmerinnen und Unternehmen, die die
Investitionsprämie beantragt haben, ihre Investition bereits
abgeschlossen. Insgesamt gab es 242.357 zugesagte Anträge. Davon
wurden bereits 123.151 Anträge abgewickelt. 673,3 Millionen wurden an
die Unternehmen ausbezahlt. Es handelt sich dabei insbesondere um
kleinere Investitionen. Größere Investitionsprojekte benötigen in der
Regel eine längere Durchführungszeit und gelangen daher erst zu einem
späteren Zeitpunkt zur Abrechnung. In Summe wurden damit 6,9
Milliarden Euro an Investitionen ausgelöst. „Zum Höhepunkt der
Pandemie war die Investitionsprämie das richtige Instrument, um
Anreize für Unternehmen zu setzen. Die Effekte wirken noch heute
nach. Über 670 Millionen Euro wurden vor allem an Kleinst- und
Kleinunternehmen ausbezahlt, die ihr Projekt bereits realisiert
haben. Die andere Hälfte der Antragsstellerinnen und Antragssteller
befindet sich aktuell mitten in der Durchführung. Starke Anreize, wie
die Investitionsprämie, wirkten sich vor allem während der massiven
Pandemiewellen positiv auf die Konjunktur aus und sicherten
Arbeitsplätze in Österreich. Sie tun das weiterhin“, so Arbeits- und
Wirtschaftsminister Martin Kocher zur Zwischenbilanz der
Investitionsprämie. Die positive Wirkung der Maßnahme wurde auch von
den Wirtschaftsforschungsinstituten bestätigt.
Besonders Kleinstunternehmern haben die Investitionsprämie genützt.
67,5 Prozent der Anträge entfallen auf Kleinstunternehmen (EPUs und
Unternehmen bis 9 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter), 17 Prozent auf
Kleinunternehmen (10-50 MA), 8,9 Prozent auf mittlere Unternehmen
(51-250 MA) und 6,3 Prozent auf Großunternehmen (250+ MA).
Die Maßnahme richtete sich an alle Unternehmen unabhängig ihrer Größe
oder Branche. Die Basisprämie beträgt sieben Prozent, besonders
begünstigt sind Investitionen in Digitalisierung, Ökologisierung
sowie Gesundheit und Life Science mit einer Prämie von 14 Prozent.
Mehr als die Hälfte aller Anträge (52,57 Prozent) nutzten die
Basisprämie. Mit mehr als einem Viertel (26,24 Prozent) stellen
Investitionen in die Ökologisierung der Betriebe die zweitgrößte
Kategorie der Förderanträge dar, gefolgt von Digitalisierung (20,8
Prozent) und Life Sciences (0,4 Prozent). Die meisten Anträge stammen
aus Oberösterreich (23,4 Prozent), gefolgt von Niederösterreich (20,2
Prozent) und der Steiermark (14,3 Prozent).
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