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„dokFilm“ am Feiertagswochenende: „Elvis und das Mädchen aus Wien“ zum 45. Todestag des „King“ und Städteporträt „Mein Villach“

Am 14. und 15. August in ORF 2

Wien (OTS) - Am Feiertagswochenende präsentiert die Kulturprogrammleiste „dokFilm“ in ORF 2 zwei besondere Produktionen:
So steht am Sonntag, dem 14. August 2022, um 21.55 Uhr ein Dacapo von „Elvis und das Mädchen aus Wien“ zum 45.Todestag des King of Rock’n’Roll (Details zum Elvis-Schwerpunkt unter presse.ORF.at) auf dem Spielplan. Der österreichische Dokumentarfilm von Kurt Langbein stellt eine besondere Frau im Leben der Legende ins Rampenlicht: Die gebürtige Wienerin Trude Forsher, die dem Nationalsozialismus entfloh und in den 1950er Jahren Elvis Presleys Sekretärin wurde – ein Job, von dem Millionen junger Mädchen und Frauen damals träumten. Erzählt von Trude Forshers Sohn, Filmproduzent, Regisseur und Filmwissenschafter James Forsher, zeigt der vom ORF koproduzierte Film eine Frau, die trotz aller Wirrnisse der Geschichte einen unglaublich mutigen Weg in der Welt des Showbusiness gegangen ist. Danach zeigt ORF 2 die Musikkomödie „Blaues Hawaii“ (23.00 Uhr) von 1961 mit u. a. Joan Blackman, Angela Lansbury und Nancy Walters an der Seite von Elvis Presley. Um 0.35 Uhr folgt mit „Acapulco“ ein weiterer Filmklassiker aus dem Jahr 1963, für den der „King“ gemeinsam mit „Bond“-Girl Ursula Andress vor der Kamera stand.

Am Montag, dem 15. August, um 22.30 Uhr in ORF 2 setzt „dokFilm“ die beliebten ORF-Bezirks- und Städteporträts mit der von Felix Breisach gedrehten Ausgabe „Mein Villach“ fort. Kärntens zweitgrößte Stadt assoziieren viele Menschen mit Fasching und Ferien in der prachtvollen Seenlandschaft, manche vielleicht auch mit dem Thema Umweltschutz, ist sie doch für ihr Engagement in Sachen erneuerbarer Energien europaweit ausgezeichnet worden. Für drei Prominente ist Villach jedoch noch viel mehr: Heimat und Hort der Erinnerungen sowie seelischer Ankerplatz. Bühnen- und Fernsehstar Heidelinde Weis, Moderatorin und Sängerin Elisabeth Engstler und Filmkomponist Gerd Schuller begeben sich auf eine nostalgische Reise an die Orte ihrer Kindheit und Jugend in Villach-Stadt und -Land.

Mehr zum Inhalt von „Elvis und das Mädchen von Wien“:

„Es war wie im Film. Da die kleine Frau, die Schriftstellerin werden wollte, und dort der größte PR-Mann von Hollywood und dann auch noch Elvis, der King. Und ich hatte das Privileg, dabei zu sein“, erzählt Trude Forsher bei ihrem letzten Interview kurz vor ihrem Tod im Jahr 2000.
Die 1920 Geborene ist in einer jüdischen Familie in Wien aufgewachsen. Sie konnte im August 1938 im Alter von 18 Jahren den Bedrohungen durch die Nationalsozialisten gerade noch entkommen und hat sich als Flüchtling über London in die USA durchgeschlagen, geheiratet und in Los Angeles niedergelassen. 1956 hat die junge Frau einen Job bekommen, von dem Millionen junger Frauen träumten: Als Elvis Presleys Sekretärin und später als seine PR-Koordinatorin war sie am Beginn der fantastischen Karriere des „King of Rock ’n’ Roll“ eine der wichtigsten Frauen in Hollywood. Die Stelle verdankte sie der Hilfe entfernter Verwandter – den ebenfalls aus Wien stammenden Musikproduzenten Jean und Julian Aberbach, bei deren Verlag Hill and Range Songs etliche Elvis-Komponisten unter Vertrag waren.
Trude Forshers Sohn James hat über viele Jahre ausführliche Interviews mit seiner Mutter zu ihrer Biografie und ihren Erlebnissen mit Elvis Presley geführt und filmisch festgehalten. Für die Dokumentation „Elvis und das Mädchen aus Wien“ macht er sich unter der Regie von Kurt Langbein auf die Reise an die Schauplätze der einzelnen Lebensphasen seiner Mutter. Er erzählt ihre Geschichte und mit noch wenig bekanntem Archivmaterial auch die Geschichte des jungen Elvis Aaron Presley, der innerhalb kurzer Zeit vom Lastwagenfahrer zum Rockidol aufstieg.

Trude Forsher arbeitete für Elvis während seiner ersten sechs Filme, hautnah erlebte sie auch seine Trauer um den frühen Tod seiner Mutter im August 1958 mit. Im Lauf ihrer erfolgreichen Karriere im innersten Kreis um den Star blieb ihr persönliches Glück allerdings auf der Strecke: Ihr Mann Bruno Forsher konnte mit ihrem Erfolg nicht Schritt halten und verließ die Familie. Nach der Scheidung wurde Trude Forsher vom damaligen Manager von Evis Presley gefeuert, da dieser den PR-Skandal um eine „Geschiedene“ in seiner Firma vermeiden wollte.
In der Zeit danach gründete Trude Forsher gemeinsam mit Adolph Zukor II., dem Enkel des legendären Filmmoguls, eine TV-Produktionsfirma. Nach ihrer Pensionierung engagierte sie sich sozialpolitisch für geschiedene Mütter, wofür sie mehrfach ausgezeichnet wurde.

„Elvis und das Mädchen aus Wien“ ist eine 2016 entstandene Produktion von Langbein & Partner in Koproduktion mit ORF und dem Medienservice des Bundesministeriums für Bildung (BMB), gefördert von Fernsehfonds Austria, Filmfonds Wien und VAM.

Mehr zum Inhalt von „Mein Villach“:

Mit 19 sagte sie gar nicht still: „Ich will!“ Als sich Heidelinde Weis 1960 traute, hatte sie Hildchen aus Berlin im Schlepptau. Die große Knef war die Trauzeugin des Berliner Theaterproduzenten Hellmuth Duna, den Weis zum Ehemann nahm. Geheiratet wurde in der Nicolaikirche, wo Heidelinde lange davor schon Ensemblemitglied der Nicolaispatzen war – vielleicht der Grundstein zur späteren Karriere als Chansonnière. Für „Mein Villach“ kehrt Heidelinde Weis nicht nur an diesen mit vielen Erinnerungen verbundenen Ort zurück, sondern auch in das Haus ihrer Kindheit und in ihre Volksschule.
In Velden am Wörthersee – gelegen im Bezirk Villach – hat man das Gefühl, dass jeden Augenblick Roy Black oder Uschi Glas um die Ecke kommen könnten. Die vielen quietschvergnügten Wörthersee-Filme der 1970er Jahre vermitteln, hier sei immer Sommer. Für Elisabeth Engstler war der Sommer die Zeit der Freundschaften, von denen sie regelmäßig Abschied nehmen musste – bis die Freunde im nächsten Sommer wiederkamen: Die Sängerin wuchs im Seehotel Engstler auf, mit den Kindern der Stammgäste lernte sie spielend, auf Fremde offen zuzugehen. Für das Städteporträt kehrt Elisabeth Engstler an den Ort ihrer Kindheit zurück und lässt sich von Regisseur Felix Breisach mit einer musikalischen Überraschung zu Tränen rühren.
Wann immer Kommissar Rex Wurstsemmeln apportierte oder Marianne Nentwich und Klaus Wildbolz sich um das Wohl ihrer Gäste im „Schlosshotel Orth“ sorgten, erklangen seine Melodien: Gerd Schuller ist ein renommierter Filmkomponist und lehrt darüber hinaus seit Jahrzehnten an der Musik-Uni Graz. Er lädt das Filmteam in sein außergewöhnliches Haus am Ossiacher See und zum Spaziergang durch Villach-Stadt.

„Mein Villach“ ist eine Produktion des ORF, hergestellt von Felix Breisach Medienwerkstatt.

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